KrankheitenAuge

Trockene Augen

Das häufigste Augenleiden überhaupt. Ab siebzig ist fast jeder davon betroffen.

Der Tränenfilm ist eine wahre Meisterleistung der Natur. Er setzt sich aus drei Schichten zusammen: die innere Schleimschicht direkt auf dem Augapfel gleicht Unebenheiten der Augenoberfläche aus und befeuchtet sie. Die mittlere, wässrige Schicht versorgt die Hornhaut mit Sauerstoff und dient der Abwehr von Infektionen. Die äussere Fett- oder Ölschicht schützt vor Verdunstung. Alle drei Schichten werden von unterschiedlichen Drüsen produziert. Jedes Blinzeln verteilt den Tränenfilm über das Auge.

Im Alter geht die Produktion der Tränenflüssigkeit zurück, was vor allem mit der hormonellen Umstellung zu tun hat. Weitere mögliche Ursachen sind Rauchen und umweltbedingte Einflüsse wie Ozon oder Abgase. Auch trockene Raumluft, Klimaanlagen, häufige Bildschirmarbeit und Zugluft in Gebäuden oder im Auto können die Verdunstung des Tränenfilms steigern. Trockene Augen können aber auch mit chronischen Krankheiten wie Diabetes, rheumatischen Leiden oder Autoimmunerkrankungen zusammenhängen. Deshalb empfiehlt sich zur genauen Abklärung der Besuch beim Arzt.

Bei zu wenig Tränenflüssigkeit kann mit Augentropfen nachgeholfen werden. Falls die äussere Fettschicht des Tränenfilms nicht mehr die richtige Zusammensetzung hat, helfen Omega-3-Fettsäuren in Form von fischreicher Ernährung oder Leinöl-Kapseln.

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Drucken16.06.2009