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Eine Akne zum Verzweifeln

Portrait of woman showing her pimples on isolated white background

„Ich habe ein grosses Anliegen. Könnt ihr mal etwas zum Thema Akne bringen? Ich bin jetzt 30 und habe es schlimmer als zu meinen Zeiten als Teenager. Vielen meiner Freundinnen geht es genauso.

Jede kauft teure Produkte aus der Werbung, aber besser wird es nicht. Googelt man das Thema im Internet, erscheinen hunderte von Seiten, aber keine, die wirklich kompetent wirkt oder nützlich ist. Geht man zum Arzt, werden immer die gleichen Produkte verordnet. Diese trocknen die Haut so dermassen aus, dass man danach eine Creme mit Antibiotika bekommt gegen die Rötungen. Das kann es ja nicht sein. Die Alternativen in Internetforen sind Zinksalbe und Teebaumöl etc. Ich wäre euch sehr dankbar, denn ich bin langsam wirklich verzweifelt.“

Urs Seeholzer aus der auf Haut spezialisierten Hofmatt-Apotheke in Schwyz:

Es ist tatsächlich so, dass viele Frauen unter der sogenannten Spätakne leiden. Da hat man die Pubertät mit oder ohne Akne überstanden und wird dann ab Mitte 20 davon heimgesucht. Die Produkte, die beworben werden, sind schlicht nicht genügend wirksam. Oft kommt es bedingt durch eine Schwangerschaft oder durch den Wechsel der Antibabypille zu einem Aufflammen der Akne. Sie merken, Hormone können einen Einfluss haben. Es gibt zum Beispiel Antibabypillen, welche die Akne verschlechtern können und andere, welche diese verbessern. Wir empfehlen daher eine Konsultation Ihrer Gynäkologin/ Ihres Gynäkologen, um einen Einfluss der Hormone abzuklären. Bei einem Besuch in unserer Hautapotheke können wir andere Ursachen wie beispielsweise eine periorale Dermatitis ausschliessen. Alle Hautapotheken arbeiten sehr eng mit Dermatologen zusammen. Sie erhalten daher bei Bedarf schnell einen durch uns vermittelten Termin. Zusammen mit der spezialisierten Ärztin Dr. Barbara Theler würden wir Sie Schritt für Schritt in der Behandlung begleiten. Dazu gehört auch, mit Ihnen individuell die Intervalle der Therapie abzustimmen, damit es möglichst zu keinen Nebenwirkungen kommt.