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Neue Hoffnung

Abnehmen Caluori wp

Selbstverachtung, Frustessen, Gedankenkreisen. Sabine Caluori aus Bolligen schreibt, wie sie mit der Aeschbacher-Diät diesem fürchterlichen Teufelskreis entrinnt.

Seit vielen Jahren habe ich immer wieder versucht abzunehmen. Mal diese, mal jene Diät ausprobiert, alleine oder in Gruppen. Manchmal war ich auch sehr erfolgreich und nahm 20 bis 25 Kilogramm ab. Leider habe ich danach jedes Mal mehr zugenommen als ich zuvor mit grosser Disziplin abgenommen hatte. Ich war soweit, dass nur schon der Gedanke ans Abnehmen regelrechte Fressattacken auslöste. Und immer mehr drehte sich mein Denken fast nur noch ums Essen und die schönen Kleider, die ich nicht mehr tragen konnte. Ich war sehr traurig und unglücklich, und immer öfter wurde ich wütend auf mich selbst.

In diesem Herbst nun erinnerte ich mich, im Internet etwas von der Aeschbacher- Diät gelesen zu haben. Ich stöberte im Netz und fand die Website. Das Wort Diät störte mich zwar, aber was ich las, kam meinem Erleben am nächsten. Die Berichte machten mir Mut.

Als Erstes räumte ich die Waage weg. Gleichzeitig setzte ich mich in Bewegung. Langsam, aber stetig, jeden Tag in paar Schritte mehr. Sei es auch mal nur, eine Station früher aus dem Tram auszusteigen, oder am Abend noch eine Runde ums Quartier zu gehen. Wenn ich Zeit habe, sind es sogar längere Spaziergänge in der Natur. Dabei habe ich jeweils auch meine Fotokamera. Wenn ich die wunderschönen Bilder der vergangenen Wochen anschaue weiss ich, dass ich diese Fotos nur machen kann, wenn ich mich bewege. Dieses Bild zeigt den Blick vom Bantiger über Bern.

Ich bin in dieser kurzen Zeit schon viel zufriedener geworden und bin gespannt, wohin mich meine Wege führen. Mir fällt auf, dass ich weniger als sonst esse. Einerseits habe ich ja eine Aufgabe, andererseits ist der Druck, den ich mir dauernd wegen meines Gewichts machte, weg. Natürlich kreisen meine Gedanken noch oft um meine Figur und das Essen, aber es ist nicht mehr so deprimierend.

So wünsche ich nun allen Leserinnen und Lesern neue Lebensfreude und diesen oder jenen erhellenden Lichtblick. Ich werde Ihnen wieder berichten, wie es mir geht.