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Asthma beim Kind

Jedes zehnte Kind leidet in der Schweiz an Asthma.

Die Hälfte der Betroffenen haben einen gestörten Schlaf, sind körperlich eingeschränkt und fehlen in der Schule. Alles Folgen einer ungenügenden Behandlung – oder noch schlimmer – einer verpassten Diagnose. Beim Kind ist die Diagnose Asthma nicht immer leicht zu stellen. Ein lang anhaltender Husten ist oft das einzige Symptom. Immer muss er auf Asthma abgeklärt werden, besonders, wenn er bei körperlichen Anstrengungen oder nachts auftritt. Oft wird ein Anstrengungsasthma fälschlicherweise als Konditionsschwäche eingestuft.

Ziel muss es sein, Asthma so zu behandeln, dass ein ganz normales Leben möglich ist und es zu keinen Einschränkungen kommt. Völlig falsch ist es, Kinder wegen Asthma zu schonen oder sogar vom Schulsport zu befreien, weil sie das nur zu Aussenseitern macht. Auch Schulabsenzen sind unbedingt zu vermeiden, da sie die schulische und persönliche Entwicklung der Kindern behindern. Die Behandlung hat sich in den letzten fünf bis zehn Jahren stark verändert und ist abhängig vom Krankheitsverlauf und Schweregrad. Am wichtigsten ist die Bekämpfung der Entzündung, entweder mit Sprays zur Inhalation oder entzündungshemmenden Kautabletten oder beidem. Oft genügen solche Tabletten als alleinige Therapie, oder sie helfen, mit niedrigeren Dosen von Cortison-haltigen Sprays auszukommen. Kurz wirksame, bronchienerweiternde Mittel sollten nicht mehr zur Vorbeugung, sondern nur noch bei Bedarf eingesetzt werden.

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Hinweise für Asthma

  • Anfallartiges Auftreten von Husten, Atemnot, Pfeifen und Enge auf der Brust.
  • Auslöser: die Nacht, der Morgen, körperliche Anstrengung, kalte Luft und Gerüche. Wenn Asthma nie in der Nacht auftritt, muss man an der Diagnose zweifeln.
  • Saisonal gehäuftes Auftreten, zum Beispiel gleichzeitig mit Heuschnupfen.
  • Ein oder zwei Elternteile mit Asthma.
  • Neurodermitis.
Drucken14.06.2009