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Im Höllentempo vorwärts

Das Lebenstempo steigt stetig. Und damit auch das Stressniveau. Wer nicht lernt, sich zu entspannen, kann erkranken. Körperlich, seelisch und geistig. Jeder kann im Alltag Entspannungsübungen einbauen.

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Stresssituationen sind nicht von vorneherein schlecht. Sie regen das Herz- und Kreislauf-System an, die Atmung wird schneller, die Muskulatur wird angespannt. Der ganze Körper und auch das Gehirn laufen auf Hochtouren, sodass wir blitzschnell Entscheide treffen können. Das passiert immer wieder und ist völlig normal. Nur wenn der Stresslevel ständig im oberen Bereich bleibt, fehlen die wichtigen Momente der Entspannung. Auf Dauer kann das unser Körper nicht verkraften.

«Wenn Sie Ihr Lieblingsauto, vielleicht sogar einen Ferrari oder Porsche, längere Zeit im zweiten Gang mit einer Geschwindigkeit von 140 bis 160 km/h fahren, wird das Auto Schaden nehmen. Weil wir das wissen, würden wir das unserem Auto nie zumuten. Aber uns selbst setzen wir solchen Strapazen oft täglich aus. Das kann auf Dauer nicht gut gehen», sagt Suzanne von Blumenthal, Chefärztin der Privatklinik MENTALVA Resort & Spa in Cazis. Sie zeigt anhand eines weiteren Beispiels auf, wie sich sogar kurzzeitige Stresssituationen längerfristig schädlich auf Köper und Gehirn auswirken können. «Stellen Sie sich vor, Sie öffnen die Bürotür und ein Löwe blickt Ihnen entgegen. Was passiert? Angst kriecht in Ihnen hoch, die Haut wird kalt, die Muskeln sind angespannt, der Mund wird trocken, der Atem geht schnell, das Herz klopft rasend. Körper und Geist bereiten sich darauf vor, zu fliehen oder zu kämpfen – je nachdem, wie Sie sich entscheiden.» Wenn zum Löwenstress weitere Stresssituationen kommen – der Chef ist unzufrieden, ein Auftrag geht flöten, die Kinder nerven – schütten die Nieren statt Noradrenalin plötzlich Cortisol aus. Das erhöht die Muskelspannung. Sind die Muskeln wegen chronischem Stress ständig angespannt, resultieren Schmerzerkrankungen wie Fibromyalgien, Tinnitus, Burn-out, Depressionen und anderes.

Auch wenn der Löwe physisch nicht mehr da ist, bleibt er oft als Bild im Kopf. Und so stresst er uns ständig neu. «Unser Körpergedächtnis vergisst so schnell nichts. Es sendet immer wieder die gleichen Signale aus, verursacht kalte Haut, ein klopfendes Herz und löst alle Körperreaktionen, die wir bereits bei der realen Löwenbegegnung hatten, erneut aus. Und das Gehirn sucht Lösungen, findet aber keine.»

Einfluss auf unsere Gedanken und unseren Körper nehmen

Suzanne von Blumenthal weiss, was zu tun ist: «Unsere Aussenwelt können wir nicht verändern. Aber wir können Einfluss auf unsere Gedanken nehmen und auch auf unseren Körper.» Sie empfiehlt darum Achtsamkeits- und Entspannungsübungen, um das Hier und Jetzt bewusst zu machen. «Mit bewusstem Ein- und Ausatmen, mit Meditationen können wir unser Gehirn beruhigen, unsere Gefühle beobachten und wir wissen, Angst kommt und Angst geht wieder.»

In der Privatklinik Mentalva Resort & Spa arbeitet man auch gezielt mit Entspannungsübungen nach Jacobson. Man lernt bewusst, die Muskeln anzuspannen und wieder zu entspannen. «Oft sind es kleine Übungen, die man in seinen Alltag einbauen kann», sagt Suzanne von Blumenthal. «Wer so vorbeugt, der wird auch Stresstage gut meistern.»

Die Privatklinik MENTALVA Resort & Spa

Die MENTALVA zeichnet sich durch hohen Komfort und Serviceleistungen aus. Die Behandlung stützt sich auf wissenschaftlich anerkannte psychiatrische Behandlungsmethoden und auf psychotherapeutische und komplementärmedizinische Verfahren.

Das Grundangebot umfasst psychiatrische Abklärungen, regelmässige Arzt- und Pflegegespräche, Medikamentenbehandlung, spezifische Gruppenangebote, Entspannungsverfahren, Aktivität und Sport sowie Ausdruckstherapie in Form von Bewegungs-, Mal- und Musiktherapie.

Privatklinik MENTALVA Resort & Spa
La Nicca Strasse 17
7408 Cazis
Tel. +41 58 225 33 50

info@mentalva.ch, www.mentalva.ch