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Das Märchen vom kalorienfreien Essen

Aeschbacher-Lektion 195. Ist Konjak das neue Abnehmwunder? Nein, Scheitern ist programmiert. Denn Plunder ohne Kalorien und Nährstoffe will der Körper nicht.

Konjak

Sie heissen Shirataki, die Nudeln aus dem Mehl der Teufelszunge, genauer aus ihrer Knolle, einer Pflanze, die ursprünglich aus Südostasien stammt und in Japan und China sehr verbreitet ist. Die Nudeln sind – sagen wir es höflich – geschmacksneutral. Das geschmacklose glibberige, durchsichtige Zeug könnte man auch ganz einfach „grusig“ nennen. Das einzig Positive: Sie sind fast frei von Kalorien.

Sättigung von kurzer Dauer

Aber ganz ehrlich – wo bleibt der Genuss? Macht das Essen so noch Spass? Ist das der Preis fürs Abnehmen? Die Konjak-Wurzel besteht aus Wasser und Ballaststoffen, nichts weiter. Das heisst aber, sie enthält praktisch kein Eiweiss, kaum Vitamine und fast keine Mineralstoffe. Zwar führen die vielen Ballaststoffe zu einer raschen Sättigung. Sie ist aber nur von kurzer Dauer. Der Körper lässt sich nicht so schnell austricksen. Hat er einmal gecheckt, dass das Sättigungsgefühl ausschliesslich auf der Zunahme des Magenvolumens beruht, wird er schnell nach mehr verlangen. Langfristig verschwindet das Hungergefühl nur dann, wenn der Organismus alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Und von denen hat es in Konjak schlicht keine oder fast keine.

Eine gesunde Ernährung ist bei weitem sinnvoller als eine kalorienfreie Kost. Ohne nährstoffreiche Lebensmittel geht es nicht. Die gesündeste Alternative im niedrigen Kalorienbereich ist und bleibt das Gemüse. Gurke, Sellerie, Mangold, Spargel und Spinat haben alle weniger als 20 Kilokalorien pro 100 Gramm und sind im Gegensatz zur Konjak-Wurzel erst noch reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

So geht’s:

  • Die Konjak-Wurzel ist sehr reich an Ballaststoffen und praktisch kalorienfrei.
  • Die Polysaccharide der Knolle können enorme Wassermengen binden und quellen dadurch auf das x-fache ihres Volumens auf.
  • Weil die Konjak-Wurzel über die reine Quellfähigkeit hinaus kaum Nährstoffe liefert, hilft sie kaum beim Abnehmen.
  • Weil Konjak-Erzeugnisse praktisch keinen Eigengeschmack haben, verleiten sie zum Hinzufügen von fett- und zuckerreichen Speisen und Saucen.
  • Allenfalls kann man Produkte aus Konjak dazu verwenden, um Gerichte zu strecken bzw. ihre Kaloriendichte zu reduzieren.
  • Auf keinen Fall sollte Konjak ein regelmässiger Bestandteil der Ernährung werden.
  • Da Konjak-Erzeugnisse weder Energie liefern noch andere wichtige Nährstoffe enthalten, riskiert man eine Fehlernährung.

Fazit:

Lebensmittel ohne Kalorien gibt es nicht. Produkte aus Konjak-Mehl mögen zwar hin und wieder eine überraschende Nuance in den Speiseplan bringen, als systematische Strategie gegen Übergewicht eignen sie sich jedoch in keiner Art und Weise.

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Aeschbacher Diät Buch13.1.16 II