Abnehmen leicht gemacht
Wenn man sich zu viel vornimmt, scheitern alle guten Vorsätze.
Vergessen Sie alles, was Sie sonst über das Thema Abnehmen hören oder lesen. Machen Sie ja keine Diät, verzichten Sie weder auf Ihre Lieblingsspeise noch auf die Freude beim Essen. Das Dümmste, was Sie tun können, ist Verzicht. Das Gefühl, bei jeder Mahlzeit nicht satt zu werden und sich nichts mehr gönnen zu dürfen, erzeugt nur Frust. Und was bewirkt Frust? Ganz einfach: Frustessen. Und dieses Frustessen macht dick, so dick, dass Sie kaum mehr aus eigenen Kräften dieser Negativspirale entrinnen können.
Machen Sie es dieses Mal anders. Nehmen Sie sich nichts Grosses vor, sondern nur winzig kleine Veränderungen in Ihrem Essverhalten. Dinge, die sie kaum spüren, die aber einen grossen Effekt auf Ihre Kalorienbilanz haben. Wir haben Ihnen einige Möglichkeiten dazu aufgelistet. Wählen Sie zwei, höchstens drei dieser Mini-Vorsätze aus und ziehen Sie diese dafür konsequent durch. Sie werden staunen, was das bewirkt. Erst wenn die ersten paar Vorsätze gelingen, gehen Sie zu den nächsten über. Wählen Sie aber immer nur solche aus, die Ihnen leicht fallen.
Wenn Sie noch ein bisschen Unterstützung brauchen, empfehlen wir Ihnen, mit natürlichen Wirkstoffen die Aufnahme von Fetten und Kohlendydraten im Darm zu verringern und so Ihre Kalorienbilanz zusätzlich zu verbessern. Und wenn Sie noch den einen oder anderen unserer überraschenden Bewegungstipps im neuen Jahr beherzigen, kann beim Abnehmen nun wirklich nichts mehr schief gehen.
- Ich konsumiere wieder mehr unauffällige, althergebrachte Lebensmittel. Sie sind oft nur wenig verarbeitet und haben Eigenschaften von denen keiner Notiz nimmt.
- Ich liebe Wasserbomben, weil sie Kalorienzwerge sind: Je mehr Wasser ein Lebensmittel enthält, desto weniger Platz bleibt für Kalorien übrig.
- Ich verzichte auf Fruchtsäfte. Auch ohne Zuckerzugabe sind sie oft sehr süss. Zucker bleibt Zucker, egal, ob er von der Rübe, vom Rohr oder einer Frucht stammt. Wenn’s doch sein muss: Fruchtsäfte mit reichlich Wasser verdünnen und kalorienmässig entschärfen. Die Schorle löscht erst noch den Durst besser.
- Ich achte auf Eiweisse als gute Abnehm-Hilfen. Sie kommen aber oft zusammen mit Fett vor. Fettarme Eiweissbomben sind Trockenfleisch, Kochschinken, viele Fische, Hülsenfrüchte, Eiklar, Magerquark, Hüttenkäse.
- Ich kaufe Erdnüsse vorzugsweise mit Schale. Gesalzen und geröstet fördern sie den Appetit und verleiten dazu, mehr zu essen.
- Zuoberst auf meiner Einkaufsliste steht all das, was direkt vom Baum, vom Feld oder aus dem Boden kommt.
- Die schlanke Alternative zu Fritteuse und Bratpfanne heisst Backofen. Selbstgemachte Fritten, Puffer und andere Kartoffelprodukte mit wenig Öl bepinseln und auf dem Backblech verteilen.
- Ich lasse mich von günstigen Preisen nicht verleiten. Kaufentscheidend müsste jedoch sein: „Will ich das wirklich und, wenn ja, wie viel davon brauche ich tatsächlich?“ Billig hin oder her.
- Im Laden kaufe ich mit dem Korb ein. Er hat ein geringeres Fassungsvermögen als der Einkaufswagen.
- Mein Abendessen muss nicht so lange satt machen wie Morgen- und Mittagessen. Es darf also ruhig etwas schlanker ausfallen. Wie wär’s mit gekochtem Gemüse, Salat oder einer Suppe?
- Ich verwende Pfannen mit gutem Teflonbelag. Spiegeleier lassen sich ganz ohne Fett braten. Klebt doch noch was, kann etwas Wasser helfen. Damit garen Spiegeleier auf einem Wasserdampfkissen.
- Ich verzichte auf Öl im Kochwasser als Klebeschutz: Teigwaren ein bis zwei Minuten kürzer kochen als üblich und gleich nach dem Abgiessen eine kalte Wasserdusche verpassen.
- Ich achte auf mehr Esskultur. Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen, die gemeinsam regelmässige Mahlzeiten einnehmen, selten Gewichtsprobleme haben.
- Ich habe zu Hause und am Arbeitsplatz eine volle Flasche Wasser ins Blickfeld und trinke sie bis zum Abend leer.
- Ich verzichte auf Znüni und Zvieri. Wer regelmässig sattmachende Hauptmahlzeiten isst, braucht sie nicht.
