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Mit Angst und Schmerzen reden

Eine Studie von Forschern aus London zeigt: Wer mit seinen Beschwerden spricht, leidet viel weniger darunter und braucht sogar weniger Medikamente.

Woman face reflected in mirror

In einer grossen randomisierten Studie behandelten Londoner Ärzte Menschen mit Psychosen auf eine unkonventionelle, aber höchst erfolgreiche Art und Weise. Statt ihren inneren Stimmen, die sie ständig beschimpften und bedrohten, hilflos ausgeliefert zu sein, begannen die Patienten sich mit ihnen auseinanderzusetzen, gaben ihnen Namen und ein Gesicht und traten mit ihnen sogar in einen Dialog. Dadurch gewannen die Betroffenen schon nach kurzer Zeit die Oberhand über die vormals vernichtenden akustischen Halluzinationen.

In einen Dialog treten

Die Wissenschaftler aus London bestätigen mit ihrer wegweisenden Studie eindrücklich, was wir Menschen mit Ängsten, Schlafstörungen oder Schmerzen schon seit langem raten. Statt die als bedrohlich erlebten Symptome einfach hilflos zu erdulden, sollten Sie dem Schmerz, der Angst oder dem Schlafproblem sagen, wo’s langgeht. Treten Sie dazu mit Ihren Beschwerden in einen Dialog! Geben Sie ihnen einen Namen. Alles, was einen Namen bekommt, verliert an Bedrohlichkeit. Zwingen Sie Ihre Beschwerden, Ihnen zuzuhören. Lassen Sie zwischendurch auch Ihre Angst, Ihren Schmerz, Ihr Schlafproblem etc. zu Wort kommen. So zwingen Sie Ihre Beschwerden, aus der Anonymität herauszutreten und sich Ihnen zu stellen.

Lesen Sie hier, wie dieser überraschende, aber hochwirksame Therapieansatz im Detail funktioniert.