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Was für ein wundervoller Umstand

Fitness in der Schwangerschaft nützt Mutter und Baby.

Schwanger – ein wundervoller Umstand für eine Frau! Vom Moment an, wo die Vermutung zur Gewissheit wird, schwanger zu sein, laufen unbremsbar innere Vorgänge und äussere Veränderungen ab. Nach wie vor umschreibt der «Zustand der guten Hoffnung» trotz allen medizinischen Errungenschaften am treffendsten, wie es über 40 Wochen in einer werdenden Mutter aussieht.

Instinktiv wünschen wir natürlich nur das Beste für unser Kind im Bauch. Aber denken wir auch genügend an uns selber? Biologisch gesehen sind wir, einmal schwanger, in einer passiven Rolle. Die Schwangerschaft wächst in uns in ihren vorgesehenen Bahnen bis zur Geburt. Um den Wunderzustand Schwangerschaft zu einem durchgehend positiven Lebensabschnitt werden zu lassen, möchten wir ihn mit einem aktiv gestärkten Körper begleiten.

Grundlage für eine gut verlaufende und positiv erlebte Schwangerschaft sind eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse, wie wir sie in den Grundzügen schon aus den allgemeinen Ernährungsempfehlungen kennen, unter Umständen unterstützt durch ein an die Schwangerschaft angepasstes Multivitaminpräparat. Der Körper profitiert aber auch von einem leichten, regelmässigen Fitnessprogramm mit positivem Einfluss auf Muskelkraft und -tonus, auf die Beweglichkeit bis in die Spätschwangerschaft und auf den Kreislauf. Grundsätzlich gilt: Was vorher ging, geht auch in der Schwangerschaft. Der zunehmende Umfang und das Gewicht mit fortschreitender Schwangerschaft lehren uns ganz von selber das richtige Mass. Ein weiterer Grundsatz: Während der Schwangerschaft soll auf extreme Leistungen im Sauerstoff-Schuldbereich verzichtet werden. Die Dauerläuferin muss also keinesfalls wegen der Schwangerschaft auf ihr Grundlagentraining verzichten und die Triathletin weder auf Schwimmen noch auf Velofahren. Es versteht sich von selbst, und der Instinkt hilft hier mit, dass von Sportarten mit grossem Verletzungsrisko wie beispielsweise Boxen abgeraten werden muss.

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Individuell angepasst gibt es für jede Schwangere unabhängig von der Ausgangslage das richtige Fitnessprogramm. Nebst einem lockeren Ausdauertraining, zum Beispiel 30 Minuten Velo fahren, Jogging oder Aquajogging, sollte jede schwangere Frau den Schwerpunkt auf Dehnung, Kräftigung und Entspannung legen. Dazu gibt es sehr einfache, fast überall durchführbare Übungen. Für den Beckenboden eignen sich die Beinschere oder das Beckenkreisen, die Oberkörperdrehung und Dehnung für die Schulter-Nacken-Partie sowie die Wirbelsäule. Auch Übungen aus dem Schwangerschafts-Yoga bieten sich an, wie der «Schmetterling» zur Beckendehnung und Lockerung im Kreuzbereich oder der «Berg» zur Rückenstärkung und inneren Kräftigung. Wertvoll und wohltuend sind Entspannungsstellungen, von uns gezeigt in Knie-Ellbogen-Position, ebenso wie sanfte Massagen, im Idealfall durch den Partner.

Gemäss einer neuen Studie aus Australien bewirkt regelmässiges Fitnesstraining neben den positiven Effekten für die Schwangere selber auch eine geringere Fettmasse beziehungsweise ein geringeres Geburtsgewicht des Babys. Weil ein hohes Geburtsgewicht das Risiko für späteres Übergewicht eines Kindes erhöht, gewinnt Fitness in der Schwangerschaft zusätzlich an Bedeutung.

Aber vor allem: Eine Schwangerschaft ist viel zu schön, um sie nicht körperlich aktiv mitzugestalten.

Drucken12.08.2010