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Ablenkung macht dick

Aeschbacher-Diät Lektion 143. Essen in Ruhe macht schlank. Essen vor dem Fernseher dick. Deshalb ist von jetzt an jede Ablenkung beim Essen tabu.

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Einer der grössten und schlimmsten Dickmacher ist Ablenkung. Leider sind sich nur die wenigsten übergewichtigen Menschen dieser simplen Tatsache bewusst. Gleichgültig, ob man während des Essens Fernsehen schaut, sich mit dem Smartphone beschäftigt, am PC arbeitet, Post sortiert – solche Nebenbeschäftigungen machen dick. Und zwar deshalb, weil sie unser Gehirn vergessen lassen, was wir in welcher Menge soeben gegessen haben. Ablenkung beim Essen dämpft auch den Geschmack. Um das auszugleichen, isst man automatisch mehr.

Abgelenkte Esser fühlen sich weniger satt

Experimente zeigen, dass sich abgelenkte Esser nach einer Mahlzeit weniger satt fühlen als konzentrierte Esser. In der folgenden Zeit nahmen sie doppelt so viele Snacks zu sich wie die konzentrierten Testpersonen. Auch an die Details des Essens konnten sie sich schlechter erinnern. All dies hat zur Folge, dass sie bis zu 15 Prozent mehr Kalorien aufnahmen als nötig. Das summiert sich mit der Zeit brutal. So haben Schnellesser ein drei Mal so hohes Risiko für Übergewicht und seine Folgekrankheiten.

Multitasking – um dieses schon fast dümmlich anmutende Wort zu gebrauchen – funktioniert nicht. Schon gar nicht beim Essen. Auch wenn es in weiten Kreisen üblich geworden ist, während des Essens etwas Anderes zu machen, sei es fernsehen, Musik hören, arbeiten etc. – es ist schlicht dumm. Wer sich beim Essen ablenken lässt, hat keine Kontrolle über die Menge. Und er verpasst den Genuss und die Einzigartigkeit des Augenblicks, der nie wieder zurückkommt. Für alle, die abnehmen wollen, und eigentlich für alle anderen auch, muss Ablenkung beim Essen deshalb tabu sein.

So geht’s:

  • Erste Regel, wenn man abnehmen will: sich hinsetzen, sich Zeit nehmen, nur essen und keine Ablenkung zulassen.
  • Kein Essen zwischen Tür und Angel, auch nicht im Stehen oder Laufen.
  • Schenken Sie dem Essen Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.
  • Achtsamkeit beugt schädlichem Verhalten wie Essen aus Langeweile oder übermässiges Essen vor.
  • Durch achtsames Essen sinken die Kalorienzufuhr und der Anteil fett-, salz- und zuckerhaltiger Nahrung automatisch.
  • Wer achtsam isst, kann den Alltagsstress viel leichter stoppen und den Augenblick bewusster erleben.
  • Essen in Gesellschaft verlangsamt das Esstempo und reduziert die Kalorienaufnahme.
  • Beobachten Sie schlanke Menschen beim Essen. Sie werden überrascht sein, wie einfach im Grunde genommen es ist, ohne starre Regeln das Essen zu geniessen und die Sättigung rechtzeitig zu spüren.
  • Machen Sie das Essen trotzdem nicht ständig zum Thema. Wer sich zu viel damit beschäftigt, macht nur noch mehr ein Problem daraus.
  • Lernen Sie, Essen wieder als etwas Angenehmes, Natürliches und Genussvolles zu erleben.

Fazit:

Dick oder nicht dick. Das hängt nicht nur davon ab, was man isst, sondern auch, wie man isst. Wenn Sie essen, dann machen Sie nur das, und nichts Anderes. Dafür mit voller Aufmerksamkeit und mit allen Sinnen.

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