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Zementieren

Ein unscheinbarer Ballon, eine kleine Portion Zement.

Dr. Markus Rühli zeigt, wie man bei osteoporotischen Wirbelbrüchen mit einem minimalen Eingriff maximale Schmerzreduktion erreicht. Eingebrochene Wirbelkörper, die selbst den harmloseste Belastungen des Alltags wie Lasten heben oder Husten nicht mehr standhalten, weil sie durch Osteoporose geschwächt und darum eingebrochen sind. Tausende solcher Wirbelbrüche ereignen sich Jahr für Jahr. Viele werden kaum bemerkt, andere lassen die Betroffenen plötzlich kleiner werden und verursachen den typischen «Witwenbuckel». Weitere verursachen für den Rest des Lebens fürchterliche Schmerzen und geben häufig den letzten Ausschlag, die eigene Wohnung aufzugeben und in ein Alters- oder Pflegeheim zu wechseln. Solche Schicksale nahm man bisher mehr oder weniger gottgegeben hin. Eine Schmerztablette oder ein Korsett war das einzige, womit sich die betroffenen, meist älteren Frauen, trösten konnten. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat sich bei der Behandlung osteoporotischer Wirbelfrakturen eine Revolution ereignet. Ein Mann der ersten Stunde ist Dr. Markus Rühli, Wirbelsäulenchirurg in Zürich. Seit 2003 wendet er ein Verfahren an, bei dem mit Hilfe eines Ballons der eingebrochene Wirbel wieder aufgerichtet und anschliessend durch Einspritzen von Knochenzement stabilisiert wird.

«Diese Methode schliesst eine grosse Lücke. Sie ist hochwirksam, in der Hand des geübten Chirurgen sicher und vor allem sehr wenig belastend, was angesichts der meist älteren Patienten ganz wichtig ist», erklärt der Zürcher Wirbelsäulenchirurg. Argumente wie «für eine Operation bin ich zu alt» gelten aber sofort nicht mehr. Am liebsten wendet Dr. Rühli die Ballonmethode an, wenn der osteoporotische Wirbelbruch noch nicht allzu lange her ist: «Dann sind die Resultate am besten. Aber auch später ist noch eine deutliche Schmerzlinderung zu erwarten.»

Eine der prominentesten Patientinnen, die mit Ballon und Zement behandelt wurde, ist die Buchautorin und TV-Köchin Kathrin Rüegg. Zweimal brach sie sich wegen ihrer Osteoporose einen Lendenwirbel. Zweimal fesselten sie die höllischen Schmerzen ans Bett. Zweimal wurde sie von Dr. Rühli mit der neuen Methode behandelt. Und zweimal war der Effekt sensationell.

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Ballon und Knochenzement

Ballon-Kyphoplastie nennt sich das Verfahren, bei der ein eingebrochener Wirbelkörper mit einem Ballonkatheter zuerst wieder aufgerichtet und dann mit Knochenzement stabilisiert wird. In der Hand von geübten Chirurgen ist sie eine sicherere Behandlungsmethode mit geringer Komplikationsrate. Die Vorteile sind augenscheinlich: Schmerzreduktion, zum Teil sogar vollständige Schmerzbefreiung, mehr Mobilität im Alltag und bessere Lebensqualität. Je früher der Eingriff nach einem Wirbelbruch gemacht werden kann, desto besser sind die Resultate. Deshalb ist es wichtig, verdächtige, plötzlich auftretende Rückenschmerzen auch im Alter nicht einfach schicksalsgegeben hinzunehmen, sondern rasch zum Arzt zu gehen.

Das Kompetenz-Zentrum

In der Wirbelsäulen-und-Schmerz- Clinic-Zürich kümmern sich hoch qualifizierte Ärzte verschiedenster Diszplinen nur um ein einziges Thema: die Wirbelsäule. Die Tatsache, dass diese Spezialisten alle unter demselben Dach arbeiten, ermöglicht eine optimale, interdisziplinäre Betreuung.

Wirbelsäulen-und-Schmerz-Clinic-Zürich
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Drucken16.07.2009