- Ich verzichte auf Café complet, weil die Kontrolle oft entgleitet. Es ist auch kalorienreich, faserarm und kalt. Schlechte Voraussetzungen um abzunehmen.
- Ich habe einen Apfel und Co. in Sicht- und Reichweite.
- Beim Selbstbedienungs-Büffet fülle ich den Teller zuerst tüchtig mit Gemüse. Damit bleibt weniger Platz für Dickmacher.
- Ich mache wieder mal Hausarbeiten wie Böden schrubben, Staub wischen, Fenster putzen, Gartenarbeiten, Schneeschaufeln oder Autowaschen.. weil ich so viele Kalorien verbrenne.
- Ich stehe mehr anstatt nur zu sitzen. So arbeitet das Herz im Stehen schwerer, weil es das Blut über eine weitere Strecke gegen die Schwerkraft pumpen muss.
- Ich verzichte auf elektrische oder benzinbetriebene Geräte bei der Haus- und Gartenarbeit.
- Ich meide die Glotze. Fernsehen bedeutet ein Minimum an Bewegung. Das einzige, was zuckt, ist der Finger auf der Fernbedienung.
- Wenn es bei mir nicht drin liegt, den Arbeitsweg mit dem Velo oder zu Fuss zurückzulegen, sind öffentliche Verkehrsmittel immer noch besser als das Auto. Ihre Benutzung fordern mehr Kalorien.
- Ich probiere eine Bewegungsarzt aus, die mir liegt. Tango tanzen, im Wald spazieren, Wasserturnen oder Radfahren, Waldi Gassi führen.
- Ich gebe nicht jedem Hungergefühl nach. Muss der Hunger warten, verschwindet er oft von alleine.
- Ich verbiete mir rein gar nichts. Verbote wecken Begehrlichkeiten und funktionieren deshalb auf Dauer nur selten.
- Ich esse nicht mehr aus Langeweile oder dem Gefühl der Einsamkeit. Wer sich anderweitig beschäftigt, kann das verhindern. Zum Beispiel mit spazieren oder shoppen gehen. Warum nicht ein Bad nehmen und Haare und Nägel pflegen.
- Ich achte auf eine positive Grundeinstellung. Negative Gedanken zermürben. Sie mindern das Selbstwertgefühl und rauben die Energie, die es zum Abnehmen braucht.
- Ich verzichte beim Abnehmen auf Radikalmassnahmen. Viel besser ist ein flexibler Umgang mit geliebten Kalorienbomben. Das heisst: Ab und zu sollte ein Mocca-Trüffel oder ein Stück Schwarzwäldertorte erlaubt sein.
- Ich achte auf gewisse Rhythmen. Regelmässige Mahlzeiten im Tagesablauf und geregelte Schlafzeiten legen Grundsteine für ein gesundes Körpergewicht.
- Ich verzichte auf Knabbereien. Sie haben auf dem Ess- oder Couchtisch, der Schlafzimmerkommode und am Arbeitsplatz nichts zu suchen.
- Ich setzte mir konkrete Ziele, weil sie die Erfolgsaussichten erhöhen. Beispiele: Gurt ein Loch enger schnallen, in ein paar alte Jeans passen, mindestens 15 mal Kauen vor dem runterschlucken, nicht mehr vor dem TV essen.
- Ich greife zu kleinen oder mittleren Tellern. Denn fürs Auge und damit auch fürs Gehirn gilt: Ein voller Teller ist ein voller Teller – unabhängig von seiner Grösse.
- Ich lasse die Figur bei der Wahl des nächsten Urlaubs ein Wörtchen mitreden. Sie wird Frühstück oder Halbpension der Alles-Inklusive-Variante vorziehen.
- Ich gönne mir wohlreichende Gerüche. Sie können helfen Stress abzubauen. Solche Gerüche können zum Beispiel von Räucherstäbchen oder einer Duftlampe mit ätherischen Ölen stammen.
- Ich schöpfe nicht sofort nach, wenn der Teller leer ist. Das Verdauungssystem braucht Zeit, bis es die Mahlzeit vollständig registriert und diese Info ans Gehirn weitergeleitet hat.
10 Dinge, die man beim Abnehmen auf keinen Fall tun sollte
- Radikal-Diät machen
Zwar purzeln die Pfunde mit Crash-Diäten. Der Körper hat aber nicht genug Zeit um Fett abzubauen. Stattdessen verlieren Diätgeplagte bei Radikalkuren aber vor allem Wasser und wertvolle Muskeln. Menschen, die häufig Diäten machen und sich übermässig einschränken, entwickeln auch oft Essstörungen. Diese sind wiederum häufig die Ursache von Übergewicht.
- Hauptmahlzeiten auslassen
Aus Angst, nicht genügend Gewicht zu verlieren, halten sich viele Abnehmende bei Frühstück und Mittagessen zurück und essen stattdessen viele kleine Zwischenmahlzeiten. Da diese zwar reichlich Kalorien enthalten, aber nicht richtig satt machen, setzen sie an.
