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Ich weinte ohne Grund

Ist Eisenmangel eine Modediagnose, ein Wellnessproblem oder eine ernsthafte Erkrankung? Leserinnen erzählen von ihren Erfahrungen.

Tired lady yawning in a house interior

Eisendefizite sind die häufigste Mangelerscheinung weltweit. Das ist unbestritten. Doch wo fängt Eisenmangel an und wo hört er auf? Bei welchen Laborwerten wird es kritisch? Nehmen die Ärzte Eisenmangel und die Klagen der Patienten über Müdigkeit genügend ernst? Oder übertreiben sie es mit Eiseninfusionen? Kein anderes medizinisches Thema wird gegenwärtig so kontrovers diskutiert. Wir haben unsere Leser und Leserinnen gebeten, ihre Erfahrungen zu schildern. Vier typische Beispiele aus einer Flut von Reaktionen.

Weder Schlaf noch gesunde Ernährung helfen

«Bei mir wurde schon vor einiger Zeit Eisenmangel diagnostiziert. Am Anfang nahm ich Eisentabletten», schreibt Melanie Messer, 24, aus Bern. «Zwar hatten sich die Werte etwas verbessert, aber ich fühlte mich immer noch müde. Oft habe ich mir dann eingeredet, dass es andere Gründe sind, die mich so müde machen.» Irgendwann sei ihr aber klar geworden, dass weder viel Schlaf und gesunde Ernährung noch Sport helfen. Ihre Ärztin sei bis anhin immer gegen Eiseninfusionen gewesen. «Erst als meine Werte total im Keller waren, stimmte sie zu.» Die Blutwerte hätten sich rasch gebessert und ihr Befinden auch. «Wenn ich am Abend von der Arbeit oder der Uni nach Hause kam, war ich nicht mehr todmüde und schlecht gelaunt wie vorher, sondern hatte immer noch Energie übrig, um den Abend zu gestalten. Ich muss jetzt keine Eisentabletten mehr nehmen, sondern nur noch hin und wieder eine Infusion machen lassen.»

Über 50 Jahre lang gelitten

«Ich litt über 50 Jahre lang an Ohnmachtsanfällen, Erschöpfungszuständen, Kreislaufkollapsen und depressiven Verstimmungen sowie Kopfschmerzen bis hin zu heftigen Migräneanfällen», fasst Rosmarie Wieczorek, 79, aus Herrischried in Baden-Württemberg ihre leidigen Erfahrungen zusammen. «Ein halbes Jahr nach dem ersten Kind wurde eine schwere Anämie diagnostiziert, und als Blutspenderin wurde ich mehrmals wegen zu niedrigem Hämoglobinspiegel nach Hause geschickt. Nacken- und Rückenverspannungen kamen hinzu, auch Schwindelanfälle, ganz zu schweigen von der nicht mehr vorhandenen Libido. Die brüchigen Fingernägel sowieso – ich kannte gar nichts anderes. Auch Schlafstörungen traten immer wieder auf. Nach der Menopause wurden sie so schlimm, dass ich mich aus Angst vor dem Sekundenschlaf oft kaum mehr getraute, Auto zu fahren. Durch eine Fernsehsendung lernte ich einen Arzt kennen, der grosse Erfahrung im Umgang mit Eisenmangel hat. Es überraschte mich nicht, dass meine Eisenwerte total im Keller waren. Das Ferritin betrug gerade mal 26.  Nach vier Infusionen war ich ein anderer Mensch und konnte meinen täglichen Verpflichtungen mit neuem Elan nachgehen. Heute habe ich einen Ferritin-Spiegel von über 250 und fühle mich bestens.»

Keine Migräne mehr

«Zweimal im Monat litt ich jeweils drei Tage lang an Migräne. Zu viel für mich als Mutter von zwei Kindern im Alter von 2 und 4 Jahren», erzählt Andrea Knöpfel, 34, aus Steinach. «Um überhaupt funktionieren zu können, musste ich Schmerzmittel und Antidepressiva nehmen. Zum Glück machte mein Hausarzt eine Blutprobe und diagnostizierte einen schweren Eisenmangel. Die ersten Eisentabletten vertrug ich nicht. Ich bekam immer Magenkrämpfe. Dann hat der Arzt das Präparat gewechselt. Mit den neuen Tabletten hatte ich kein einziges Mal Migräne mehr. Auch das Abnehmen geht jetzt plötzlich. Früher konnte ich trotz viel Bewegung und zwei- bis dreimal pro Woche Fitness kein einziges Gramm abnehmen.»

Ferritin-Wert ist von unter 10 auf 90 gestiegen

«Schon im Alter von 16 Jahren wurden mir Eisentabletten verschrieben, weil das Hämoglobin viel zu tief und ich immer müde war», sagt Therese Hug, 43, aus Dürrenroth. «Vor sechs Jahren wurde es dann richtig schlimm. Ich litt sehr unter der Müdigkeit – bei einem Ferritin-Wert von unter 10. Meine neue Hausärztin machte eine Eiseninfusion. Endlich zeigte sich eine Wirkung. Vor zwei Jahren erlitt ich infolge Eisenmangel sogar eine Depression. Ich hatte keinen Antrieb. Alles wurde mir zu viel. Ich konnte mich nicht mal entscheiden, was ich für die Familie kochen soll. Ich weinte oft und konnte keinen Grund nennen. Die Hausärztin schickte mich zu einer Psychiaterin, für die ich 700 Franken hinblätterte, weil ich dafür keine Zusatzversicherung habe. Genützt haben die Gespräche nichts. Der Ferritinwert war tiefer als je zuvor – unter 7. Ich erhielt wieder eine Infusion. Heute nehme ich Eisenkapseln. Mein Ferritin ist nun auf 90 gestiegen, und ich hoffe, dass der Wert nicht wieder sinkt. Meine Monatsblutung ist nicht verstärkt. Die Suche nach dem Grund für den Eisenmangel haben wir inzwischen aufgegeben.»

Eisenmangel auch ohne Anämie

Eisenmangel wirkt sich direkt auf den menschlichen Organismus aus und verschlechtert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Risikogruppen für Eisenmangel sind Kinder und Jugendliche beider Geschlechter (Wachstum und Aufbau des Blutvolumens), Frauen im gebärfähigen Alter (Regelblutung), leistungsorientierte Sportler (vermehrter Bedarf), Personen mit einer vegetarischen oder veganen Ernährungsweise (geringere Eisenzufuhr) sowie Personen mit einer Ernährungsproblematik (zu niedrige Energie- und Eisenzufuhr). Gehört man einer Risikogruppe an, lohnt sich eine Kontrolle des Blutbildes und des Ferritins.

Eisenmangel gibt es auch ohne Anämie, das heisst bei normalen Hämoglobinwerten. Denn Eisen ist nicht nur im Hämoglobin für den Sauerstofftransport im Blut zuständig, sondern findet sich auch im Muskelfarbstoff Myoglobin und in zahlreichen Enzymen. Eisen ist zuständig für den Sauerstofftransport im Muskel und in mehr als hundert Stoffwechselprozessen, speziell für die Energiebereitstellung, unerlässlich.

 

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Anwendung

Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren: 1 Mal täglich den Inhalt eines Sticks direkt auf die Zunge geben (ohne Wasser), zergehen lassen und schlucken. Empfohlene Tagesdosis nicht überschreiten.

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