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Ihr Kohlenhydrate – verzieht Euch!

Was macht man, wenn einem im Herbst die Traurigkeit überkommt und die Lust nach Süssem unbesiegbar scheint? Corinne Schürpf aus Rümlingen im Kanton Baselland schildert, wie sie einen Rückfall überwunden hat.

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Ich habe mit grossem Erfolg dank Sport und einer Ernährungsumstellung viel Gewicht verloren und meinen Bauchumfang um ganze 21 Zentimeter reduziert. Was für eine tolle Sache! Mein Sportprogramm läuft weiterhin auf Hochtouren, weil ich gelernt habe, mich mit viel Freude zu bewegen. Ich habe unbeschreiblich viel neue Energie gewonnen, schaue mich wieder gern im Spiegel an und bin eine neue Person geworden.

Leider habe ich einige Schicksalsschläge erleben müssen, die mir sehr zu schaffen machten. Genau in dieser Zeit meldete sich wieder mein Kopf und versuchte mir weiszumachen, dass ich mehr von diesen vergessen geglaubten Kohlenhydraten essen sollte. Von jenen Kohlenhydraten also, die mich in schwierigen Zeiten immer trösteten und begleiteten.

Mit der Aeschbacher-Diät hatte ich gelernt, dass mir zwei Hauptmahlzeiten reichen. Das setze ich bis zu jenem Tag auch problemlos um. Ich dachte, es genüge, mich an die guten Zeiten zu erinnern, wo alles prima lief. Aber nein. Es war ganz und gar nicht einfach, den Kohlenhydraten den Garaus zu machen. Ich schaffte es schliesslich doch, trotz einem unheimlichen Gluscht.

Keine untauglichen Seelentröster

Wie war das möglich? Ich sagte mir immer und immer wieder: Ich darf trauern und Trauer zulassen. Ich muss mich nicht verstellen und brauche keinen untauglichen Seelentröster in Form von Süssigkeiten und Kohlenhydraten. Essen aus Traurigkeit hilft überhaupt nicht und macht nur noch mehr traurig. Schau Dich an! Du hast Dich so zum Guten hin verändert. All das hast Du alleine selber geschafft. War das alles umsonst? Dein ganzer Effort, auf den Du so stolz sein kannst?

All diese Dinge habe ich immer wieder laut vor mir hergesagt. Und siehe da, es hat funktioniert! Die Kohlenhydrate haben keine Kraft mehr, mich zu verführen. Ich habe ihnen gesagt, sie sollen sich verziehen. Ich freue mich sehr, dass ich meinen Weg wiedergefunden habe und mich super fühle, auch dank meinem heiss geliebten Sport.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie das Ziel mal verfehlen. Denken Sie an die Zeiten zurück, als es gut lief, und glauben Sie wieder an sich selbst. Ich wünsche allen einen wunderschönen Herbst mit vielen unvergesslichen Momenten.