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Schlanke Tricks für die Festtage

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Weder auf Raclette noch auf Fondue noch auf die Weihnachtsgans verzichten und trotzdem nicht zunehmen. Theres Tschudi verrät, wie sie das mit ihrer Familie problemlos schafft.

Ich freue mich immer auf die Advents- und Weihnachtszeit. Nicht zuletzt wegen den feinen Köstlichkeiten, die einem überall erwarten: am Weihnachtsmarkt, in den Einkaufsläden, bei Einladungen, an der Nikolausfeier, beim „Chrämlibacken“ oder im süssen Adventskalender. Auch die Kinder lieben diese Zeit, und in den meisten Familien sieht die Ernährung in dieser vorweihnachtlichen Periode und über die Festtage ein wenig anders aus als sonst; bei uns jedenfalls ist das so.

Wenn Sie mit viel Aufwand Gewicht verloren haben oder bei Ihren Kindern auf die Ernährung achten müssen oder sich ohnehin gesund und vernünftig ernähren wollen, gibt es einfache Tricks, wie man mit den kulinarischen Versuchungen umgehen kann. Wenn Sie am Abnehmen sind, können Sie eine Pause einlegen und als Ziel die Gewichtserhaltung nehmen, damit kein Stress entsteht und Sie diese spezielle Zeit geniessen können. Ich plane jeden Tag neu und mache keine Wochen- und Menüpläne wie sonst üblich. Das gibt eine gewisse Freiheit.

Wenn ich am Morgen mit den Kindern „Weihnachtschrämli“ backe und wir die ganze Zeit probieren und essen – die Kinder auch gerne Teig – gibt es nur ein leichtes Mittagessen, zum Beispiel ein Teller mit geschnittener Rohkost wie Rüebli, Gurken und Kohlräbli, geschwellte Kartoffeln und Würstli aus eigenem Wildfleisch. Zur Rohkost können Sie, falls gewünscht, eine Quarkdipp Sauce anbieten. Wenn Sie beim Backen über die Stränge geschlagen haben, bedienen Sie sich nur bei der Rohkost und Quarksauce. Zum Nachtessen können Sie eine Gemüsesuppe und Trockenfleisch, Käse und Salat auftischen. So haben Sie einen Ausgleich geschaffen und trotzdem ausgewogen gegessen.

Auch ein Raclette- oder Fonduemenü geht problemlos. Halten Sie sich einfach bei den restlichen Mahlzeiten des Tages an kleine, gemüse- und früchtereiche Portionen. Es ist einfacher, jeden Tag für sich auszugleichen als drei Wochen ohne Grenzen zu essen und sich dann wenn möglich eine sinn- und freudlose Crashdiät aufzudonnern. So bleiben Sie mit Ihrer Familie in einem Rhythmus, wenn auch in einem etwas anderen. Da ich persönlich wahnsinnig gerne Weihnachtsgebäck habe, esse ich manchmal zur Hauptmahlzeit davon, dafür halte ich mich bei den Kohlenhydraten zurück und esse nur den Salat und das Gemüse und wenig Fleisch.

Wenn dann zwei Tage später eine Einladung zum Advent ansteht oder ein ausgiebiger Weihnachtsmarktbesuch, können Sie den Morgen leicht beginnen, etwa mit einer Banane und einer Birne, fein geschnitten an etwas Naturjoghurt mit Zitrone oder etwas Trockenfleisch mit wenig Brot; am Mittag etwas Fleisch oder Fisch mit Salat. So dürfen Sie sich entspannt und sicher mit dem nötigen Hunger auf den Abendschmaus freuen.

Bei den Kindern geht es etwas anders; sie können ihr Hungergefühl noch nicht steuern und nehmen sich das Nötige, wann sie es brauchen. Schauen Sie deshalb darauf, dass die Kinder zum Zmittag immer auch eine Stärkeeinheit wie Pasta, Kartoffeln, Polenta oder Reis essen. Die meisten Kinder messen Einladungs- und Festessen noch keine Bedeutung bei und können am besten Buffet vorbei zur Spielecke rennen – mit einem Stück Brot in der Hand.

Die Kinder regulieren sich in den meisten Fällen selbst. Sie dürfen sie ruhig aus ihren Chlaussäckli, Schokoladenadventskalender usw. essen lassen; sie hören meist von selber auf und freuen sich zur Hauptmahlzeit über eine warme Bouillon mit Gemüsestreifen und etwas Brot. Dann ist alles wieder im Lot. Wenn es Ihnen schwer fällt, den Kindern bei den Zwischenmahlzeiten zuzuschauen, können Sie einen Punsch trinken. Einfach nur den Boden mit Punsch knapp bedecken und mit heissem Wasser auffüllen – ist trotzdem süss und nimmt den Gluscht auf Süssigkeiten. Oder Sie bereiten sich einen feinen Wintertee mit Zimt und Orange zu.

Ein einfaches, feines und schnelles Winteressen für jede Gelegenheit: 1 ausgewallter Kuchenteig, 300 g Blumenkohl und 200 g tiefgekühlte Erbsli, eventuell je nach Vorliebe 1 roter Peperoncino, für den Guss: 125 g Halbfettquark, 1 TL Mehl, 3 EL Wasser, 1 Ei, ¼ TL Salz und etwas Pfeffer und Thymian. Blumenkohl rüsten und in kleinen Stücken mit den Erbsli und der fein geschnittenen Peperoncino auf den Teig geben, Guss verrühren und über das Gemüse geben, dann circa 30 Minuten in dem auf 220 Grad vorgeheizten Ofen backen.

 

BMS Immun-Onko