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Hilfe bei Haarausfall

Bei der Mehrheit aller Männer und Frauen kommt es früher oder später zu einem anlagebedingten Haarausfall. Wer dagegen etwas tun möchte, sollte nur Mittel mit nachgewiesener Wirkung anwenden.

curly brown hair over white background

Haare sind der Spiegel der Persönlichkeit und Gesundheit. Haare sind ein starkes Symbol. Sie sind Ausdruck von Schönheit und Erotik. Sie sind Schlüsselreiz des ersten Eindrucks. Sie vermitteln Individualität und Charakter. Trotzdem war das Haar lange ein Stiefkind der medizinischen Forschung. Inzwischen hat der Fortschritt auch auf diesem Gebiet Einzug gehalten. Es sind zahlreiche Veröffentlichungen erschienen, welche die Diagnose und Behandlung von Haarausfall fundamental verändern.

Die Klage über Haarausfall ist häufig, und Haarausfall verursacht hohen Leidensdruck, nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen, gleichgültig, ob sie jung sind oder älter werden. Eine 30-Jährige legt genauso viel Wert auf schöne Haare wie eine 70-Jährige. Beide sind unglücklich, wenn die Haarpracht leidet. Zeitlebens sind oder waren die Haare ihr ganzer Stolz. Der psychische Leidensdruck ist entscheidend, wenn es um die Frage der Behandlung geht, unabhängig vom Ausmass des Haarausfalls.

Bei Männern oft vor dem 20. Lebensjahr

Der anlagebedingte Haarausfall, also die vererbte, sichtbare Ausdünnung der Kopfhaare, ist die häufigste Form von Haarverlust sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Er ist auf eine erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber männlichen Geschlechtshormonen zurückzuführen. Beim Mann beginnt der anlagebedingte Haarausfall nicht selten bereits vor dem 20. Lebensjahr. Im mittleren Lebensalter sind 50 Prozent, nach dem 70. Lebensjahr über 80 Prozent der Männer betroffen.

Der Haarausfall bei Frauen wurde früher als eigenständiges Krankheitsbild angesehen. Seitdem der Hamburger Dermatologe Ludwig in den 1970er-Jahren entdeckte, dass auch Frauen denselben männlichen, das heisst androgenetischen Typ von Haarausfall haben können, merkte man, wie häufig dieser auch beim weiblichen Geschlecht ist. Im Unterschied zum Mann kommt es bei vielen Frauen zu einer Verdünnung der Haare ohne Glatzenbildung. Nach der Menopause beläuft sich die Häufigkeit auf rund 40 Prozent.

Die Ursache liegt an der Haarwurzel

Die Ursache der häufigsten Form von erblich bedingtem Haarausfall ist bei Männern wie bei Frauen gleich. Es ist keine hormonelle Störung dafür verantwortlich, auch wenn das männliche Geschlechtshormon Dihydrotestosteron eine wichtige Rolle spielt. Dieses Hormon entsteht sowohl bei Frauen als auch bei Männern durch ein Enzym aus dem Testosteron. Das heisst aber nicht, dass ein Mann mit Glatze sehr viele männliche Hormone hat oder eine Frau zu viel Testosteron bildet. Die Ursache liegt vielmehr an der Haarwurzel. Bei Menschen, die an androgenetischem Haarausfall leiden, reagieren die Haarwurzeln überempfindlich auf Dihydrotestosteron.

Haarwuchsmittel bewirken keine Wunder

Die Werbung für Haarwuchsmittel verspricht oft wahre Wunder. Doch es gibt sie nicht. Was es allerdings gibt, sind Wirkstoffe, die verhindern können, dass die Haarpracht weiter schwindet. In etlichen Fällen kommt es auch zur Neubildung von Haar. Wo allerdings seit Jahren Kahlheit herrscht, wächst nie mehr ein üppiger Kopfschmuck. Kaufen Sie also auf keinen Fall ein kostspieliges Haarwuchsmittel und lassen Sie sich nicht von tollen Versprechen und Bildern täuschen. Viele Wirk- und Nährstoffe können vorhandenes Haar kräftigen. Aber nur zwei Substanzen haben nachweislich das Potenzial, neue Haare wachsen zu lassen, wo vorher keine mehr waren.