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Blitzableiter für den Schmerz

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Ob schul- oder komplementärmedizinisch, ob chronisch oder akut: Die beiden Topwell-Apotheker Lea Broggini und Gilberto Boazzo verraten ihre besten Rezepte gegen die häufigsten Schmerzen.

Massage oder Wärmepflaster, wenn es in Schulter und Nacken brennt? Aspirin oder Arnikasalbe, wenn der Tennisarm sich wieder meldet? Paracetamol oder ätherische Öle, wenn beim Wetterumschwung der Kopf wehtut? In der Apotheke kommt alles zusammen. «Kopfschmerzen stehen bei unseren Kundinnen und Kunden an erster Stelle», sagt Gilberto Boazzo, Geschäftsführer der Topwell-City-Apotheke in Dübendorf ZH. «Treten sie gelegentlich auf, lassen sie sich durch Schmerztabletten lindern oder beseitigen. Der Wirkstoff Paracetamol nimmt den Schmerz, Acetylsalicylsäure, Diclofenac oder Ibuprofen haben zusätzlich eine entzündungshemmende Komponente. Mit der Zeit merkt der Kunde, welche Substanz in welcher Dosis bei ihm am besten wirkt. Man muss da ein bisschen probieren. Falls ein Schmerzmittel zu schwach ist, lassen sich auch zwei kombinieren. Aber Vorsicht: nicht alle. Wir Apotheker wissen, welche es sind. Auch wenn ein Kunde andere Arzneimittel – ob vom Arzt verschriebene oder selbst gekaufte – einnimmt, machen wir einen Interaktionen-Check, denn auch hier gilt: nicht alles passt zusammen.»

Lea Broggini, Geschäftsführerin der Apotheke Dr. Russenberger in Pfäffikon ZH: «Bei Kopfschmerzen können Roller mit Minzextrakt oder ätherischen Ölen zusammen mit den üblichen Schmerztabletten rasch Linderung verschaffen. Bei Spannungskopfschmerz habe ich mit homöopathischen Mitteln wie Kopfweh-Globuli von Similasan gute Erfahrungen gemacht, sofern diese gleich zu Beginn der Verspannung eingenommen wurden. Einige unserer Kunden schwören auf Magnesium Phosphoricum, das ist die Nr. 7 von Schüssler. Sie wirkt als ‹heisse Sieben› krampflösend bei migräneartigen Kopfschmerzen und – in Kombination mit einem Schmerzmittel – auch sehr rasch.»

Bei Arthrose und chronisch-entzündlichen Erkrankungen

Viele Kunden suchen auch den Rat der Apothekerin oder des Apothekers, wenn es um Arthrose geht. Lea Broggini: «Morgensteifigkeit, Sand im Getriebe, Anlaufschmerzen. So beschreiben die Kunden ihre Beschwerden. Ihnen empfehle ich die tägliche Einnahme von Chondroitin- und Glucosaminsulfat, um den Knorpelabbau zu stoppen. Beide Substanzen sind natürlich und werden sehr gut vertragen. Da eine Wirkung meist erst nach acht Wochen zu erwarten ist, kann ein entzündungshemmendes Schmerzmittel lokal oder oral als Ergänzung helfen. Wir stellen in der Apotheke selber eine Wallwurz-Arnika-Salbe und eine Teufelskrallen-Wallwurz-Salbe her, die schon vielen unseren Kunden bei Arthrose-Schmerzen geholfen haben. Auch Hagebutten-Extrakte sind eine gute Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin.» Mit Sehnenscheidenentzündung kommen etliche Kunden in die Apotheke. Lea Broggini: «Zuerst sollte das Gelenk wie bei Zerrungen, Verstauchungen und Überdehnungen mit Bandagen ruhiggestellt und stabilisiert werden. Dann würde ich den Körper mit einem Basenmittel entsäuern und entschlacken. Das hilft auch bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Ebenso hilfreich sind die Schüssler Salze Nr. 9 und Nr. 10. Selbstverständlich muss auch hier je nach Situation mit einem Schmerzmittel kombiniert werden. Bei akuten Schmerzen empfehle ich gerne Arnika-Globuli. Damit habe ich bei meinem 3-jährigen Sohn schon unglaubliche Resultate und Heilungen gesehen. Arnika hilft auch bei Muskelkater.» Gegen rheumatische Beschwerden empfiehlt Lea Broggini eine Kombination von Entzündungshemmern und Wärme. «Bäder mit Dul-X oder Perskindol, entsprechende Salben oder Wärmepflaster mit Kräuterextrakten sind wohltuend.»

