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Mein Hals ist viel schöner

Eine vergrösserte Schilddrüse, drei verschiedene Behandlungs­empfehlungen. Eine Leserin fällte den richtigen Entscheid und ist mit dem Ergebnis des Eingriffs überglücklich.

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Angefangen hat die Geschichte schon während der ersten von insgesamt drei Schwangerschaften. Dem Arzt fiel beim Abtasten eine Vergrösserung der Schilddrüse auf. Sie sei gutartig, werde aber weiterwachsen, hiess es damals. Tatsächlich wurde der Knoten immer grösser und grösser. Nach der dritten Geburt musste etwas geschehen.

Ein Arzt meinte, das sei doch nicht nötig. Ein anderer beschied ihr, man müsse unbedingt den ganzen Schilddrüsenlappen entfernen. Ganz zufällig kam eines Tages ihr Ehemann mit einem Bericht von Dr. Stutz über eine neue Behandlungsmethode mit dem Namen Thermoablation nach Hause. Von einem Prof. Oliver Dudeck war die Rede. Er verfüge über die grösste Erfahrung in der Schweiz.

Das war genau die Methode, auf die die Leserin gewartet hatte. Am 25. August wurde Sie von Prof. Dudeck behandelt: «Ich hatte überhaupt keine Schmerzen und musste nur eine einzige Nacht im Spital bleiben, alles verlief völlig problemlos.» Mit dem Resultat ist sie schon jetzt mehr als zufrieden. «Mein Hals ist viel schöner. Ich habe keine Narbe und brauche keine Hormone. Meine Schilddrüse arbeitet ganz normal. Ein Riesenerfolg. Ich kann diesen Eingriff bedingungslos weiterempfehlen.»

Behandlung ohne Operation

Die Schilddrüse, die grösste Hormondrüse im menschlichen Körper, reguliert lebenswichtige Stoffwechselprozesse wie Verdauung, Schlaf, Herzschlag oder Fettstoffwechsel sowie das Wohlbefinden. Die häufigste Erkrankung der Schilddrüse ist eine Vergrösserung, auch Struma oder Kropf genannt. Rund ein Fünftel der Bevölkerung leidet daran. Die Knoten können sich durch Schluckprobleme, Druckgefühl, Heiserkeit oder Räusperzwang bemerkbar machen und sind oft auch optisch störend.

Bisher wurden solche Knoten in der Regel operativ behandelt. Oftmals musste dabei fast die ganze Schilddrüse entfernt werden, mit allen Konsequenzen wie lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormonen mit dem Risiko von Dosierungsproblemen, mögliche Operations- und Anästhesiekomplikationen, und – vor allem von Frauen als sehr unangenehm empfunden – störende, unschöne Narben.

Knoten mit Wärme veröden

Nun steht in der Schweiz eine Alternative zur Verfügung: Mittels Thermoablation können gutartige Knoten der Schilddrüse schonend mit Wärme verödet werden. Pionier in der Schweiz ist Prof. Dr. Oliver Dudeck, interventioneller Radiologe und Spezialist für bildgeführte minimal-invasive Behandlungen, der an der Klinik Hirslanden in Zürich die Thermoablation von Schilddrüsenknoten durchführt.

Keine Einnahme von Hormonen

Die Vorteile der Thermoablation sind bestechend. Die gesunden Teile der Schilddrüse bleiben erhalten, somit ist keine Einnahme von Schilddrüsenhormonen, wie oftmals nach einer Operation, erforderlich. Der Eingriff erfordert keine Allgemeinnarkose, birgt geringere Risiken als die Operation, und es bleiben keine Narben. Die technische Durchführung der Ablation ist einfach, und es braucht nur eine örtliche Betäubung. Dazu wird eine spezielle Nadel unter Ultraschall-Kontrolle im Schilddrüsenknoten platziert und aktiviert. So entsteht im Bereich des Knotens Wärme, wodurch das erkrankte Gewebe zerstört und mit der Zeit vom Körper abgebaut wird. In Studien konnte gezeigt werden, dass die Grösse der Schilddrüsenknoten nach der Thermoablation schon nach drei Monaten um 30 bis 50 Prozent abnimmt. Nach einem Jahr liegt die Volumenreduktion in der Regel bei 80 bis 90 Prozent.

Prof. Dr. med. Oliver Dudeck

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Prof. Dr. med. Oliver Dudeck
Klinik Hirslanden
Witellikerstrasse 40
8032 Zürich
Tel. 044 387 2935
oliver.dudeck@hirslanden.ch