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Die mit dem Bauch tanzen

Sprechstunde Doktor Stutz / Tanja Brändli / Bauchtanz
Tanja Brändli in Bauchtanzstudio in Wil.
Fotografiert am 30.3.2015 in Wil.
Fotos: Jolanda Flubacher Derungs 
www.jolandaflubacher.ch

So schön macht unsere Diät. Tanja Brändli aus Sirnach erzählt, wie sie dank dem Minitrampolin zum ersten Mal an Bauch und Oberschenkeln gleichmäs­sig abnimmt.

Als ich im letzten Jahr die Sprechstunde mit dem Minitrampolin-Test gesehen hatte, wusste ich, genau das muss ich haben. Also in Rorschach anrufen, vielleicht kann ich es direkt abholen. Jupi, sie haben noch eines! Das war im Juli. Bis Ende Jahr brauchte ich es zwar, aber nicht so intensiv wie jetzt. Mir war schon bewusst, dass es dringend nötig wäre, und es machte auch Spass, aber ich hatte den berühmten Kick noch nicht. Im September bekam ich dann auch noch die Diagnose Morbus Bechterew, eine Rheumakrankheit. Es musste sich etwas ändern, dringend; die Schmerzen, das Übergewicht, die psychische Belastung. Aber wie?

Mit Weight Watchers hatte ich schon zwei Mal 15 Kilo abgenommen, das Gewicht war aber schnell wieder da. Ich suchte im Internet: Metabolic-Therapie: Irgendwie konnte ich mich damit nicht anfreunden. Warum weiss ich selber nicht. Paramediform: In der Zeitung Erfolg-Fotos gesehen, wow! Nach einer kostenlosen Info-Sitzung war ich nicht überzeugt, und die Kosten sind enorm. Da bekam ich auf der Post wieder die Sprechstunde und las von der Aeschbacher-Diät und dem Schrittzähler. Die Berichte hörten sich fast zu gut an. Trotzdem sprachen sie mich an, weil nichts versprochen, sondern in jeder Erfolgsgeschichte geschildert wurde, dass man es selber in der Hand habe, etwas zu ändern.

Ich bestellte den Schrittzähler und das Buch «die Aeschbacher-Diät». Dieses verschlang ich geradezu und war überzeugt: Das schaffe ich auch! Etwas vom Kick war da! Zuerst wurde die Ernährung umgestellt, Inshape-Muster geholt und probiert, mmhhh, echt lecker! Von jeder Sorte eine Dose gekauft und die Morgen-Ovi und den Znacht damit ersetzt. Zwischen den Mahlzeiten nichts mehr essen – unglaublich, es geht super! Mit dem Shake halte ich bis zum Mittag locker durch. Ich trinke nur Wasser.

Zum Mittagessen gibt es meistens selbstgemachte Suppe, Salat, etwas Eiweisshaltiges wie Pouletbrust, Eier, Käse oder in Wasser eingelegten Thon, keine Kohlenhydrate und zum Dessert eine Frucht oder auch zwei und zum Schluss einen Kaffee. Auch dann bis am Abend kein Hungergefühl.

Am Wochenende frühstücken mein Mann und ich ausgiebig mit Légère-Gipfeli, Konfi, Butter, 3-Minuten-Eiern, Jus und Käse, und am Abend koche ich für uns. Bei Raclette esse ich statt Kartoffeln Champi­gnons, und ins Fondue tunke ich statt Brot gekochtes Gemüse wie Broccoli, Rüebli, Blumenkohl und frische Ananas, Birnen und Nüsse. Wirklich sehr fein. Seit circa drei Wochen habe ich den Morgendrink durch ein Müesli ersetzt. Auch das klappt wunderbar. So komme ich mit zwei Malzeiten pro Tag gut aus.

Ich spürte, wie die Energie kam – ein tolles, lange nicht mehr verspürtes Gefühl. Also ran an die Bewegung! In den ersten Tagen schaffte ich die 10 000 Schritte nicht. Langsam, dachte ich, nichts überstürzen. Aber dann kam er, der Tag der Tage: 10 000 erschien auf dem Display. Jetzt war der Kick voll da! Wie ein Virus! Wenn du’s einmal geschafft hast, packt dich der Ehrgeiz und du willst es täglich schaffen. Heute ist der 66. Tag und ich habe die Schritte nur drei Mal nicht erreicht. Das Trampolin kommt täglich zum Einsatz. Wenn ich die Schritte noch nicht habe, «trampoliniere» ich, bis ich sie habe und kann dabei auch noch einen Krimi schauen.

Ich gehe viel zu Fuss: zur Arbeit, zum Einkaufen, an freien Tagen eine bis zwei Stunden laufen. Im Januar habe ich 4 Kilo und im Februar und März je 3 Kilo abgenommen. Das Tolle ist, ich nehme anders ab als vorher, überall gleichmässig: Bauch, Oberschenkel, Oberarme. Das schreibe ich den Trampolin-Schwingungen zu. In drei Monaten habe ich 10 Zentimeter Bauchumfang verloren. Es ist einfach absolut genial: Kein Punkte zählen mehr, was einem nur immer ans Essen denken liess. Jetzt denke ich an die Bewegung. Im Januar habe ich sogar gewagt, einen Bauchtanzkurs zu besuchen, was ich schon seit 20 Jahren machen wollte. Ich bin begeistert. Im Tanzlokal-Spiegel sehe ich, wie meine Figur langsam eine schönere Form bekommt und ich habe so viel Spass beim Tanzen. Diesen Sport kann man schön angezogen ausüben, mit Schmuck, geschminkt und toller Musik. Die Bewegungen sind anmutig und weiblich. Das Fitness-Abo vom letzten Jahr wurde kaum benutzt, weil ich mich auf den Geräten ohne Spass abschuften und dazu auch noch das Geplärre aus dem Radio in voller Lautstärke über mich ergehen lassen musste. Jetzt darf ich Bauchtanzen gehen und freue mich jedes Mal wie verrückt darauf. Ab und zu übe ich sogar zu Hause. Es ist kaum zu glauben, aber ich habe Bewegungsdrang und viel mehr Energie. Ich fühle mich frei, leichter und motiviert.