Hinterhältig und blitzschnell
Zecken lauern überall, sogar in Gärten.
Die in der Schweiz am häufigsten vorkommende Zecke, der Gemeine Holzbock, lebt im Freien, vor allem an Waldrändern, an Lichtungen oder an Bächen. Auch Gärten werden gerne als Lebensraum genutzt. Sie bewegen sich am Boden, im hohen Gras oder im Gebüsch und im Unterholz. Kurze Strecken können die Zecken mit erstaunlicher Geschwindigkeit überwinden, ihre Energie reicht aber nur für wenige Meter. Trotzdem verbreiten sie sich über grosse Gebiete hinweg. Um ihre Blutopfer besser zu erreichen, klettern Zecken auf Gräser und Büsche. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung klettern Zecken nicht auf Bäume und lassen sich von dort aus auch nicht fallen. Streift der ahnungslose Wirt – Mensch oder Tier – die Zecke, hält sie sich blitzschnell mit den Krallen an ihren Vorderbeinen an der Haut, im Fell oder an der Kleidung fest. Dafür reicht eine Berührung von wenigen Sekundenbruchteilen. Sitzt die Zecke auf der Haut, sucht sie sich eine Stelle, wo die Haut besonders dünn, feucht und warm ist. Den Menschen stechen Zecken besonders gerne in die Kniekehlen, unter den Armen, im Nacken, am Haaransatz oder zwischen den Beinen.
Nach Beendigung der Blutmahlzeit lassen sie sich von ihrem Wirt abfallen, und die Weibchen suchen anschliessend eine geschützte Stelle am Boden, um ihre Eier abzulegen. Dabei werden bis zu 5000 Eier produziert, anschliessend verendet das Weibchen. Aktiv sind Zecken normalerweise von März bis Oktober, je nach Wetter auch länger. Im Freien sind Zecken im Winter nicht aktiv, und sehr viele überleben diese Jahreszeit nicht. Zecken werden maximal zwei bis drei Jahre alt.








