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Fettkiller Marroni

Aeschbacher-Diät Lektion 102. Wer Marroni nur ab und zu statt wie früher als vollwertiges Nahrungsmittel isst, verpasst eine fantastische Chance abzunehmen.

Marroni

Während Jahrhunderten war die Edelkastanie in weiten Teilen Europas das Hauptnahrungsmittel für die Landbevölkerung, vor allem in den Bergregionen, wo kein Getreide angebaut werden konnte. Man stellte daraus ein nahrhaftes Mehl für Brot und Pasta her. Die wichtigste Konservierungsmethode war das Trocknen, teilweise durch Räuchern. Einen Einbruch erlebte die Marroni mit dem Siegeszug der Kartoffel. Heute wird sie noch hauptsächlich in der französischen und italienischen Küche als Beilage verwendet. Bei uns kennt man sie meistens nur vom Marronistand, als Vermicelles oder allenfalls noch als Beilage zu Wildgerichten.

Schade, denn die Marroni hätte etwas anderes verdient. Denn sie ist weit mehr als das „Brot der Armen“, als das sie immer wieder bezeichnet wird. Sie hat sogar das Zeug zum Abnehmen. Ihre Zusammensetzung spricht für sich. Obwohl sie reichlich Stärke enthält, die ausgesprochen lange sättigt, ohne den Blutzuckerspiegel in die Höhe zu jagen, hat sie in der Welt der Nüsse einen ungeschlagen niedrigen Fettanteil von gerade mal 2 Prozent und pro Hundert Gramm nur 180 Kilokalorien. Die vergleichbare Menge an Nüssen hat im Schnitt 700 Kilokalorien. Obwohl die Edelkastanie sehr fettarm ist, enthält sie Linol- und Linolensäure, wertvolle ungesättigte Omega-3-Fettsäuren.

Damit noch nicht genug. Mit einem Eiweissgehalt von 2,5 Prozent und einem Anteil von 8 Prozent an verdauungsfördernden und Cholesterin senkenden Nahrungsfasern sowie dem hohen Gehalt an Magnesium, Kalium, Vitamin C und einigen B-Vitaminen hat die Marroni definitiv das Potential zum grossen Comeback.

So geht’s:

  • Die Marroni war Jahrhunderte lang das Grundnahrungsmittel für weite Teile der Bevölkerung, bis sie in Vergessenheit geriet.
  • Dabei ist sie auf Grund ihrer Zusammensetzung eine vollwertige, kalorienarme Speise, mit der man wunderbar abnehmen kann.
  • Durch die langsame Aufnahme des Blutzuckers sorgen Esskastanien für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und verhindern so, dass man zu viele Kalorien zu sich nimmt.
  • Eine besonders schonende Zubereitung ist das Backen der Marroni. Das typische süssliche Aroma entwickelt sich erst durch die Hitze, wenn ein Teil der Stärke in Zucker verwandelt wird.
  • Wenn man eine Suppe oder Püree machen will, können Marroni auch in Salzwasser gekocht werden.
  • Ein altes, einfaches Rezept: Marroni schälen, in die Suppe geben und kochen.
  • Kreieren Sie einen herbstlichen Maroni-Salat mit verschiedenen Blattsalaten und Schnittlauch. Eine vollwertige Hauptspeise!
  • Eine weitere Möglichkeit ist, aus Esskastanien-Mehl selbstgemachtes Brot zu backen oder Pasta sowie Gnocchi herzustellen.
  • Auch als Flocken im Frühstücks-Müesli sind Marroni köstlich und sättigen bis weit in den Nachmittag hinein.
  • Kastanien sind glutenfrei und daher für Menschen mit Zöliakie ein möglicher Getreideersatz.

Fazit:

Die Marroni macht mit ihrer Stärke, den vielen Nahrungsfasern und dem Eiweiss so wunderbar und lange satt, ohne uns mit Kalorien zu überladen, dass wir sie in den Olymp der Aeschbacher-Diät aufnehmen und ab sofort als vollwertiges Nahrungsmittel rehabilitieren sollten.

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