Sofort nach Hause
Krampfadern kann man sehr schonend mit Hitze veröden.
Krampfadern, im Fachjargon „Varizen“, sind erweiterte oberflächliche Beinvenen. Sie entstehen, wenn in den Stammvenen die Venenklappen beschädigt sind und ihre Funktion als Ventile nicht mehr erfüllen. Statt in Richtung Herz zu fliessen versackt das Blut in die Peripherie. Dieser Reflux erhöht den Druck im Venensystem. Er bläht die Krampfadern weiter auf und presst Flüssigkeit, Eiweiss und Blutkörperchen aus den Adern ins umliegende Gewebe. Das Resultat sind schmerzhaften Schwellungen, die im Laufe des Tages zu- und nachts im Liegen wieder abnehmen. Längerfristig können bräunliche Verfärbungen und Verhärtungen der Haut entstehen. Schliesslich können Hautareale absterben, was zum offenen Bein oder Ulkus führt.
Ziel jeder Behandlung ist es, den venösen Rückfluss zu reduzieren oder auszuschalten. Kompressionsstrümpfe, periodisches Hochlagern der Beine sowie Gehen und Laufen unterstützen den Blutfluss zum Herzen. Zur Ausschaltung des Reflux werden seit hundert Jahren so genannte Stripping-Operationen durchgeführt. Geschädigte Stammvenen werden an ihrer Mündung ins tiefe Venensystem operativ freigelegt und unterbunden. Die Stammvene wird mit einem drahtförmigen „Stripper“ aufgefädelt und heraus gezogen. Die nahe der Haut gelegenen, sichtbaren Krampfadern werden durch kleine Stiche mit Häkchen entfernt.
Vor gut 10 Jahren begann in den USA der Siegeszug neuer Verfahren zur Behandlung von Krampfadern. Die erkrankten Stammvenen werden durch innerliche Anwendung von Hitze zum Schrumpfen und zum Verschluss gebracht. Das Stripping und der chirurgische Zugang in der Leiste oder in der Kniekehle werden überflüssig. Die Hitzekoagulation kann unter Lokalanästhesie ambulant in der Praxis durchgeführt werden. Die sichtbaren Krampfadern werden in gleicher Sitzung entfernt. Narkose oder Spinalanästhesie entfallen und die Patienten kehren gleich nach der Behandlung nach Hause oder zur Arbeit zurück.
Die Hitzekoagulation wurde bisher am häufigsten mit Hilfe von Laserlicht durchgeführt.
Vergleichende Studien haben gezeigt, dass die Methode ähnlich wirksam und nachhaltig ist wie die konventionelle Chirurgie. Vor etwa drei Jahren haben wir an der Klinik Hirslanden eine völlig neuartige Methode eingeführt: Eine Heizspirale an der Spitze eines Katheters erhitzt pro Anwendung 7 cm der erkrankten Vene während 20 Sekunden auf höchstens 120 Grad und bringt sie so zum Verschluss. Die neue Methode heisst ClosureFast und ist besser dosierbar, schonender und weniger schmerzhaft als die 1000 Grad heisse „Flamme“ eines Lasers, aber ebenso wirksam. Bis im April 2009 machten wir 232 Behandlungen, ausnahmslos ambulant unter Lokalanästhesie. Alle krankhaften Venen wurden jeweils in nur einer Sitzung therapiert. Ein unabhängiges Ärzteteam des Universitätsspitals Zürich hat die Ergebnisse mit Fragebogen und Nachuntersuchung evaluiert. Die Patienten benoteten das Verfahren mit durchschnittlich 8.3 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10. Arbeitsunfähigkeit nach dem Eingriff wurde in 84 Prozent der Antworten verneint.
Auf Grund dieser Studienergebnisse und Erfahrungen mit dem neuen Verfahren ist anzunehmen, dass die herkömmliche Varizen-Chirurgie bald nur noch eine Nebenrolle spielen wird. Tendenziell tiefere Kosten für die Behandlung und raschere Rückkehr zur Arbeit versprechen auch volkswirtschaftliche Vorteile. Einige Versicherungen übernehmen daher die Kosten bei privat und halbprivat Versicherten bereits freiwillig.

Die Venenzentren
Venenzentrum am See
Prof. Dr. med. Markus Enzler
Gefässchirurgie FMH/EBSQ
Phlebologie SGP
Dr. med. Hildegard Berwarth Blum
Chirurgie FMH, Phlebologie SGP
Klinik Hirslanden
Witellikerstrasse 40
8032 Zürich
Tel. 044 387 37 00
Gefässpraxis Silberturm
Venenzentrum St. Gallen
Dr. med. Claudio Duff, Facharzt Gefässchirurgie
Dr. Med Bernhard Zauner, Facharzt Angiologie
9006 St. Gallen
Tel: 071 244 02 12
Dr. med. Pius Wigger
Chirurgie FMH, Gefässchirurgie EBSQ
Chefarzt Gefässchirurgie, Leiter OP-Betrieb
Chirurgische Klinik
Kantonsspital
Brauerstrasse 15
8401 Winterthur
Tel: 052 266 24 23
Dr. Jean-François Luthi
Angiologie FMH
Av. Jomini 8
1004 Lausanne
Tel: 021 311 31 45
Venenzentrum Venaesthetics Zürich AG
Dr. med. Stephan R. Koeferli
Phlebologie (USGG/FMH) Phlebochirurgie
Rämistr. 25/27
8001 Zürich
Tel: 044 253 74 44
Dr. med. Manuela Birrer,
Fachärztin FMH für Angilogie u. Innere Medizin
Leitende Ärztin Angiologie
Kantonsspital Baden
Gefässzentrum
Im Ergel
5404Baden
Tel: 056 486 30 12
Prodermis
Dr. med. S. Hassam
FMH Dermatologie und Venerologie
Phlebologie SGP / Venenleiden
Ästhetische Chirurgie / Ästhetische Medizin SGÄM
Kempttalstrasse 24 – 8330 Pfäffikon ZH
Frau Dr. med.
Myrtha Muoser
Oberärztin mbV
Fachärztin für Chirurgie
Kantonsspital Glarus
Burgstrasse 99
8750 Glarus
Tel: 055 646 33 04








