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Mit Pfeffer im Füdli und Salz im Gepäck

Mit Pfeffer

Sie sind das erfolgreichste Damen-Unihockey-Team der Schweiz und sie halten sich auf unkonventionelle Art fit: die «Red Ants» aus Winterthur.

Rot sind zwar nicht mal ihre Shirts und auch Ameisensäure versprühen sie nicht. Aber die «Red Ants» – die Roten Ameisen – sind siegeshungrig. Auch in dieser Saison stehen sie weit oben in der Meisterschaft und im Cup haben sie überzeugt. Cheftrainerin der erfolgreichen Truppe ist die Finnin Kati Eteläpää. Schon zweieinhalb Jahre arbeitet sie mit ihren Ameisen auf höchstem Niveau. Zuerst als Assistentin. Seit dieser Saison hat sie nun die volle Verantwortung. Das Team besteht aus 14 Schweizerinnen, 4 Finninnen und je einer Deutschen und einer Tschechin. Und es harmoniert, das sieht man. Gesunder Ehrgeiz gepaart mit einer Prise Pfeffer im Füdli. Die braucht es im Training und erst Recht auf dem Spielfeld. Wenn es zur Sache geht, kennen selbst Damen kein Pardon.

Doch da ist etwas, das erstaunt: der Medizinkoffer beziehungsweise sein Inhalt. Gels in kleinen Tuben, Cremes mit Nummern drauf, weisse Tabletten in kleinen und gros­sen Dosen. Ein Blick auf die Verpackungen verrät nicht, wofür die Mittel gut sind und was sie bewirken. Nur der Hinweis «Zur Individualtherapie, daher ohne Indikationsangabe» steht ganz klein auf der Rückseite. Verbirgt sich dahinter ein Geheimnis? Soll die Konkurrenz nicht sehen, wie die Roten Ameisen ihre Blessuren behandeln und sich in Schwung halten? Kati Eteläpää: «Oh nein, wir haben kein Geheimnis zu verbergen. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Geheimnisse der Natur noch längst nicht alle ergründet sind. So auch jenes in unserem Medizinkoffer. Darin befinden sich biochemische Arzneimittel, die Schüssler Salze. Jedes Salz hat eine bestimmte Nummer.»

Hinter der Nummer 3 verbirgt sich das Mineralsalz Ferrum phosphoricum – also Eisenphosphat –, das für einen optimalen Sauerstofftransport in die Zellen sorgen soll. Dann Kalium phosphoricum, das in der Lehre von Dr. Schüssler als Nerven- und Energiemittel zur körperlichen und geistigen Leistungssteigerung verwendet wird und die Nummer 5 trägt. Oder die Nummer 7, Magnesium phosphoricum, zur Entspannung der Muskulatur und weil es bei grosser Anstrengung krampflösend wirken soll. «Genau das brauche ich, denn bei jedem Spiel meiner Mannschaft bin ich selber total angespannt. Drei Mal 20 Minuten Spielzeit, wie beim Eishockey, fordern nicht nur meinen Spielerinnen einiges ab», sagt Kati Eteläpää.

Wie passt Spitzensport mit einer Wissenschaft zusammen, von der viele Kritiker sagen, dass es gar keine Wissenschaft ist? «Erst letzten Herbst haben wir auf die Salze umgestellt. Es ist noch etwas früh, um eine definitive Beurteilung abgeben zu können. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass mir diese Art von Therapie sehr gut tut. Ich trank immer zu wenig und bekam dann Kopfschmerzen. Nun nehme ich regelmässig das Sport-Trio, ein Drink mit drei Mineralsalzen. Ich kann nicht sagen, wie es wirkt, aber Kopfweh habe ich nicht mehr und ich fühle mich sehr gut damit. Nicht nur vor und während dem Training, auch im Alltag zwischen den sportlichen Einheiten.»

Wie ist der Verein auf die Arzneien gestossen? Kati Eteläpää: «Unsere Präsidentin nimmt schon seit Jahren selber Schüssler Salze und berichtete von den Erfolgen, die sie damit erzielte. Das wollten wir auch probieren.» Und wie reagieren die Spielerinnen? Immerhin gehören fünf dem Schweizer Nationalkader an und zwei spielen in der finnischen Nationalmannschaft. Claudia Kunz, 26, Verteidigerin: «Früher nahm ich während eines Spiels immer isotonische Getränke und Magnesium gegen die Krämpfe. Mit der neuen Sportdrinkmischung habe ich alles auf einmal beieinander. Meine ersten Erfahrungen sind positiv: Ich verspüre keinen Leistungsabfall, habe keine Krämpfe und dank der Umstellung vom isotonischen Getränk auf den Sportdrink keine Probleme mehr mit meinem Magen.» Michaela Kathriner, 30, spielt im Sturm und pflichtet bei: «Früher trank ich immer nur Wasser. Der Sportdrink schmeckt mir aber sehr gut, und wenn er mich bei der Leistung unterstützt, umso besser.»

Das Einmaleins der Salze

Je nach Beschwerden sind Kombinationen der verschiedenen Salze sinnvoll, sowohl vorbeugend als auch unterstützend.

Bänder- und Sehnenschwäche

Nr. 1 Calcium fluoratum
Nr. 2 Calcium phosphoricum
Nr. 11 Silicea

Knochenbrüche

Nr. 1 Calcium fluoratum
Nr. 2 Calcium phosphoricum
Nr. 7 Magnesium phosphoricum
Nr. 11 Silicea

Muskelkater

Nr. 3 Ferrum phosphoricum
Nr. 7 Magnesium phosphoricum
Nr. 9 Natrium phosphoricum

Muskelkrämpfe

Nr. 7 Magnesium phosphoricum
Nr. 2 Calcium phosphoricum

Seitenstechen

Nr. 7 Magnesium phosphoricum

Verstauchungen

Nr. 3 Ferrum phosphoricum
Nr. 8 Natrium chloratum
Creme-Gel 3 und 8