Achten Sie auf die Signale
Enthalten Eier viel Cholesterin? Ist Kaffee schlecht fürs Herz?
Bewegung ist wichtig fürs Herz
Bewegungsmangel ist weltweit die wichtigste nicht übertragbare Todesursache. In der Schweiz ist er für jeden achten Todesfall verantwortlich. Es gibt eine notwendige Bewegungsdosis für Frauen und Männer jeden Alters: 30 Minuten Bewegung an allen Tagen der Woche, und zwar in Form von Alltagsaktivitäten oder Sport.
Sagen Sie dem Bauch den Kampf an
Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist übergewichtig. Bauchbetontes Übergewicht erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag und verkürzt das Leben um sechs bis sieben Jahre. Der Bauchumfang ist das Mass aller Dinge. Die kritische Grenze beim Mann liegt bei 102, bei Frauen bei 88 Zentimetern.
Diabetes ist für Ihr Herz das Letzte
Veranlagung, Bewegungsarmut und zu viele Kalorien. Das ist der Mix, der früher oder später zu Diabetes führt. 90 Prozent aller Typ-2-Diabetes-Fälle könnten durch einen körperlich aktiven, gesunden Lebensstil verhindert werden. Ist der Diabetes einmal da, braucht es eine rigorose Behandlung aller Risikofaktoren.
Kämpfen Sie für das gute Cholesterin
Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin. Das schlechte LDL-Cholesterin muss besonders bei Risikopatienten aggressiv gesenkt werden. Aber auch niedrige Werte des schützenden HDL-Cholesterins sind ein Gesundheitsrisiko. Erhöhen lässt es sich durch viel Bewegung und ein Umsteigen von wertlosem auf wertvolles Fett.
Machen Sie nicht zu viel Druck
Rund die Hälfte der Erwachsenen leiden an Bluthochdruck. Die Grenze liegt bei 140 für den oberen und 90 für den unteren Wert. Nur ein Bruchteil der Patienten wird wirksam behandelt. Ziel der Therapie sind Blutdruckwerte unter 140/90, bei Menschen mit Diabetes sogar unter 130/80.
Mit Rauchen sehen Ihre Arterien alt aus
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Raucher an den gesundheitlichen Folgen stirbt, beträgt 50 Prozent! Aber auch Passivrauchen ist schädlich. Fünf Prozent aller Herzinfarkte und Hirnschläge werden durch den Qualm anderer versursacht. Die meisten Raucher möchten aufhören. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Machen Sie Ihrem Herz keinen Stress
Chronischer Stress fördert ungesundes Verhalten wie Rauchen und Überernährung und erhöht das Risiko für tödliche Herz-Kreislauf-Zwischenfälle um den Faktor 4. Wichtig sind aktive Stressvorbeugung und bewältigung, gute berufliche, familiäre und soziale Abstützung sowie bewusste Körperwahrnehmung.
Vergiss mein nicht
Das Vergessen oder Weglassen von Medikamenten ist das grösste Problem bei der Behandlung der Arteriosklerose. Die Hälfte der Patienten setzt ein cholesterinsenkendes Medikament schon im ersten Jahr ab. Die medikamentöse Therapie muss deshalb bei jedem Arztbesuch thematisiert werden.
Früchte und Gemüse: Da lacht das Herz
Nur ein Fünftel der Bevölkerung isst genügend Früchte und Gemüse, nämlich 5 Portionen am Tag. Fruchtdrinks und Vitaminpräparate vermögen das nicht zu kompensieren. Sie haben keinen schützenden Effekt gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ganz im Gegensatz zum Konsum von ganzen Früchten und Gemüsen.
Fett ist nicht gleich Fett
Fettarm zu essen ist schwierig. Versuchen Sie besser eine fettmodifizierte Ernährung mit wenig gesättigten, dafür umso mehr ungesättigten Fettsäuren, weil sie günstig auf die Blutgefässe und das Herz wirken. Seien Sie zurückhaltend mit Gebäck und Chips, die viel Transfettsäuren enthalten.
Bekommen Sie von Fasern nie genug
30 Gramm nahrungsfasern helfen beim Schutz vor Arteriosklerose und Diabetes. Zudem haben sie einen sättigenden Effekt, was sich günstig auf das Gewicht und den Stuhlgang auswirkt.
Es ist nicht alles Käse
obwohl gesättigte Fette dem Herz nicht gut tun, haben Milchprodukte keinen negativen Effekt. Auch bei Risikopatienten ist deshalb Käse erlaubt. Das gilt speziell für Alpkäse, der ein vorteilhaftes Fettsäuremuster hat.
Freispruch für das Ei
Jahrelang galt das Ei als Cholesterinbombe schlechthin. Doch jetzt kommt der Freispruch. Die Fachwelt ist sich einig: Das Ei – reich an Eiweiss, ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen – soll Teil der Ernährung sein.
Eine Nuss ist keine Nuss
nüsse – wenn man nicht übertreibt – sind keine Dickmacher, sondern können das Herz schützen. Sie haben einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Empfohlen werden 20 Gramm pro Tag, was einer Handvoll nüssen entspricht.
Ein Gläschen in Ehren
Mehr als 60 Studien zeigen übereinstimmend, dass moderater Alkoholkonsum das Risiko für Herzerkrankungen und Hirnschlag senkt. Besonders günstig sind Verbindungen im Rotwein. Ein Freipass für ungezügelten Alkoholkonsum ist das allerdings nicht. Die kritische Menge liegt bei ein bis zwei Standardgetränken pro Tag.
Versüssen Sie sich das Leben
Schokolade ist der Inbegriff für Ernährungssünden und Diabetes. Zu unrecht. In Massen genossen, vermag sie das Herz sogar zu schützen. Das gilt besonders für dunkle Schokolade, die reich an Flavonoiden ist.
Gönnen Sie sich einen Kaffee oder Tee
Entgegen der landläufi gen Meinung hat Kaffee keinen schädlichen Einfl uss auf Blutdruck oder Herz, gleichgültig, ob er Koffein enthält oder nicht. Tee schützt das Herz sogar. Am günstigsten scheint Grün- und Schwarztee zu sein.
Versalzen Sie sich nicht die Suppe
Der Salzkonsum liegt bei den meisten von uns weit über den empfohlenen 5 Gramm pro Tag. Besonders bei älteren Menschen begünstigt das die Entstehung von hohem Blutdruck. Verzichten Sie auf das Salzen von Speisen, und seien Sie zurückhaltend mit verarbeiteten Lebensmitteln, die viel Salz enthalten.








