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Demenz – Fakten statt Mythen

Was ist eigentlich genau eine Demenz? Woran erkennt man sie? Und ist eine Vorbeugung möglich? Die Antworten.

Dementia disease dealing with Alzheimer's illness as a medical icon of a tree in the shape of a front view human head and brain losing leaves as challenges in intelligence and memory loss due to injury or old age.

Als Demenz bezeichnet man eine Erkrankung, bei der mehrere Hirnfunktionen gestört sind. Bei allen Demenzformen ist das Erinnerungsvermögen beeinträchtigt und mindestens noch ein weiterer Bereich wie Sprache, Handeln, Erkennen von Menschen oder Gegenständen, Planen und Organisieren von alltäglichen Dingen. Vergesslichkeit alleine macht noch keine Demenz aus.

Leichte Demenz

Demenzkrankheiten werden in die Phasen «leicht», «mittel» und «schwer» eingeteilt. Von einer leichten Demenz spricht man, wenn die Einschränkungen wenig ausgeprägt sind. Beeinträchtigt sind vor allem das Kurzzeitgedächtnis und die zeitliche und örtliche Orientierung. Betroffene können den Alltag nicht mehr ohne Fehler bewältigen. In diesem Stadium werden viele Menschen mit Demenz depressiv, da sie das Gefühl haben, in einer ausweglosen Situa­tion zu sein. In der Folge ziehen sie sich zurück, wodurch sich die Depression und die Symptomatik der Demenz noch weiter verstärken. Sie sind im Alltag auf punktuelle Hilfe angewiesen.

Mittlere Demenz

Bei einer mittleren Demenz sind die kognitiven Fähigkeiten stärker gestört. In diesem Stadium können auch Verhaltensstörungen auftreten, zum Beispiel Angst, Unruhe, Umherwandern und Weglaufen, Aggression, Misstrauen und Wut, Überreaktion und Panik, Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Die demenzkranken Menschen brauchen in diesem Stadium täglich Hilfe.

Schwere Demenz

Ein völliger Verlust der intellektuellen Fähigkeiten, auffälliges Verhalten sowie Bewegungsstörungen und Inkontinenz sind Zeichen für eine schwere Demenz. In diesem Stadium sind die Personen stark pflege- und hilfsbedürftig.

Ursachen weitgehend unbekannt

Eine Demenz kann viele Ursachen haben, wobei immer noch weitgehend unbekannt ist, wie die Schädigungen im Gehirn genau entstehen und welches die bestimmenden Faktoren sind. Was klar ist: Das Alter ist der Hauptrisikofaktor. Vor dem 60. Lebensjahr ist das Demenzrisiko äusserst gering, verdoppelt sich danach aber ungefähr alle fünf Lebensjahre. Von den 70 bis 79-jährigen Personen sind rund 5 Prozent an einer Demenz erkrankt, von den 80 bis 89-Jährigen etwa 16 Prozent und ab 90 Jahren betrifft es jede dritte Person. Heute erkrankt weltweit etwa alle drei Sekunden ein Mensch an Demenz.

Herz und Gehirn Sorge tragen

Das Demenzrisiko lässt sich mit einem gesunden Lebensstil reduzieren. Vereinfacht lässt sich sagen: Was gut ist für ein gesundes Herz, ist auch gut fürs Gehirn. Zu beidem sollte man Sorge tragen – mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung für Körper und Geist.

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