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In wenigen Minuten sind die Hämorrhoiden weg

Drei Viertel aller Menschen leiden irgendwann an Hämorrhoiden. Jetzt gibt es eine neue Therapie. Sie ist schmerzarm, schnell und sicher.

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Man spricht nicht gerne darüber, und vor allem hat man sie nicht gern. Die Hämorrhoi­den. Aus Schamgefühl und Angst vor einer möglichen Operation warten Betroffene oft jahrelang, ehe sie Hilfe suchen.

Hämorrhoiden sind nichts anderes als vergrösserte Blutgefässe im Beckenboden, die während des Stuhlgangs nach aussen treten, bluten und schmerzhaft sein können. Meist sind Hämorrhoiden durch erhöhten Druck im Bauchraum bedingt. Typischerweise bei Schwangerschaften, bei chronischen Verstopfungen oder langem Pressen während des Stuhlgangs. Hämorrhoiden werden in verschiedene Schweregrade unterteilt und können neben Schmerzen und Blutungen auch Juckreiz und allgemeines Unwohlsein verursachen. Im fortgeschrittenen Stadium kann es auch zu schmerzhaften Entzündungen der vorgefallenen Hämorrhoi­den kommen.

Örtliche Betäubung statt Narkose

Es gibt verschiedene Therapieformen, angefangen von lokalen Mitteln gegen Schmerzen und Entzündungen bis hin zu chirurgischen Methoden. Ganz neu ist eine Hämorrhoidenbehandlung namens Rafaelo, die für die Patienten deutliche Vorteile bringt. Eingehende Erfahrung damit hat Dr. med. Georg Liesch vom Spital Männedorf: «Der Hauptvorteil der Rafaelo-Hämorrhoi­dentherapie liegt darin, dass sie nur mit einer örtlichen Betäubung ohne Narkose ambulant durchgeführt werden kann. Sie ist sehr schmerzarm und gewährleistet eine sofortige und langanhaltende Besserung aller Beschwerden.»

Bei herkömmlichen Therapieverfahren mit konventionellen Operationstechniken werden die vergrösserten Hämorrhoiden herausgeschnitten. Das ist in der Regel mit einer langen Erholungszeit verbunden. Oft dauert es Wochen, bis der Patient wieder voll leistungsfähig ist. Dank der neuen Methode sind Patienten sofort wieder mobil und können sehr schnell genesen.

Niedrige Risiken

Gibt es mit der neuen Methode auch Risiken? Dr. Liesch: «Im Gegenteil – das Risiko einer Schleimhautverletzung oder Verletzung des Schliessmuskels ist extrem niedrig. Es handelt sich um ein sicheres und zuverlässiges Verfahren und führt zu einem sofortigen Verschwinden der oft langjährigen Beschwerden.»

Das neue Verfahren wird bereits seit mehreren Jahren erfolgreich angewendet – unter anderem in Deutschland, England, Belgien und Polen. Seit knapp einem Jahr nun auch in der Schweiz. Das Spital Männedorf nimmt eine Vorreiterrolle ein. Es ist das erste Spital in der Schweiz, welches dieses neue Verfahren erfolgreich eingeführt hat.

Therapierung aller Schweregrade

Wie funktioniert die neue Behandlung? «Bei diesem ambulanten Eingriff lässt man mit Hochfrequenz-Energie die Hämorrhoiden in wenigen Minuten schrumpfen. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und führt zu keinen wesentlichen Einschränkungen im Alltag», erklärt Dr. Liesch. «Im Prinzip können alle Schweregrade von Hämorrhoiden mit der neuen Methode therapiert werden. Je nach Situation kann dennoch eine klassische Operation die bessere Wahl sein. Im Spital Männedorf bieten wir ein breites Therapiespek­trum an und unser Facharzt-Team beherrscht die unterschiedlichen Methoden.» Dr. Liesch rät, schon bei den ersten Symptomen wie Juckreiz, Brennen, Stechen, Nässen oder Blutspuren beim Stuhlgang die Hämorrhoiden zu behandeln. Das erspare unnötiges Leid.

 

Haemorrhoiden_Dr Liesch

Dr. med. Georg Liesch
Leitender Arzt, Spital Männedorf
Tel. 044 922 25 06
chirurgie@spitalmaennedorf.ch
www.spitalmaennedorf.ch

 

 

 

So funktioniert die Rafaelo-­Hämorrhoidentherapie

Nach einer örtlichen Betäubung wird der ­Hämorrhoidenknoten mit einer Radiofrequenz-Sonde punktgenau und schonend erhitzt, um die erweiterten Gefässpolster zu veröden (koagulieren).

Nach der Behandlung ist man sofort wieder mobil. Das abgestorbe­ne Gewebe löst sich in ein bis zwei Wochen selbständig ab und wird beim Stuhlgang ausgeschieden.

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