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Blutverdünnung hilft auch betagten Menschen

Auch sehr alten Patienten mit Vorhofflimmern sollte man blutverdünnende Medikamente nicht vorenthalten, um sie vor Schlaganfällen zu schützen. Die Vorteile sind sogar noch grösser als bei jüngeren Personen.

Blutverdünnung betagter Mensch

Die Sorge um erhöhte Blutungskomplikationen hält viele Ärzte davon ab, sehr alten Menschen mit Vorhofflimmern Blutverdünner zu verschreiben. Den Patienten tut man damit aber keinen Gefallen. Das zeigen neue wissenschaftliche Daten. Im Gegenteil. Die Ältesten profitieren am meisten von einer medikamentösen Schlaganfallprophylaxe. Insbesondere übersteigt der absolute Nutzen bei den Menschen über 80 das Blutungsrisiko bei weitem, folgern die Autoren einer grossen Studie.

Oft verschreiben Ärzte anstatt Blutverdünner Plättchen hemmende Medikamente, in der Meinung, sie würden ihre Patienten dadurch einem geringeren Blutungsrisiko aussetzen. Das sei ein Trugschluss, kommentieren die Autoren. Plättchenhemmer sind nicht nur weniger effektiv, sondern sie sind nicht mal sicherer als die modernen Blutverdünner.

Die Studienautoren verlangen in der ÄrzteZeitung von ihren Kollegen ein Verschreibungsverhalten, das den wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Die neuen oralen Blutverdünner seien heute klar die Mittel der Wahl zur Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern, und das unabhängig vom Alter.