Startseite » Themen » Acht gute Vorsätze

Acht gute Vorsätze

Acht gute Vorsätze für Ihre Gesundheit zum neuen Jahr. Und wie Sie diese am besten umsetzen.

2016 Happy New Year

Ich möchte mich mehr bewegen.

Das ist der beste und wirksamste Vorsatz für mehr Gesundheit überhaupt. Wichtig ist: Nicht Sport zählt in erster Linie, sondern die Bewegung im Alltag. Führen Sie ein unruhiges Leben. Jede Stunde weniger Sitzen ist ein Riesengewinn. Und jede Treppenstufe zählt wie drei normale Schritte.

Ich will ein paar Kilo abspecken.

Auch das ist ein guter Vorsatz, aber machen Sie bitte keine Diät, die auf Verzicht und massiver Kalorienbeschränkung beruht. Ändern Sie nur Dinge, die mit Ihrem Alltag auf lange Sicht vereinbar sind. Schon kleine Veränderungen beim Essen bringen viel. Denn meistens ist nur ein verhältnissmässig geringer Kalorienüberschuss für das Übergewicht verantwortlich. Beispiele für kleine Verhaltensänderungen: Verzicht auf Süssgetränke, Halbierung der Kohlenhydratportionen, keine Zwischenmahlzeiten mehr etc.

Ich möchte mich gesünder ernähren.

Dafür gibt es einfaches Rezept: Verzicht auf Fertigprodukte und nur noch möglichst unverarbeitete Lebensmittel essen. Am gesündesten ist die sogenannte Mittelmeerdiät: Jeden Tag reichlich Obst und Gemüse aller Art, und zwar bis zu einem Kilo pro Tag! Häufig Fisch und Geflügel, dafür weniger rotes Fleisch, hohe Zufuhr von Olivenöl, reichlich Nüsse, Hülsenfrüchte und faserreiche Getreideprodukte, wenig Süssigkeiten, wenig Butter und Rahm. Und ganz wichtig: Mit Freude und Genuss essen, und nicht stehend, sondern am Tisch als Ritual der Entspannung und Gemeinsamkeit.

Ich will weniger Alkohol trinken.

Die Grenze zwischen Genuss und Sucht ist schmal und rasch überschritten. Es gibt keine definierte Konsummenge, bei der jemand als abhängig gilt. Das Gefühl, nicht mehr auf Alkohol verzichten zu können, ist jedoch ein klares Zeichen. Typisch beim Übergang zur Abhängigkeit sind Bagatellisieren und Verheimlichen. Oder wenn man sich zu rechtfertigen beginnt. Machen Sie eine klare Trennung zwischen wichtigem und weniger wichtigen Alkohol. Zum wichtigen, gesundheitlich unbedenklichen Alkohol gehört das Glas Wein zum Anstossen und ein oder zwei Gläser zum Essen, aber nicht täglich. Unwichtig und gesundheitlich riskant sind das vierte Glas Wein, der Schnaps zum Kaffee und täglicher Alkoholkonsum.

Ich möchte weniger Tabletten schlucken.

Der weitaus grösste Teil der Medikamente wird gegen Störungen verschrieben, die schlicht und einfach selbstverschuldet sind. Das muss man einmal in aller Deutlichkeit sagen. Hoher Blutdruck, erhöhte Cholesterin- und Blutzuckerwerte sind in den seltensten Fällen Schicksal, sondern das Resultat einer jahrelangen, ungesunden Lebensweise. Kommt dazu, dass jemand umso mehr Tabletten verschrieben bekommt, je älter er wird. Zu den am häufigsten unnötig verordneten Substanzen gehören auch Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie Antidepressiva. Hier ist ein Umdenken erforderlich: Beschränkung auf das absolut Notwendige und Förderung von allen nur denkbaren nicht-medikamentösen Massnahmen sowie eine gesunde Lebensweise.

Ich will weniger krank sein.

Rund 200 Mal erkranken wir im Leben an einer Erkältung oder Grippe. Dabei sind sie nicht einfach Schicksal. Eine genügend hohe Luftfeuchtigkeit um die 50 Prozent sowie gut befeuchtete Schleimhäute der Atemwege sind der beste Schutz. Voraussetzung ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A und D. Besonders wichtig zur Vorbeugung von Erkältungen und Grippe ist auch regelmässiges Händewaschen. Und nicht zu vergessen ist die Grippeimpfung, die viel zu wenig angewendet wird. Wenn man dennoch eine Erkältung oder Grippe einfängt, erübrigen sich in den meisten Fällen sowohl ein Arztbesuch wie auch die Verschreibung von Antibiotika.

Ich will weniger Stress.

Über eine Million Arbeitnehmer in der Schweiz sind bei der Arbeit übermässig gestresst. Fast 20 Prozent der Erwerbstätigen fühlen sich emotional verbraucht. 40 Prozent machen zwar ihre Arbeit, sind aber nicht glücklich. Überlegen Sie sich, was Sie ändern können oder wollen: Respektierung von Leistungsgrenzen, keine Karriere um jeden Preis, ein bescheidenerer Lebensstandard, Teilzeitarbeit, dafür mehr Zeit für Familie und ausserberufliche Interessen, mehr emotionale Zufriedenheit. Setzen Sie sich in Ihrem Betrieb auch für eine Unternehmenskultur ein, die individuelle Entscheidungsspielräume und Eigenverantwortung fördert und von gegenseitigem Respekt und Empathie geprägt ist. Setzen Sie sich für den Abbau von unnötigen Sitzungen, von Multitasking und der Mailflut ein.

Ich will aufhören zu rauchen.

Nur einer von zehn Aufhörversuchen gelingt. Sie können die Erfolgschancen aber massiv erhöhen: Sich einen cleveren Plan zurecht legen, sich für jeden rauchfreien Tag belohnen, alle möglichen Versuchungen aus der Welt schaffen, das ganze Umfeld einbeziehen und zu Verbündeten machen, Alternativen für kritische Momente suchen und bereit halten, mit dem Arzt Möglichkeiten besprechen, die Entzugssymptome zu lindern, und sich durch einen eventuellen Misserfolg nicht entmutigen lassen. Ein möglicher Weg ist auch die allmähliche Reduktion der gerauchten Zigaretten. Zusammen mit mehr Bewegung zählt Rauchstopp zu den wirksamsten Investitionen in die Gesundheit.