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Das Trio bei Heuschnupfen

Wann muss man mit Heuschnupfen zum Arzt und was kann man selber tun? Topwell-Apothekerin Annina Heuss gibt Auskunft.

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Gerötete Augen, triefende Nasen, Hautausschläge, Niesreiz. Annina Heuss ist seit 13 Jahren Apothekerin. Seit zwei Jahren leitet sie die Topwell-Apotheke am Lindenplatz in Allschwil BL. Tausende Patientinnen und Patienten hat sie schon gesehen. «Immer mehr Menschen kommen mit Lebensmittelallergien, allergischem Asthma und am allermeisten mit Heuschnupfen zu uns. Kinder und Erwachsene sind gleichermassen betroffen.»

«Wir sehen es auch anhand der Rezepte, die von den Ärzten ausgestellt werden. Fast jeder Zehnte über 60-Jährige betritt irgendwann wegen Heuschnupfen eine Apotheke. Tendenz steigend. Selbst späte Neuerkrankungen sind nicht selten, obwohl 80 Prozent der Heuschnupfen-Patienten erste Symptome vor dem 30. Altersjahr haben. Nicht in jedem Fall ist ein Arztbesuch nötig. Uns Apothekerinnen und Apothekern steht ein sehr wirksames Trio an Massnahmen zur Verfügung.»

Kontakt vermeiden

Erste Massnahme: Kontakt vermeiden. Annina Heuss: «Die tränenden Augen mit einer Sonnenbrille schützen und in der Nase mit speziellen Salben eine Barriere errichten. Salzwasserlösungen eignen sich zum Ausspülen der Pollen. Was auch hilft: Pollen­gitter in die Fensterrahmen einbauen und am Abend immer die Haare waschen, damit man die Pollen nicht auf dem Kopfkissen verteilt. Kleider über Nacht nicht im Schlafzimmer liegen lassen. Und: Fenster beim Schlafen geschlossen halten. In der Nacht ist der Pollenflug am stärksten.»

Symptombehandlung

Zweite Massnahme: Symptombehandlung. «Es gibt Antihistaminika zum Einnehmen. Histamin spielt als Botenstoff im menschlichen Körper eine zentrale Rolle bei der Auslösung allergischer Reaktionen. Die neuste Generation dieser Medikamente ist rezeptfrei und macht nicht müde. Tabletten wirken gegen alle Heuschnupfen-Symptome gleichzeitig. Zur lokalen Anwendung eignen sich Histaminblocker in Nasensalben und in Augentropfen. Prophylaktisch kann man mit Mastzell-Stabilisatoren arbeiten. Sie verhindern eine übermässige Ausschüttung von Histamin. Derartige Mittel muss man vier Wochen vor dem Pollenflug nehmen. Alternativ können homöopathische, spagyrische oder antroposophische Mittel sowie Schüssler Salze Linderung bringen. Lassen die Symptome nicht nach, kommen verschreibungspflichtige pflanzliche Mittel aus Pestwurz oder kortisonhaltige Medikamente zum Zug. Dafür schicke ich die Betroffenen selbstverständlich zum Arzt.»

Desensibilisierung

Dritte Massnahme: Desensibilisierung. Annina Heuss: «Bei dieser Methode wird das Immunsystem umstimuliert. Ihr Nachteil: Es dauert drei Jahre, bis der Schutz komplett ist. Es gibt aber Patienten, die das auf sich nehmen und begeistert sind. Nachher brauchen sie deutlich weniger oder gar keine Medikamente mehr.»

Warum entstehen Allergien? Annina Heuss: «Eine Allergie ist eine unerwünschte Überreaktion des Immunsystems auf Umweltstoffe. Sie entsteht nicht einfach so. Man kommt auch nicht mit ihr auf die Welt. Es braucht den Erstkontakt mit einem Stoff, der eigentlich harmlos ist. Und irgendwann reagiert der Körper dann trotzdem allergisch. Die Zusammenhänge sind komplex. Das einzig verantwortliche Allergie-Gen gibt es nicht. Stress, Rauchen, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an einer Allergie zu erkranken. Wer steril aufwächst, ist ebenfalls anfälliger. Kinder auf dem Land entwickeln viel seltener Allergien als Stadtkinder. Sind Vater und Mutter allerdings Allergiker, ist das Risiko auch bei den Kindern erhöht. In der Apotheke nehmen wir uns für die Betroffenen Zeit und eruieren, worauf sie übermässig reagieren. Es ist wichtig, so früh wie möglich zu behandeln. Tut man es nicht, kann sich aus einem harmlosen Heuschnupfen ein schweres Asthma entwickeln.»

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