- Sport machen nur um Gewicht zu verlieren
Am allerwichtigsten bei der Wahl einer Sportart ist der Spass daran. Nur dann bleibt Bewegung keine Eintags-Fliege.
- Unkritisch sein gegenüber Anpreisungen von Lebensmittel-Herstellern
Vorsicht vor vermeintlich gesunden Blendern: Vitamindrink mit 100 Gramm Zucker pro Liter, Fitnessjoghurt mit sieben Würfelzuckern, Knuspermüesli mit 20, Light-Käse mit 29 Prozent Fett. Nur der Blick auf das Kleingedruckte der Inhaltsangabe entlarvt vermeintlich Gesundes.
- Sich liebgewonnene Lebensmittel verbieten
Wer ist schuld? Brot, Kartoffeln, Teigwaren oder Schoggi? Alles Unsinn! Ein Lebensmittel alleine kann nicht verantwortlich sein. Wer sein Gewicht unter Kontrolle bringen will, sollte sich nichts verbieten lassen und stattdessen auf die Gesamt Kalorienbilanz achten.
- Sich den falschen Zeitpunkt aussuchen
Zeitmangel, Beziehungsknatsch oder Berufsstress sind keine günstigen Voraussetzungen um abzunehmen. Abnehmen zu müssen, würde eine zusätzliche Last und somit noch mehr Stress bedeuten. Der Kopf müsste möglichst frei von Ballast sein.
- Bei Light-Produkten über die Stränge schlagen
Light-Varianten verleiten viele leicht zum Mehressen. Wer abnehmen will, sollte auch bei Light-Produkten aufpassen. Der wahre Gehalt steht auf der Inhaltsangabe des Produktes.
- Fettes und Süsses kombinieren
Der Körper verbrennt die Fette aus Frittiertem, Käse und Fleisch kaum, wenn sie zusammen mit Zucker gegessen werden. Das Fett wandert bevorzugt in die Vorratsspeicher an Bauch, Gesäss und Hüfte.
- Flüssige Kalorien trinken
Getränke, die Zucker enthalten erschweren das Abnehmen erheblich, weil sie nicht nur Kalorien liefern, sondern auch kaum sättigen und die Fettverbrennung hemmen. Neben Cola und Eistee, sind auch Fruchtsäfte und Sportlergetränke kalorienbombig. Auch viele Light-Getränke und aromatisierte Mineralwasser enthalten Zucker.
- Zu schnell abnehmen
Beim Gewichtverlieren zählen Vernunftargumente oft nicht. Viele Abnehmwillige muten sich zu, etliche Kilos an einem Riemen runterzuhungern. Das schreit förmlich nach Jojo-Effekt. Ideal wären zwei bis drei Kilo Gewichtsverslust pro Monat. Damit hat der Körper Zeit, sich an das neue Gewicht zu gewöhnen und es zu stabilisieren.
10 überraschende Tipps
- Wer seine Kaumuskeln spielen lässt, kann extra Kalorien verbrennen. Zum Beispiel mit Kaugummi kauen. Kaugummikauende bewegen nicht nur ihren Kiefer sondern produzieren auch mehr Speichel. Beides benötigt Energie.
- Wer den fettverbrennenden Effekt von Bewegung länger nutzen will, braucht nach dem Sport bloss eine oder zwei Stunden auf Essen zu verzichten und es bei reichlich Wasser zu belassen.
- Den öffentlichen Verkehrsmitteln lassen sich stehend statt sitzend einige Kalorien extra abgewinnen. Angenehmer Nebeneffekt: In Stehhöhe ist die Luft meist besser als in Sitztiefe.
- Kalorien verbrauchen im Schlaf? Kein Problem: Einfach Zimmerfenster zu jeder Jahreszeit weit öffnen. Der Körper muss dann die Körpertemperatur konstant erhalten und im Winter die Atemluft aufwärmen.
- Rassige Gewürze kurbeln den Kreislauf an. Sie erhöhen den Herzschlag und die Durchblutung und aktivieren die Schweissdrüsen. Dadurch steigern sie den Kalorienverbrauch bei jeder Mahlzeit.
- Joggingschuhe bei Ausflügen dabei haben. Sie sind leicht, lassen sich zusammendrücken und passen so ins Handgepäck. Wer oft mit dem Auto verreist, lässt am besten gleich ein Paar im Kofferraum.
- Wer sein Fahrzeug und seine Figur liebt, wäscht sein Auto nicht vollautomatisch, sondern mit der Hand-Waschanlage. Der Kalorienverbrauch ist deutlich höher und das Auto wird schonender sauber.
- Übungen mit dem Springseil fordern die wichtigsten Muskelgruppen an Schultern, Rücken, Bauch, Gesäss und Beinen. Dabei entspricht der Kalorienverbrauch etwa dem beim Radfahren oder Joggen.
- Sport vor dem Frühstück verbrennt extra viel Fett. In der Nacht leeren sich die Zuckerreserven. So kommt das Fett schneller an die Reihe.
- Wer sich unbewusst mehr bewegen will, braucht nur eines zu tun: Die Glotze abschalten. Denn jede andere Aktivität sorgt für eine bessere Kalorienbilanz.








