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Das Rezept bei Arthrose

Jahrelang warten und auf die Zähne beissen bringt nichts. Gegen Arthrose-Schmerzen gibt es etwas Besseres.

Arthrose Knie

Altbekannte Hausmittel können bereits Linderung bringen. Sowohl ein Cold Pack aus dem Eisschrank als auch ein Kirschsteinkissen aus dem Ofen kommen in Frage. Entzündungshemmende Salben, Patches und selbst Tabletten, wenn sie nur für eine kurze Zeit eingenommen werden, sind gute Behandlungsoptionen. Es geht vor allem darum, den Schmerz zu minimieren oder ganz auszuschalten, denn wer Schmerzen hat, belastet seine Gelenke falsch. Zu den bestehenden Fehlhaltungen kommen so neue, die wiederum zu Verspannungen, Abnutzung und Schmerzen führen.

Beginn meist am Knorpel

Arthrose bedeutet Gelenkverschleiss und beginnt meist am Knorpel. Letzterer nutzt sich über die Jahre hinweg ab, wird rissig und spröde, so dass er seine Dämpfungs- und Gleitfunktion nicht mehr ausreichend wahrnehmen kann. Irgendwann treffen harte Knochen schutzlos aufeinander. Das kann höllisch wehtun, insbesondere wenn das Gelenk stark entzündet ist.

Man muss nicht 65 Jahre alt sein, um Arthrose zu bekommen. Schon mit 30 klagen einige über Probleme in Hüfte, Knie oder Fingergelenken. Ab 50 steigt das Arthrose-Risiko deutlich an. Frauen haben Arthrose häufiger im Knie und in den Fingergelenken, Männer eher in der Hüfte. Typisch für Arthrose sind die Anlaufschmerzen nach dem Aufstehen am Morgen oder nach längerem Sitzen. Der Schmerz klingt in Bewegung zwar ab, tritt aber über mehrere Wochen immer wieder auf.

Auf keinen Fall ruhig stellen

Arthrose-Gelenke dürfen auf keinen Fall ruhig gestellt, sondern müssen geschmeidig bewegt werden. Belasten, aber nicht überlasten, lautet der Rat. Bekommt man den Schmerz nicht innerhalb von ein bis zwei Wochen in den Griff oder tritt er nach kurzer Zeit erneut auf, sollte man zum Arzt gehen. Er wird abklären, ob die Symptome tatsächlich von einer Arthrose kommen oder ob eine schlimmere entzündlicherheumatische Erkrankung dahintersteckt. Im Fall von Arthrose wird der Arzt ganz individuell Massnahmen verordnen: Gewicht reduzieren bei Übergewichtigen, um die Belastung der Kniegelenke zu verringern, Physiotherapie, um Fehlhaltungen zu korrigieren; eventuell zusammen mit Wassergymnastik und Krafttraining, um die Muskeln zu stärken und so die Gelenke zu entlasten. Auch Einlagen verwenden und gutes Schuhwerk tragen, das die Schläge auf die Gelenke abfedert, können Bestandteil der Basisbehandlung sein.

Wirkstoff verlangsamt oder stoppt Gelenkverschleiss

Der Arzt wird gleichzeitig versuchen, den noch vorhandenen Knorpel so gut wie möglich und so lange wie möglich zu erhalten. Chondroitinsulfat ist hier das Mittel der Wahl. Studien haben gezeigt, dass der Wirkstoff nicht nur den Gelenkverschleiss verlangsamt oder stoppt, sondern auch Schmerzen und Entzündungen verringert. Die Effekte treten aber nicht sofort ein, sondern erst nach längerer Therapie. Grund hierfür ist vermutlich der langsame Stoffwechsel des Knorpels. Durch Bewegung lässt er sich allerdings etwas ankurbeln.

 

Kniearthrose in Text

 

 

 

 

 

 

Arthrose im Kniegelenk: Der Gelenkspalt ist nur noch sehr schmal. An einer Stelle treffen bereits Knochen aufeinander. Ein deutliches Zeichen, dass der Knorpel fast komplett abgetragen ist.