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Ultraschall

Die moderne Ultraschalltechnik erlaubt eine frühe und präzise Diagnose.

Das Ultraschallgerät wird zum Stethoskop des Rheumatologen und soll nach dem Willen führender Fachärztegesellschaften in Zukunft viel breiter eingesetzt werden. „Die hoch auflösende moderne Ultraschalltechnik erlaubt nicht nur eine frühe Unterscheidung zwischen einem gesunden Gelenk, beginnender Arthrose und rheumatoider Arthritis, sondern auch eine zuverlässige Beurteilung des Therapieverlaufs und damit der Therapiesteuerung“, sagt Prof. Beat Michel, Direktor der Rheumaklinik des Universitätsspitals Zürich. „In der Hand des geübten Untersuchers ist der Ultraschall nicht nur äusserst zuverlässig, sondern auch vollkommen harmlos und vor allem kostengünstig. Zudem kann die Untersuchung beliebig oft wiederholt werden.“

Vor allem bei der rheumatoiden Arthritis – früher chronische Polyarthritis genannt – ist eine möglichst frühe Diagnose zwingend, damit unverzüglich eine Therapie mit modernen biologischen Arzneimitteln gestartet werden kann. Nur so lassen sich Gelenkzerstörung und damit Invalidität verhindern. Aber auch bei der Therapieüberwachung übertrifft der Ultraschall das menschliche Auge. So zeigt ein hoher Prozentsatz der Patienten mit rheumatoider Arthritis, die selbst nach strengen klinischen Kriterien symptomfrei sind, im Ultraschall eine zunehmende Gelenkzerstörung. Das heisst, sie sind ungenügend therapiert.

Drucken12.06.2009