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Aufgepasst am Nachmittag

Wer Mitte Nachmittag auf der Skipiste unterwegs ist, hat ein erhöhtes Unfallrisiko. Um 14.30 Uhr passieren die meisten Unfälle.

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Das Bein gebrochen, das Handgelenk verstaucht oder die Bänder gezerrt – auf der Skipiste ist ein Unfall schnell passiert. Vor allem um 14.30 Uhr ist Vorsicht geboten. Jeder vierte Ski- oder Snowboardunfall ereignet sich Mitte Nachmittag. Das zeigt eine statistische Auswertung der Unfalldaten aller Unfallversicherer. «Zu dieser Zeit sind die Pisten stark befahren und folglich passieren auch mehr Unfälle», sagt Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport bei der Suva.

Ebenfalls überdurchschnittlich viele Unfälle auf Schweizer Skipisten passieren kurz vor dem Mittag. Um 10.30 Uhr ereignen sich 16 Prozent aller Ski- und Snowboardunfälle. Zum Vergleich: Nur eine Stunde vorher – um 9.30 Uhr – sind es gerade einmal sieben Prozent. Experten gehen auch hier davon aus, dass um 10.30 Uhr sehr viele Schneesportler auf den Pisten unterwegs sind. «Kurz vor Mittag können ausserdem bei den Frühaufstehern erste Ermüdungserscheinungen auftreten», begründet Aegerter den hohen Wert.

Fähigkeiten werden überschätzt

Ob Ermüdungserscheinungen oder stark befahrene Pisten – wer mit Snowboard oder Ski unterwegs ist, darf sich davon nicht ablenken lassen. «Kaum ein Sportler ist sich bewusst, dass bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h ein Reaktionsweg von beinahe zwölf Metern entsteht», so Aegerter. Und wenn die Konzentration fehlt, wird der Bremsvorgang noch länger.

Ein Grossteil der Unfälle passiert, weil Skifahrer und Snowboarder ihre Geschwindigkeit unterschätzen und ihre Fähigkeiten überschätzen. Deshalb appelliert die Suva an die Eigenverantwortung: Fahren Sie aufmerksam und passen Sie Ihr Tempo dem Können und den Verhältnissen an – damit Unfälle schon bald Schnee von gestern sind.

Tempomessungen am Firmenskitag

Die Suva will mit ihren Präventionsaktivitäten schützende Faktoren beim Ski- und Snowboardfahren verstärken, damit Schneesport­unfälle vermieden, Leid und Unfallkosten gesenkt werden können. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet die grösste Unfallversicherung unter anderem spezielle Module für Firmen an. Es ist im Interesse eines jeden Arbeitgebers, dass die schneesportbegeisterten Angestellten auch im Winter nach dem Wochenende wieder zur Arbeit erscheinen.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Präventionsaktivitäten der Suva unter www.suva.ch.

 

Suva_appIcon-cmyk_1_5App Slope Track

Die App Slope Track der Suva soll Skifahrer und Snowboarder sicher durch den Winter begleiten. Sie zeichnet die zurückgelegte Abfahrt, Höhendifferenz und die individuelle Geschwindigkeit auf. Dabei macht die App auf besondere Risiken aufmerksam. Der Schneesportler kann auch einfach Informationen über das gewählte Skigebiet und die FIS-Verhaltensregeln abrufen. Mit Slope Track kann jeder seine eigene Pistenfahrt reflektieren und damit einen Beitrag zum sicheren Schneesport leisten.

Die App Slope Track jetzt gratis down­loaden im Appstore und im Google Play Store.