Startseite » Lektionen » Aeschbacher-Diät » Die Wunderknolle zum Abnehmen

Die Wunderknolle zum Abnehmen

Topinambur

Aeschbacher-Diät Lektion 87. Sie geriet zu Unrecht in Vergessenheit. Dabei ist sie für Abnehmwillige der ultimative Geheimtipp, die Indianerknolle.

Über Topinambur, die Wunderknolle zum Abnehmen, hört man die erstaunlichsten Dinge. Menschen berichten, dass sie damit 20, 30, ja sogar 50 Kilo abgenommen haben. Was ist da dran? Topinambur besteht zu 80 Prozent aus Wasser und hat pro 100 Gramm nur 20 bis 30 Kilokalorien. Das ist weniger als die Hälfte von Kartoffeln. Im Gegensatz zu Kartoffeln enthält die Wunderknolle nämlich keine Stärke, sondern den unverdaulichen Mehrfachzucker Inulin, der im menschlichen Darm nicht abgebaut werden kann, weil das entsprechende Enzym fehlt. Inulin gelangt so praktisch unverändert in den Dickdarm, wo er als Ballaststoff dient, aufquillt, viel Wasser bindet und für eine lang anhaltende Sättigung sorgt.

Topinambur gehört zur selben Gattung wie die Sonnenblume. Der Name leitet sich vom indianischen Stamm der Tupinamba ab. Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen Erdapfel, Rosskartoffel oder Indianerknolle. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Nord- und Mittelamerika. Nach Europa gelangte sie Anfang des 17. Jahrhunderts. Im 19. Jahrhundert waren die Knollen ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel, bis sie später von der Kartoffel weitgehend verdrängt wurde. In der Schweiz wird Topinambur seit ein paar Jahrzehnten wieder an ein paar Standorten gewerbsmässig angebaut. Erhältlich ist die Indianerknolle in Bioläden, Wochenmärkten und vereinzelten Supermärkten. Der Geschmack ist süsslich und erinnert an die Artischocke. Die Verwendung ist vielfältig. Man findet in einschlägigen Foren Hunderte von Rezepten. Topinambur kann roh im Salat verwendet oder aber auch in Salzwasser gekocht werden. Ebenso kann sein Saft als Getränk zubereitet werden.

So geht’s:

  • Bis zum 19. Jahrhundert war Topinambur auch bei uns ein Grundnahrungsmittel, wurde aber von der Kartoffel verdrängt.
  • Topinambur ist zum Abnehmen ein echter Geheimtipp.
  • Zum grössten Teil bestehen die Knollen aus Wasser.
  • Zudem enthalten sie den für Menschen unverdaulichen Mehrfachzucker Inulin, der ohne eine einzige Kalorie zu liefern für lang anhaltende Sättigung sorgt.
  • Das Fleisch ist hell und der Geschmack süsslich. Topinambur kann als Rohkost im Salat oder als gedünstete oder gebratene Beilage gegessen werden.
  • Vor der Zubereitung kann Topinambur geschält werden. Nötig ist das jedoch nicht. Die gründliche Reinigung reicht vollkommen aus, weil die Haut der Knollen sehr dünn und gut verdaulich ist.
  • Die Verwendungsmöglichkeiten sind schier unendlich und reichen von der Topinambur-Suppe bis zum Tobinambur-Wok.

Fazit:

Es gibt wenige Wunderwaffen, um das Gewicht zu reduzieren. Doch wenn es sie gibt, gehört die Zauberknolle Topinambur unbedingt dazu. Der hohe Wasser- und Fasergehalt und der spezielle Geschmack machen die Indianerknolle nicht nur zu einem Geheimtipp zum Abnehmen, sondern auch zu einem kulinarischen Erlebnis.

Alle anderen Lektionen der Aeschbacher-Diät finden Sie hier