Fettleber
Experten schlagen Alarm: Fett schadet der Leber mehr als Alkohol.
Diese alarmierende Feststellung machen gegenwärtig alle westlichen Länder, wo das Übergewicht grassiert. Das Fett wird in die Leber eingebaut und verursacht eine Hepatitis, eine typische Leberentzündung, wie bei einer viralen Erkrankung. Doch das ist nicht die einzige Folge von Leberverfettung. Noch schlimmer sind die Zirrhose, als eine bindegewebige Vernarbung sowie Leberkrebs. Das ist die Erklärung, weshalb immer mehr Übergewichtige in Zukunft Spenderorgane benötigen werden. In den USA wird die entzündliche Leberverfettung schon bald der häufigste Grund für eine Lebertransplantation sein.
Bis zu 80 Prozent der stark Übergewichtigen und fast alle Typ-2-Diabetiker haben eine verfettete Leber, Jeder fünfte bekommt eine Zirrhose. Bereits in zehn Jahren wird die nicht-alkoholische Fettleber mit Fettleberhepatitis und Leberkrebs auch bei uns die wichtigste Indikation für eine Lebertransplantation sein.
Dass Übergewicht der Leber mehr schadet als Alkohol, weiss man bereits aus früheren Studien. Erste Hinweise liefert das Labor. Eine klare Diagnose ist nur mit der Leberbiopsie möglich. Die Lebererkrankung ist auch ein Hinweis auf das massiv erhöhte Herzinfarktrisiko. Patienten mit einem metabolischen Syndrom und Fettleber haben fünf Mal so häufig eine koronare Herzkrankheit als normalgewichtige Menschen.
Die Erkrankung aufhalten oder gar stoppen kann man nur mit einer radikalen Umstellung der Lebensweise: massive Einschränkung der Kalorien und Gewichtsreduktion. Fette und Kohlenhydrate müssen drastisch reduziert werden. Tabu sind ab sofort Fruchtsäfte, weil der Fruchtzucker den Einbau von Fett in der Leber fördert und eine Entzündung provoziert. Wichtig ist auch viel Bewegung, mindestens eine Stunde pro Tag. Nur so bessert sich die so genannte Insulinresistenz, das verminderte Ansprechen auf das körpereigene Insulin. Damit gelingt es, die Leber zu entlasten und die Heilungschancen zu verbessern








