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Danke Engel

Manchmal braucht es nicht viel, damit der Himmel auf Erden wahr wird. Bei Yvonne Ribaux aus Gross war es eine simple Bemerkung bei einer Bestellung. Eine wunderbare Geschichte über Motivation, Abnehmen und Selbstachtung.

Yvonne Ribeaux

Bei der Bestellung für das Aeschbacher-Diät-Buch 2 erwähnte ich, dass ich im letzten Jahr mit dem ersten Buch neun Kilo abgenommen hatte. Leider liess ich es aus verschiedenen Gründen wieder etwas schlittern. Dann kontaktierte mich eine Frau Brändli. Ich dachte, sie wäre vom Bestellservice. Umso überraschter war ich, als sie nach Details zu meinem Erfolg fragte. Sie sei zuständig für Leserfragen, erklärte sie mir.

Da ich im Moment viel um die Ohren habe, wollte ich zuerst nicht näher darauf eingehen und das Telefon rasch beenden. Irgendwie kamen wir trotzdem ins Gespräch. Ich wusste schon Vieles, aber es hielt mich immer etwas davon ab es umzusetzen.

Meine jüngste Tochter hatte sich für sieben Monate auf den Weg nach Kenia gemacht. Statt mir ständig Sorgen um sie zu machen, hatte ich beschlossen, mich ebenfalls auf etwas Neues in meinem Leben zu fokussieren. Auch ich wollte noch etwas verändern. Da war doch noch das Abnehmen. Jetzt oder nie. Ich kaufte das Buch „die Aeschbacher-Diät“ und begann zu lesen. Tag für Tag ein Kapitel. Es liest sich so einfach, und es ist irgendwie packend.

Die Übungen an den Geräten begannen richtig Spass zu machen

Ich meldete mich im Fitnesscenter an, was ich dann am Abend bereits wieder bereute. Am anderen Tag war es mir aber doch zu peinlich abzusagen. Ich dachte, ich geh da mal hin und sage dann, dass es doch nichts für mich ist. Weit gefehlt. Ich wurde sehr freundlich empfangen. Nach Ernährungsberatung, Fett- und Muskelmessung sowie der Frage nach meinem Ziel wurde gestartet. Die Übungen an den Geräten begannen richtig Spass zu machen. Nun war ich dabei. Es gab kein Zurück mehr. So manches Mal hätte ich gestreikt, wäre der Termin nicht fix gewesen.

Als nach zwei Wochen das Gewicht zu purzeln begann, sich mein Körper richtig fit und wohlgeformter anfühlte, wollte ich auch einen solchen Schrittzähler, wie ihn die Anderen hatten. Nur mal so zum Spass, dachte ich. Ich will mich doch nicht zum Sklaven machen. Erneut lag ich daneben. Er weckte meinen Ehrgeiz. Und so strampelte ich manchmal am Abend auf meinem Rebounder, nur um die fehlenden 450 Schritte bis zu den 10’000 noch zu schaffen. Dazu joggte ich zwei Mal pro Woche 30 Minuten dem Bach entlang. Es begann Freude zu machen, und ich war stolz auf mich.

Ich habe mir ein ganzes Teesortiment angelegt

Statt jeden Morgen meinen geliebten Latte Macchiato zu trinken, beschränkte ich mich auf zwei bis drei Mal pro Woche. Dafür gab es einen Espresso, und dies auch noch ohne Zucker. Nach kurzer Zeit hatte ich mich daran gewöhnt. Ich könnte ihn nie wieder mit Zucker trinken. Wenn ich aufstehe, bereite ich mir als erstes ein grosses Glas Tee zu. Ich habe ein ganzes Teesortiment angelegt. Täglich freue ich mich auf mein heisses Müesli. Ein wenig Wasser in die Pfanne, eine Hand voll grobe Vollkornhaferflocken beigeben, dazu viele Himbeeren und zwei bis drei frische oder gefrorene Aprikosen. Etwas Honig, manchmal wenig Zucker und Ingwer dazu. Alles kurz aufkochen und mit Cashewnüssen servieren. Mmm so fein, eine wahre Freude. Zwischenmahlzeiten brauche ich somit keine mehr.

Als meine Tochter zurückkam, hatte ich mein Ziel erreicht. Acht Kilos weniger. Dann begannen die Ferien, und ich erneuerte das Abo nicht mehr. Später vielleicht, dachte ich.

Tanja Brändli fragte mich nach meinem Schrittzähler. Ja, den habe ich noch. Er liegt in einer Schublade. Ein Minitrampolin besitze ich auch. Eine weiche, weisse Decke und ein Lammfell verzieren es. Sieht ganz hübsch aus. Manchmal wippe ich ein bisschen darauf und kann dabei loslassen. Tanja Brändli erzählte mir, dass sie seit Jahresbeginn 2015 viel abgenommen hatte. Das Trampolin sei ihr liebstes Gerät. Es ist der beste Fettverbrenner, hörte ich sie fröhlich sagen. So, jetzt hatte sie mich aber erwischt. Die Motivation kroch langsam in mir hoch. Viel zu viel schleppe ich ständig mit mir rum. Mein Kopf ist voll. Meine Gesundheit kommt zu kurz. Ich selber gehe dabei ganz vergessen.

Jeans in Grösse 40 statt 44

Sie kommen mir vor wie ein Engel, sagte ich zu Tanja Brändli. Ich will wieder etwas für mich tun. Eigentlich tat es mir gut, das Joggen am Fluss entlang und über die Felder mit Blick auf den Sihlsee. Ich konnte immer soviel Kraft tanken in der Natur. Es fühlte sich auch so herrlich an, wieder Jeans in Grösse 40 statt 44 zu tragen. In den letzten drei Monaten hatte ich fast zwei Kilos zugenommen. Fertig – Schluss! Ich holte den Schrittzähler hervor – und ab auf’s Trampolin. Das tat gut. Einfach nur mal wippen und sich strecken. Spüren, wie sich mit jedem Auf und Ab die Muskelverspannungen lösen. Der Nacken dankte es mir sofort. Ich spürte, wie die Energie wieder kam und mit ihr eine grosse Portion Lebensfreude. Ich habe es verdient. Danke Engel und bereite noch vielen so viel Freude.