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Einsamkeit macht dick

Aeschbacher-Diät Lektion 82. Eine der verkanntesten Ursachen für Übergewicht ist Einsamkeit. Sie ist nicht Schicksal, sondern lässt sich heilen.

Loneliness in old age

Aus der schweizerischen Gesundheitsbefragung geht hervor, dass rund 30 Prozent der schweizerischen Wohnbevölkerung von Einsamkeit betroffen sind. Sie leiden dreimal so oft an starken körperlichen Beschwerden und zweimal so häufig an psychischen Belastungen als Personen, die sich nie einsam fühlen. Frauen leiden in allen Altersgruppen deutlich häufiger unter Einsamkeitsgefühlen als Männer. Nach dem 45. Lebensjahr akzentuiert sich das besonders. Menschen, die sich einsam fühlen, haben sogar eine kürzere Lebenserwartung. Sie leiden auch häufiger unter hohem Blutdruck, schlafen schlechter, stehen unter höherem Stress, bewegen sich weniger, ernähren sich ungesünder, indem sie häufiger zu fett und zuckerreicher Kost greifen, und leiden öfter an Übergewicht.

Es gibt einen grundlegenden Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit. Einsamkeit ist der tiefe Schmerz, dass wir uns niemandem nahe fühlen. Einsamkeit ist also nicht gleichzusetzen mit einem Mangel an sozialen Kontakten, sondern ein Gefühl, das im Kopf stattfindet. Ob wir uns einsam fühlen, hängt deshalb wesentlich von unserer Wahrnehmung ab.

Essen als Ersatz

Je einsamer sich jemand fühlt, je ungesünder er sich ernährt und je übergewichtiger er wird, desto eher gerät er in einen verhängnisvollen Teufelskreis durch Demütigungen und Diskriminierung. Die Betroffenen ziehen sich noch mehr zurück, meiden soziale Kontakte noch stärker und kapseln sich von der Aussenwelt ab. Essen scheint in solchen Fällen der einzige Ausweg zu sein und wird ein ständiger Ersatz für reale Bezugspersonen.

Einsamkeit ist jedoch kein unausweichliches Schicksal. Mit einer veränderten Einstellung zu sich selbst und den Menschen sowie mit Unterstützung von aussen kann man sich von Einsamkeit erholen, wie wissenschaftliche Langzeitstudien belegen. Solange jemand unter Einsamkeit leidet, macht es keinen Sinn, sich einer Diät zu unterwerfen, welche die Kalorienaufnahme einschränkt. Im Gegenteil. Dies verschlimmert den Stress fürs Gehirn nur noch und verleitet noch mehr zu unkontrolliertem Essen. Erstaunlich ist, dass es fast automatisch zu einer Gewichtsabnahme kommt, sobald es jemandem gelingt, vertrauensvolle Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

So geht’s:

  • Einsamkeit lässt sich am besten überwinden, wenn man an seinem Selbstbewusstsein arbeitet und sich zuerst einmal selber liebevoll behandelt.
  • Wichtig ist zunächst nicht unbedingt die Ausweitung von sozialen Kontakten, sondern die Frage, wie man über sich und die Mitmenschen denkt und wie man sich ihnen gegenüber verhält.
  • Konkret heisst das: Stoppen Sie negative Gedanken über sich selber und über andere. Und ebenso negative Annahmen, wie andere über Sie denken.
  • Helfen kann auch, wenn man der Einsamkeit positive Seiten abgewinnen kann. Zum Beispiel, den Blick verstärkt nach innen zu richten.
  • Gerade grosse Künstler betonten immer wieder, wie gewinnbringend selbst eine schmerzvolle Abgeschiedenheit sein kann.
  • Wenn Sie Kontakte knüpfen, dann haben Sie bitte keine überhöhten Erwartungen und geben Sie nicht gleich auf.
  • Ein Schlüssel zur Überwindung der Einsamkeit ist mehr Bewegung. Es gibt jede Menge Bewegungsangebote, wo man leicht Kontakte knüpfen kann. Sei es in örtlichen Vereinen, Turnverbänden, Pro Senectute, Rheumaliga, Herzstiftung etc.
  • Dasselbe gilt für Treffpunkte, Mittagstische, Spielnachmittage.
  • Tiere ermöglichen Kontakte, die sonst nie stattfinden würden. Tiere sind wahre Brückenbauer.
  • Das Leben in grösseren Haushalten wirkt protektiv gegen Einsamkeit. Früher waren es Grossfamilien, heute sind es Mehrgenerationenhäuser.
  • Der Trend zu früher Pensionierung kann auch eine Kehrseite haben, nämlich Einsamkeit. Deshalb sind Teilzeitarbeit und Freiwilligenarbeit stark im Kommen.
  • Machen Sie keine kalorienreduzierte Diät, wenn Sie unter Einsamkeit leiden. Das erhöht den Stress für Sie nur noch.
  • Zuallererst müssen Sie lernen, ihre negativen Gefühle in eine positive Richtung umzudrehen.
  • Auch wenn es auf Anhieb unverständlich klingen mag: In jedem negativen Gefühl steckt eine grosse Energie für eine positive Veränderung – wenn man sie nutzt!
  • Wenn Sie sich in ein Umfeld begeben, das Ihnen gutgesinnt ist, hilft Ihnen das mehr als jeder Ernährungsratgeber und jeder Fitnesstrainer.

Fazit:

Im Zeitalter von Social Media fühlen sich mehr Menschen einsam als je zuvor. Das verleitet viele, sehr viele Menschen dazu, übermässig und ungesund zu essen. Den Schlüssel, den Ausweg aus der Isolation zu finden, haben Sie selber in der Hand.

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Aeschbacher Diät Buch13.1.16 II