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Der richtige Zeitpunkt und sehr viel Erfahrung

PD Dr. med. Fabian von Knoch und Dr. Urs Munzinger vom Gelenkzentrum Zürich über den bestmöglichen Erfolg mit Knieprothesen

Munzinger Gelenk

Das Knie ist eines der komplexesten Gelenke. Keine Knie-Totalprothese kann das feine Zusammenspiel aller Strukturen beim Beugen und Drehen sowie die komplizierte Biomechanik vollwertig ersetzen. Jeder fünfte Patient ist mit seiner Knie-Totalprothese nicht zufrieden. Es gibt weder eine Garantie für Schmerzfreiheit noch eine für volle Funktionstüchtigkeit.

Entscheid gut überlegen

Umso wichtiger ist die Aufklärung, um Nutzen und Risiken sorgfältig und vor allem realistisch abzuwägen. Am schlimmsten sind überzogene Erwartungen. Der Einsatz einer Knieprothese ist umso erfolgreicher, je höher der Leidensdruck vor der Operation ist. Sind die Erwartungen überzogen und wird zu früh operiert, ist der Misserfolg programmiert. Der Entscheid für oder gegen eine Knieprothese will gut überlegt sein. Weder Druck vonseiten des Patienten noch vom Arzt ist hilfreich. Der richtige Zeitpunkt für ein künstliches Kniegelenk – gegebenenfalls auch in Form einer Knie-Teilprothese – ist individuell vom Patienten und dem behandelnden Kniechirurgen zu bestimmen und richtet sich u. a. nach dem Ausmass der Schmerzen und nach dem Grad der Behinderung im Alltag und im Sport.

Rehabilitation dauert mindestens sechs Monate

Entscheidend für den Erfolg einer Knieprothese ist nicht nur der richtige Zeitpunkt, sondern auch die technisch einwandfreie Durchführung der Operation. Durch eine präzise Operationsplanung und Durchführung der Operation lässt sich ein grosser Teil der ungünstigen Resultate vermeiden. Auch die Mitarbeit und Geduld des Patienten während der Nachbehandlung sind enorm wichtig. Die Rehabilitation dauert mindestens sechs Monate, somit wesentlich länger als nach dem Ersatz des Hüftgelenkes. Der Ersatz des Kniegelenkes erfordert sehr viel Erfahrung des orthopädischen Chirurgen sowie ein eingespieltes Behandlungsteam.

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