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Brot ist kein Dickmacher

Aeschbacher-Diät Lektion 100. Viele Menschen, die abnehmen möchten, machen um Brot einen grossen Bogen. Zu Unrecht.

Vollkornbrot

Brot wird zu Unrecht als Dickmacker verschrien. Mit seinen komplexen Kohlenhydraten, besonders in der Vollkornvariante, sorgt es für eine lang anhaltende Sättigung. Lediglich zwei bis vier Prozent der Kohlenhydrate im Brot sind einfache Zucker. Brot ist deshalb eine hervorragende Quelle für wertvolle, langkettige Kohlenhydrate.

Zwar befindet sich der Kohlenhydratverzehr des Durchschnittsschweizers innerhalb der gewünschten Bandbreite von 45 bis 55 Prozent der benötigten Gesamtenergie. Leider stammt aber nahezu die Hälfte aus Zucker statt aus nahrungsfaserhaltigen Stärkelieferanten. Das lässt sich durch vermehrten Konsum von Getreide und Brot verbessern, bei gleichzeitiger Reduktion von gezuckerten Lebensmitteln.

Brot liefert Proteine und Nahrungsfasern

Brot versorgt uns auch mit wertvollem pflanzlichem Eiweiss. Es ist nach Fleisch und Milch unser drittwichtigster Eiweisslieferant; 15 bis 20 Prozent des täglichen Proteinbedarfs werden durch Brot gedeckt. Getreide kombiniert mit Milch und Milchprodukten gewährleistet deshalb eine optimale Proteinversorgung.

Dank der Nahrungsfasern, die besonders reichlich im Vollkornbrot vorkommen, steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam an, bleibt aber längere Zeit konstant. Brot sättigt deshalb langanhaltend. Brot ist zudem sehr wichtig für die Versorgung mit den Vitaminen der B-Gruppe. Wie die Vitamine befinden sich auch die Mineralstoffe in den Randschichten des Getreidekeimlings. Ihr Anteil schwankt je nach Brotsorte. Vollkornbrot enthält deshalb die meisten Mineralstoffe und Spurenelemente.

Der Energiegehalt von Brot liegt bei 240 Kilokalorien pro 100 g. Der durchschnittliche Brotkonsum der Schweizer Bevölkerung von 135 g pro Tag entspricht ungefähr 10 Prozent der täglichen Energieaufnahme. Vollkornbrote haben einen etwa 15 Prozent niedrigeren Energiegehalt als Weiss- oder Halbweissbrote.

Die Beläge oder die Zutaten sind das Problem

Brot selbst macht nicht dick. Der Belag oder die Zutaten sind meistens das Problem. Wer sein Brot regelmässig mit Salami, reichhaltigem Käse oder einer dicken Schicht Butter bestreicht, muss sich nicht wundern, wenn er zunimmt. Im Gegenteil kann Vollkornbrot sogar beim Abnehmen helfen. Der hohe Fasergehalt sorgt dafür, dass die Stärke im Brot nur langsam verdaut wird. Der Blutzuckerspiegel bleibt konstant und verhindert eine Heisshungerattacke.

Achtung: Nicht jedes dunkle Brot ist automatisch ein Vollkornbrot und damit gesünder. Einige Brotsorten werden lediglich durch Malzverbindungen dunkel eingefärbt. Das ist erlaubt, macht aber das Brot nicht wertvoller. Auch eine knusprige Kruste und oder ein paar Körner auf der Oberfläche sind kein Garant dafür, dass wir uns etwas Gutes tun. Wichtig sind die Inhaltsangaben. Achten Sie darauf, dass Vollkornmehl an erster Stelle steht.

Weitere Infos: www.schweizerbrot.ch

So geht’s:

  • Brot wird oft als Dickmacher abgestempelt. Aber gerade Getreideprodukte gehören auf die Empfehlungsliste gesunder Nahrungsmittel. Brot macht also nicht dick. Dick macht ein ungünstiges Essverhalten.
  • Brot ist eine hervorragende Quelle von komplexen, langsättigenden Kohlenhydraten und von wertvollem pflanzlichem Eiweiss.
  • Getreide ist einer der wichtigsten Lieferanten von Ballaststoffen: 35 Prozent der täglich verzehrten Nahrungsfasern stammen aus Weizen, Reis, Dinkel, Mais, Roggen, Gerste und Hafer.
  • Die Geschwindigkeit der Kohlenhydrataufnahme hängt stark von der Zusammensetzung des Brotes ab. Brot mit einem hohen Weissmehlanteil enthält viel leicht verdauliches Getreide. Die Kohlenhydrate werden schneller resorbiert und sorgen für einen hohen und rasch wieder abfallenden Blutzuckerspiegel.
  • Anders verhält es sich bei Vollkornprodukten. Sie enthalten viele Nahrungsfasern, welche die Geschwindigkeit der Kohlenhydrataufnahme reduzieren.
  • Schneiden Sie das Brot in dünne Scheiben. Zwei dünne sättigen besser als eine dicke, die genau gleich schwer ist.
  • Toastbrot ist nur mit Zurückhaltung zu empfehlen. Es enthält mehr Fett, Zucker und Zusätze, damit es länger haltbar ist.
  • Wer nur helles Brot mag, isst nichts Schlechtes. Gerade ältere Menschen vertragen Vollkornbrot oft schlecht. Die fehlenden Nahrungsfasern sollten jedoch durch Gemüse, Obst oder Hülsenfrüchte aufgenommen werden.
  • Vollkornbrot kombiniert mit fettarmen, eiweisshaltigen Beilagen wie mageres Fleisch, magerer Käse, Quark, einem Ei, Gemüse oder Salat eignet sich hervorragend für eine vollwertige, schlanke Mahlzeit, die den Insulinspiegel nur sehr moderat ansteigen lässt und damit sehr lange sättigt.

Fazit:

Nicht das Brot ist das Problem, sondern der unnötige Zucker. Denn Brot versorgt uns mit lang sättigenden Kohlenhydraten, wertvollem Eiweiss, Nahrungsfasern, Vitaminen und Mineralstoffen. Brot macht deshalb nicht dick, sondern hilft beim Abnehmen, ganz speziell das Vollkornbrot.

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