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Achten Sie auf Ihr Herz

Fragen zum Blutdrucksenker, zur Herzinsuffizienz oder einfach zu ­einem furchterregenden Beipackzettel? Auch in Herz-Angelegenheiten gilt: Fragen Sie Ihren Apotheker.

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Ursula Steiner ist Apothekerin und Geschäftsführerin der Bernina-Apotheke von Topwell in Zürich. Fast täglich kommen Leute mit einem Rezept zu ihr, auf dem der Arzt etwas zur Schonung des Herzens aufgeschrieben hat. «Die meisten dieser Patienten werden wegen Bluthochdruck oder zu hoher Cholesterinwerte behandelt. Andere brauchen einen Blutverdünner. Und viele haben neben Herz-Medikamenten auch noch etliche andere Verschreibungen, auf die ich natürlich ein Auge werfe. Vor allem dann, wenn neue Medikamente hinzukommen. Die Crux ist: Nicht alle Medikamente vertragen sich miteinander. Und weil viele bei mehreren Ärzten in Behandlung sind, wissen diese nicht immer Bescheid, welche anderen Medikamente verschrieben wurden. Hier habe ich schon manchen Fehler verhindern können.» Worauf muss man achten? «Einzelne Substanzen schwächen sich gegenseitig ab, so dass die gewünschte Wirkung nicht erzielt wird. Andere verstärken die Wirkung und führen zu unerwünschten Effekten. Wiederum andere dürfen gar nicht miteinander kombiniert werden. Man muss jeden Fall ganz genau anschauen.»

Wir können gut helfen

Befolgen die Patienten die Einnahmeempfehlungen des Arztes oder hinterfragen sie auch gewisse Verschreibungen? Ursula Steiner: «Viele kommen einfach und geben das Rezept ab. Ob sie die Anweisungen des Arztes tatsächlich einhalten, können wir natürlich nicht kontrollieren. Immer mehr Patientinnen und Patienten wollen aber wissen, was es mit diesem oder jenem Medikament genau auf sich hat, und welche Nebenwirkungen zu erwarten sind. Wir Apotheker können da gut helfen. Wir sagen den Kunden auch, dass man nicht mit dem Nachbarn vergleichen darf, selbst wenn er die gleiche Krankheit hat, aber nicht die gleiche Behandlung erfährt. Was dem einen hilft, passt dem anderen nicht. Wir müssen auch erklären, dass es ein wenig Geduld braucht, bis sich der Körper auf einen Blutdrucksenker eingestellt hat oder sagen, dass der Arzt bei der Behandlung von Bluthochdruck manchmal ein wenig ausprobieren muss, bis er die passenden Substanzen gefunden hat. Dadurch steigt die Akzeptanz beim Patienten. In begründeten Fällen schicken wir die Leute auch zum Arzt zurück, damit er ihnen ein anderes Medikament verschreibt oder klären gleich direkt mit dem Arzt unsere Empfehlungen ab. Auch bei Polymedikation, wenn sich Medikamente gegenseitig nicht vertragen.»

«Einige fragen mich, was ich als Apothekerin von der Verschreibung des Arztes halte. Andere haben Fragen zum Beipackzettel. Wie jener Mann, der die möglichen Nebenwirkungen seines Blutdrucksenkers für gefährlich hielt. Gerade beim Beipackzettel können wir oft beruhigen. Da stehen viele Dinge drin, die dramatischer klingen als sie in Tat und Wahrheit sind. Was mir aber auffällt: In der Apotheke sagen die Leute Dinge, die sie beim Arzt nicht getrauen anzusprechen. Wenn ich merke, dass es wichtig ist, ermutige ich sie, mit dem Arzt darüber zu sprechen.»

Trend zur Pflanzenmedizin

Gibt es bei Herzproblemen auch einen Trend zur Pflanzenmedizin? «Oh ja. Immer mehr Menschen wünschen Arzneien aus der Natur. Es sind Leute, die unter Nebenwirkungen ihrer Medikamente leiden. Und solche, die noch gar nicht beim Arzt waren. Sie erkundigen sich, was man auf natürlichem Weg gegen einen leichten Bluthochdruck macht. Oder was man seinem Herzen Gutes tun kann. Weissdorn zur Stärkung des Herzens ist hoch im Kurs. Und Fischöl, um hohe Cholesterinwerte zu senken.»

Leute zur Selbstverantwortung motivieren

Was können Apothekerinnen und Apotheker grundsätzlich für die Herzgesundheit tun? Ursula Steiner: «Die Topwell-Apotheken bieten unter dem Titel ‹Achten Sie auf Ihr Herz› einige Dinge an. Wir messen den Blutdruck und zeigen den Leuten, wie sie ihn zu Hause selber messen können, damit keine falschen Resultate angezeigt werden. Auf Wunsch kann man bei uns auch seinen Blutzucker und sogar das Cholesterin messen lassen. Selbstverständlich legen wir auch das Messband an, um den Bauchumfang als Indikator für mögliches Übergewicht zu eruieren. Und wir haben eine ganz normale Körperwaage zur Hand. Unser Ziel ist es, die Leute zur Selbstverantwortung zu motivieren. Das geht beim Herz besonders gut, denn ganz viele Dinge haben die Leute selber in der Hand.»

Zusammenhänge aufzeigen

Können Sie ehrlich sein, wenn jemand an Bluthochdruck, Cholesterinämie und Diabetes erkrankt ist, weil er stark übergewichtig ist? «Da muss man zurückhaltend argumentieren, um die Leute nicht vor den Kopf zu stossen. Ich versuche ganz grundsätzlich den Zusammenhang zwischen Übergewicht und zu behandelnden Krankheiten aufzuzeigen. Ich frage auch, ob jemand raucht, wie viel er sich bewegt, was er isst und welche Angewohnheiten er hat.»

Welche konkreten Tipps haben Sie parat? Ursula Steiner: «Als Prävention beim Essen lieber ungesättigte Fettsäuren als gesättigte nehmen. Rauchen vermeiden, Stress reduzieren, täglich 10 000 Schritte tun. Falls es trotzdem zu erhöhten Werten kommt, den Blutdruck medikamentös senken, die Cholesterinwerte ins Lot bringen, den Diabetes gut einstellen. Und als Prävention am besten alles machen, damit es gar nicht zu erhöhten Werten kommt. Und bei allen Massnahmen das Augenmass nicht verlieren. Alle zehn Minuten den Blutdruck messen und nervös werden, wenn er einen Moment etwas höher ist, macht keinen Sinn. Blutdruckschwankungen während des Tages sind ganz normal.»

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