Startseite » Themen » Nicht warten, handeln

Nicht warten, handeln

Die erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Gesundheit ist die Apotheke. Ohne Voranmeldung. Das gilt ganz besonders für die Beurteilung und Behandlung von Gelenkschmerzen.

Schmerzen Knie V2

Gelenk- und Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Viele Fälle sind selbstlimitierend, das heisst die Beschwerden bessern sich mit einer geeigneten Behandlung rasch und benötigen keine aufwendige Abklärung. Auf der anderen Seite sollen chronische, insbesondere entzündliche Gelenkerkrankungen möglichst früh erkannt und rasch spezifisch therapiert werden, um folgenschwere Gelenkschäden zu vermeiden.

Gelenkverschleiss und Arthrose sind die häufigste Gelenkerkrankung

Häufig gehen Schmerzen nicht vom Gelenk selbst, sondern vom umliegenden Gewebe aus, zum Beispiel von Muskeln, Sehnen oder Schleimbeuteln. In solchen Fällen verfügt der Apotheker über eine Vielzahl von wirksamen Behandlungsmöglichkeiten. Gelenkverschleiss oder Arthrose ist die mit Abstand häufigste Gelenkerkrankung. Die Knie trifft es am meisten, aber auch den Rücken. Hier machen die kleinen Wirbelgelenke oft Probleme. Die Gelenke fangen schon um die 30 an zu degenerieren, meistens jedoch ohne vorerst Beschwerden zu verursachen. Ab 60 hat jede fünfte Person Arthrose in den Knie- oder Hüftgelenken. Gut die Hälfte davon hat Schmerzen. Der Verschleiss trifft vor allem die Gelenkknorpel. Geschädigter Gelenkknorpel regeneriert sich nicht von alleine.

Von diesen degenerativen Gelenkerkrankungen abzugrenzen sind die chronisch-entzündlichen, allen voran die Rheumatoide Arthritis. Im Alter über 55 Jahre sind zwei Prozent der Bevölkerung betroffen. Ergeben sich im Gespräch mit dem Apotheker Hinweise auf eine solche Erkrankung, ist eine rasche ärztliche Abklärung unumgänglich. Dasselbe gilt für eine Gelenkbeteiligung bei Psoriasis oder Morbus Crohn.

Die Ursachen von Rückenschmerzen sind meist harmlos

Kaum jemand bleibt in seinem Leben vor Rückenschmerzen verschont. In den meisten Fällen sind die Ursachen harmlos, und eine Behandlung mit einem schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkstoff genügt vollauf. Kombiniert mit Kälte- oder Wärmepackungen, je nachdem, was man besser erträgt. Schonung ist höchstens für ein bis zwei Tage angesagt. Bessern sich die Beschwerden nicht innert drei Tagen merklich, muss man zum Arzt. Auch Rückenschmerzen können entzündlich bedingt sein. Eine der häufigsten Ursachen ist die Bechterew-Erkrankung. Charakteristisch sind Rücken und Kreuzschmerzen, dazu oft auch Schmerzen an grossen Gelenken wie dem Knie.

Akute Schmerzen sind in jedem Fall ein Warnsignal. Sie sind Folgen einer Gewebeschädigung. Es ist wichtig, möglichst rasch und entschlossen Schmerzen zu lindern. Unbehandelter akuter Schmerz wirkt sich nachteilig auf Körper und Psyche aus und kann in einen chronischen Schmerz übergehen. Abwarten und auf die Zähne beissen bringt nichts.