Stärkung der Muskulatur gegen Rückenschmerzen

Unter Rückenschmerzen leiden viele Kundinnen und Kunden. Wenn sie eine Folge der Menstruation sind, nützen Schmerztabletten mit Ibuprofen am besten, weiss Gilberto Boazzo. Sein persönlicher Tipp: «Ergänzen Sie die Therapie doch mal mit einem speziellen Wärmepflaster, mit einem Menstruations-Tape oder mit einem durch Vibration schmerzlindernden Tampon. Ein Versuch lohnt sich. Gerne beraten wir Sie in der der City-Apotheke.» Haben die Rückenschmerzen jedoch eine andere Ursache und kommen sie direkt aus dem Umfeld der Wirbelsäule, setzt Gilberto Boazzo auf die Stärkung der Muskulatur. «Der Rückenschmerz birgt die Gefahr eines Teufelskreises: Verspannung und Schmerz führen zu Immobilität; eine durch Immobilität geschwächte Rückenmuskulatur wieder zu Verspannung und Schmerz. Wer seine Rückenmuskulatur stärkt und beweglich hält, kann diesen Teufelskreis durchbrechen oder rechtzeitig vorbeugen.»

Schmerz entsteht nicht aufgrund eines Schmerzmittelmangels

Der Apotheker nimmt in jedem Fall seine Triagefunktion wahr: Sind die Schmerzen akut, ist deren Ursache bekannt und sind die Schmerzen voraussichtlich nur vorübergehend, kann er selber eine Therapieempfehlung abgeben. Wenn der Schmerz als Symptom mit unbekannter Ursache vorkommt, oder wenn die Beschwerden schon längere Zeit bestehen und eine Behandlung nicht anschlägt, empfiehlt er eine Arztkonsultation. Treten Gefühlsstörungen oder Lähmungserscheinungen auf, ist ebenfalls ein Arztbesuch angezeigt. Gilberto Boazzo: «Die Kundinnen und Kunden kommen dann mit einem Rezept in die Apotheke zurück. Die meisten erkundigen sich bei uns nach weiteren Möglichkeiten zur Behandlung ihrer Schmerzen und wünschen Zusatzempfehlungen: ‹Was kann ich sonst noch dagegen tun? Was können Sie mir als Alternative empfehlen? Kann ich etwas anderes ausprobieren?› Hier können die Apothekerin oder der Apotheker ihre ganze Erfahrung und ihr ganzes Wissen einbringen.»

Habe ich Schmerzen, weil ich sauer bin? Schmerzen können unseren Alltag regelrecht zur Tortur werden lassen. Glücklicherweise stehen uns diverse schmerz- und entzündungshemmende Mittel zur Verfügung, die uns kurzfristig helfen können. Doch Schmerz entsteht definitiv nicht aufgrund eines Schmerzmittelmangels im Körper.

Damit unser Körper gut funktioniert, muss er den Säure-Basen-Haushalt optimal regulieren können. Wenn im Stoffwechsel aber langfristig zu viele Säuren entstehen, stossen unsere Puffersysteme und Kompensationsmechanismen an ihre Grenzen. Es entsteht eine chronische Übersäuerung der Gewebe, welche Ursache von entzündlichen Schmerzsituationen sein kann.

So können anhaltende Rückenbeschwerden zum Beispiel ein Zeichen einer langjährigen Übersäuerung sein. Auch Knie-, Schulter und Nackenschmerzen sind oft auf eine Regulationsstörung im Säure-Basen-Haushalt zurückzuführen. Nicht ausreichende Bewegung, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Schwächen der Leber- und Verdauungsfunktion, chronische Stressbelastung wie auch falsche Ernährung mit zu wenig basischen Nahrungsmitteln können Ursache einer Übersäuerungssituation sein. Ein Basenpulver mit einer ausgewogenen Kombination von basischen Mineralsalzen und Spurenelementen geht den Ursachen von Schmerzsituationen auf den Grund. Es hilft, den Säure-Basen-Haushalt im Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen und das übersäuerte Gewebe zu entsäuern. Schmerzen im Bewegungsapparat werden gelindert und die physiologische Regulation des Körpers wird wieder aufgebaut.

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