Gute Vorsätze fallen ins Gewicht
«Dieses Jahr nehme ich ab.»
Zunehmen, Abnehmen: meistens brauchts nicht viel
Unser Gewicht ist nicht nur Schicksal. Die meisten von uns können selber entscheiden, was und wie viel sie essen und wie oft sie sich bewegen. Wir können Handlungen, die unser Körpergewicht beeinflussen, tun oder unterlassen. Obwohl uns viel davon bedeutungslos erscheint, kann es dazu führen, dass wir zunehmen. Es macht deshalb wenig Sinn, mit grossem Geschütz aufzufahren, um den überschüssigen Pfunden den Garaus zu machen. Stattdessen sollten Abnehmwillige dem kleinen Kalorienüberschuss, der sich am Ende des Tages ansammelt, auf den Grund gehen. Nasche ich beim Kochen? Lasse ich mich beim Einkaufen verführen? Trinke ich häufig Fruchtsäfte? Sind meine Light- Produkte wirklich leicht? Für die meisten genügt es, wenn sie einige Gewohnheiten in ihrem Ess- und Bewegungsverhalten ändern. Der erste Schritt führt über das Erkennen, damit die täglichen Fehltrittchen überhaupt ins Bewusstsein dringen. Dann kommt der
Test: Passt diese Veränderung zu mir? Kann ich dauerhaft damit leben? Heisst die Antwort «Ja», gehts an die Umsetzung. Im Idealfall geht das linienfreundliche Verhalten in Fleisch und Blut über. Dann fügen sich die neuen Gewohnheiten so in den Alltag eines Menschen ein, dass sie kaum mehr auffallen. So werden sie zum täglichen Ritual, wie Duschen oder Zähneputzen. Keineswegs darf dabei die Lebensqualität auf der Strecke bleiben.
Abnehmziele müssen realistisch sein
Wer im Leben etwas erreichen will, braucht Ziele. Diese müssen aber erreichbar, das heisst realistisch sein. Sonst kommt Frust auf. Für die meisten wäre es beispielsweise unrealistisch, dauerhaft das Gewicht anzupeilen, das sie mit 18 Jahren hatten. Auch nachhaltig 30 Kilo und mehr abspecken gelingt nur den allerwenigsten. Deshalb ist es wichtig, nur erreichbare Vorhaben in Angriff zu nehmen. Je realistischer sie sind, desto wahrscheinlicher gelingt eine langfristige Gewichtskontrolle. Realistisch heisst, etwa 10 bis 15 Prozent des Ausgangs-Körpergewichts zu verlieren. Bei einer 80 Kilo schweren Person wären das acht bis zwölf Kilo. Auf den ersten Blick ist das nicht viel. Aber bereits einige Kilos weniger bringen grosse Vorteile für die Gesundheit: zum Beispiel einen niedrigeren Blutdruck und einen tieferen Cholesterinspiegel sowie ein kleineres Diabetes-Risiko. Untersuchungen zeigen, dass Menschen, die mässig, aber gleichmässig abnehmen, ihr neues Gewicht auch lange halten können.
Stressfrei über Etappen zum Ziel
Welcher vernünftige Bergsteiger würde schon in einem Zug den Mount Everest bezwingen wollen? Auch das geht nur in Etappen. Beim Gewichtverlieren zählen Vernunftargumente oft nicht. Viele Abnehmwillige muten sich zu, etliche Kilos an einem Riemen runterzuhungern. Das schreit förmlich nach Jo-Jo-Effekt. Egal ob Höhenmeter erklimmen oder überschüssige Pfunde loswerden: Grosse Unternehmungen sind nur dann erfolgreich, wenn sie in Etappen gemeistert werden. Einzelne Stufen von zwei bis drei Kilo sind ideal. Die Pause nach jeder Teilstrecke gibt dem Körper Zeit, sich an das neue Gewicht zu gewöhnen und es zu stabilisieren. Die Auszeit bietet aber auch Raum, sich für eine geglückte Etappe zu belohnen. Das verhindert Verdruss
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- Bewegung im alltag
- Gezielte körperliche aktivität
- Früchte und gemüse
- Eiweiss
- Wasser und Wasserhaltiges
- Natürliche, unbehandelte esswaren
- Frühstücken
- Regelmässige, vollwertige Hauptmahlzeiten
- Entspannung, genuss und lebensfreude
- Flexibles Denken
…weniger
- Motorisiert fortbewegen
- Fernsehen
- Leere Kalorien
- Zucker und Fett
- Süssgetränke (einschliesslich Fruchtsäfte)
- Stark verarbeitete lebensmittel
- Abendessen
- Zwischendurch naschen
- Stress und Hektik
- Selbstauferlegte ge- und Verbote








