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Beckenbodentraining mit dem Minitrampolin

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„Schadet das Training auf dem Minitrampolin dem Beckenboden?“ fragt eine Leserin. „Das Gegenteil ist der Fall“, lautet die Antwort von Dr. Peter Schnorr von der SportClinic Zürich.

„Ich bin eine begeisterte Trampolinbesitzerin. Ich jogge sanft und swinge. Nun hat mein Frauenarzt mich gewarnt wegen dem Beckenboden. Ich war der Meinung, dass das Trampolin auch zur Stärkung des Beckenbodens gut sei. Vor 20 Jahren musste ich die Gebärmutter entfernen lassen, und zugleich wurde auch die Blase wieder „geliftet“. Ich habe vier Kinder. Was stimmt jetzt? Das Trampolin deswegen in den Keller zu stellen, wäre für mich ein Verlust.“

SchnorrDas sagt Sportarzt Dr. Peter Schnorr von der SportClinic Zürich: „Man muss unterscheiden zwischen professionellem Trampolinspringen, das mit sehr hohen Belastungen für den Beckenboden einhergeht, und sanften Bewegungen auf dem Minitrampolin, das den Beckenboden kräftigt. So ist bekannt, dass bei Leistungstrampolinspringerinnen in bis zu 80 Prozent der Fälle nach Jahren eine Inkontinenz auftritt. Beim Minitrampolin ist das aber nicht zu erwarten, da hier keine hohen Gravitationskräfte wirken, besonders, wenn man so schonend und sanft trainiert wie die Leserin es beschreibt. Es gibt eine interessante Dissertationsarbeit aus dem Jahr 2012 zum Thema Minitrampolin. Die durchgeführten Analysen zeigen eine deutliche reflektorische Aktivität der Beckenbodenmuskulatur sowie der haltungsstabilisierenden Muskulatur. Bei aktiver Stabilisierung auf dem Minitrampolin ist eine deutliche Zunahme der Aktivität aller Muskeln zu verzeichnen. Die Daten sind in dieser Studie mittels Elektromyogramm erfasst und statistisch zu verschiedenen Einflussfaktoren wie Körpergewicht oder Alter etc. analysiert worden. Somit kann das Minitrampolin auch für die Verbesserung der Beckenbodenmuskulatur empfohlen werden.“

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