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Aus Geldmangel nicht zum Arzt

pn[8NZH9EC] Schweizer Franken und Stethoskop

Jeder 10. Schweizer geht aus Armut nicht zum Arzt, wenn er krank ist. Dies zeigt eine von Hausärzten in der Romandie durchgeführte Studie.

Das Ergebnis erschreckt: in der reichen Schweiz gibt es Menschen, die vom hervorragenden Gesundheitssystem nicht profitieren können, weil ihnen schlicht und einfach das Geld fehlt. Gemäss einer neuen Studie, die von zwei Forschern zusammen mit 47 Hausarztpraxen und 2000 Patienten in der Westschweiz durchgeführt wurde, gehen rund 11 Prozent der Bevölkerung aus finanziellen Gründen nicht zum Arzt, wenn sie krank sind. Dabei hatte man mit der Einführung der obligatorischen Krankenversicherung im Jahr 1996 sicherstellen wollen, dass jeder Schweizer unabhängig vom Einkommen eine gute medizinische Grundversorgung in Anspruch nehmen kann.

Dass es in der Realität ganz anders aussieht, überrascht beim Blick auf die dauernd steigenden Krankenkassenprämien wenig: Viele Menschen können sich die hohen Prämien nur noch dann leisten, wenn sie die höchste Franchise wählen und auf sinnvolle Zusatzversicherungen verzichten. Betroffen sind vor allem die rund 580‘000 Schweizerinnen und Schweizer, die heute schon unter der Armutsgrenze leben, also weniger als 2550 Franken pro Monat verdienen.

Bei der Studie, die erst vor wenigen Tagen mit dem Forschungspreis des Kollegiums für Hausarztmedizin ausgezeichnet wurde, fand man auch heraus, dass selbst Schweizer mit einem Einkommen von über 9000 Franken im Monat aus finanziellen Gründen auf ärztliche Konsultation verzichten.

Dabei liessen sich die Gesundheitskosten auch im Krankheitsfall beeinflussen. Allein schon über die Wahl der Medikamente. Stichwort: Generika. Sie sind gleich wirksam, gleich gut, aber ungleich günstiger. Generika kosten im Schnitt rund 30 Prozent weniger als die Originalpräparate und in den meisten Fällen ist eine Umstellung auf die günstigere Alternative ohne Einschränkung möglich. Das Problem: viel zu wenige Konsumenten wissen das. In der Schweiz wird erst jedes zweite Originalmedikament durch ein Generikum ersetzt. Das Einsparpotential von Generika ist aber noch lange nicht ausgeschöpft. Schätzungen gehen von weiteren 180 Millionen Franken aus, die das Portemonnaie der Patienten entlasten könnten.

Zusammen mit Apotheken aus allen Landesteilen startet der führende Schweizer Generika-Anbieter Mepha Pharma AG deshalb eine Informationskampagne, um Patienten für einen Wechsel von einem Originalpräparat auf ein Generikum zu bewegen, und so einen Beitrag zur Eindämmung der horrenden Kosten im Schweizer Gesundheitswesen zu leisten. Auch der KHM-Forschungspreis wurde bereits zum neunten Mal von Mepha gestiftet.

 

Teenager_hochWeitere Informationen:

Mepha Pharma AG, Kirschgartenstrasse 14, 4010 Basel

www.mepha.ch