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In sechs Schritten zu vollerem Haar

Keine Lust auf Toupet, Perücke oder Kunsthaar? Alberto Sandon, Experte für Haartransplantation, über die Methode mit den natürlichsten ­Ergebnissen: die Eigenhaartransplantation.

Senior man and hair loss issue

Geheimratsecken, durchschimmernde Kopfhaut, kreisrunde Stellen ohne Haar? Schon manch junger Mann hadert mit dem Schicksal, wenn der Coiffeur im Rückspiegel zur Kontrolle den Hinterkopf zeigt. Wo früher eine Frisur war, macht sich mehr und mehr blankes Entsetzen breit. Auch Frauen kennen derartige Erscheinungen. Haarausfall im Scheitelbereich ist bei ihnen am häufigsten.

Mit der Eigenhaartransplantation lässt sich Gegensteuer geben. Kräftige Haarwurzeln werden vom Hinterkopf in die oberen und vorderen Regionen verpflanzt. Eine präzise Arbeit, für die nur erfahrene Profis in Frage kommen, denn handwerkliches Können und jahrelange Erfahrung sind das A und O für den sichtbaren Erfolg. Die Schwierigkeit: Jeder Kopf ist anders und jeder Kunde hat seine eigenen Vorstellungen. Alberto Sandon ist Experte für Eigenhaartransplantation bei den Pallas Kliniken. Er beherrscht wie kaum ein anderer jeden einzelnen Schritt auf dem Weg zu vollerem Haar.

1: Die Beratung

Etwas vom Wichtigsten bei der Beratung: Die Erwartungen. Einen jugendlichen Haarschopf wird man nicht herbeizaubern können. Aber einen solchen, der wieder eine richtige Frisur zulässt. Ebenfalls zu beachten: Der natürliche Haarausfall hört nicht auf, will heissen: Es können Folgeeingriffe nötig sein. Manchmal möchten Kunden noch volleres Haar, was einen zweiten Eingriff nötig macht. Rund 2000 sogenannte Grafts werden durchschnittlich pro Behandlung verpflanzt. Das sind kleine Hautstücke mit bis zu drei Haarwurzeln drin. Man entnimmt sie dem Hinterkopf. Und das aus gutem Grund: Die von dort transplantierten Haare fallen auch im höchsten Alter nicht aus. Im Normalfall braucht es über die Jahre gesehen zwei weitere Eingriffe. Der Grund: Entweder will man späteren Haarausfall kompensieren oder die erste Haartransplantation weiter verdichten.

2: Die Vorbereitung

Weil lange Haare beim Verpflanzen der Grafts stören, werden sie auf einen Millimeter heruntergeschnitten. Kunde und Operateur besprechen und bestimmen gemeinsam, wohin die neuen Haare transplantiert werden. Der Haaransatz in der Stirn darf nicht zu tief liegen und auch nicht schnurgerade sein. Kleine Ecken gehören dazu. Alles andere sieht unnatürlich aus. Darauf muss man ganz besonders achten. Gemeinsam wird das Operationsgebiet eingezeichnet und der Ablauf zusammen mit dem ärztlichen Team noch einmal detailliert besprochen.

3: Die Entnahme

Mit einem winzig kleinen Spezialbohrer entnehme ich die Haare am Hinterkopf. Der Bohrer ist an einem Vakuum angeschlossen, damit die Grafts formschön und ästhetisch werden. Damit sie nicht vertrocknen und absterben, werden die Grafts in einer Nährlösung zwischengelagert.

4: Die Verpflanzung

Mit kleinen Hautstichen bereite ich das Zielgebiet auf die Verpflanzung vor. Stück für Stück nehme ich die Grafts aus der Nährlösung und setze sie in die winzigen Inzisionen ein. Das geht zwischen bestehenden Haaren genauso gut wie an komplett kahlen Stellen. Der ideale Zeitpunkt für die Verpflanzung ist aber lichtes Haar, weil so ein optimaler Übergang geschaffen werden kann. Auch die Farbe der neuen und alten Haare passt sich so wunderbar an. Ist der Graft transplantiert, stösst er das Haar in neun von zehn Fällen ab. Das ist normal. Die Wurzel wächst derweil gut an. Schmerzen hat der Kunde kaum, selbst Stunden nach dem Eingriff nicht. Meist genügt eine normale Schmerztablette, wenn überhaupt. Die neuen Haarwurzeln wachsen schnell an. Bereits nach zwei Tagen soll der Kopf gewaschen werden – natürlich mit einem Spezialshampoo.

5: Das Erfolgserlebnis

Es ist etwas Geduld gefragt. Das Haar befindet sich nun in einer Art Ruhephase. Nach drei bis vier Wochen sieht es aus, als ob man nie etwas verpflanzt hätte. Nach dem dritten bis vierten Monat aber beginnt das Haar am neuen Ort richtig zu wachsen. Es bildet Muskeln und Talgdrüsen. Das dauert wieder einen Moment. Doch nach insgesamt sieben bis acht Monaten ist das Ergebnis vollkommen.

6: Die Nachkontrolle

Alles verheilt von selber. Rund acht Monate nach der Transplantation findet die Schlusskontrolle statt. Der ganze Prozess wurde fotografisch dokumentiert, damit sich die Arbeit objektiv beurteilen lässt. Falls gewünscht, kann man bereits jetzt eine weitere Transplantation ins Auge fassen.

Haben Sie Fragen?

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Alberto Sandon, Spezialist für Haartransplantation, weiss in jedem Fall, welche Methode für Sie das beste Resultat bringt. Telefon 058 335 00 00, haare@pallas-kliniken.ch, www.pallas-kliniken.ch

 

Dünger für die Kopfhaut

Das Neuste aus dem Bereich der Haartransplantation ist die Stammzellen-Kur PCT. Man nimmt dem Kunden Blut ab, zentrifugiert es und extrahiert die Wachstumsfaktoren. Diese werden während der Transplantation an 50 bis 60 Stellen in die Kopfhaut gespritzt. Sie sollen wie ein Dünger wirken und das Haarwachstum gesamthaft fördern.