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Schmerzfrei durch Achtsamkeit

Schmerzen, Stress, Ängsten, ja sogar depressiven Gedanken ist niemand hilflos ausgeliefert. Machen Sie die Achtsamkeitsübung von Heide-Rose Decurtins, Meditationslehrerin in Basel.

young woman meditation on sunset beach

Schmerzen jeder Art sind für jeden Betroffenen eine ungeheure Belastung. Doch es gibt einen Ausweg. Mit einfachen Achtsamkeitsübungen ist es möglich, den Schmerz und den damit verbundenen Stress zu lösen. Achtsamkeitsübungen sind auch wirksam beim Veratmen von Wehen, Angst, Stress, Depressionen und Reizbarkeit.

Zu Beginn möchte ich eine einfache Atemmeditation vorstellen. Sie benötigen dazu keinerlei Hilfsmittel. Nur wenige Minuten Ihrer Aufmerksamkeit genügen, und Sie werden sich sofort sehr entspannt fühlen.

  • Setzen Sie sich aufrecht und entspannt auf einen Stuhl mit Rückenlehne. Arme locker und entspannt, Hände auf Ihren Oberschenkeln. Stellen Sie die Füsse mit der ganzen Fusssohle auf den Boden. Wenn Sie nicht sitzen möchten, legen Sie sich auf eine Matte oder aufs Bett. Legen Sie die Arme und Hände so locker wie möglich neben Ihren Körper.
  • Schliessen Sie sanft Ihre Augen und richten Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit nur auf Ihren Atem, wie er in Ihren Körper ein- und ausfliesst. Nehmen Sie die Empfindungen wahr, wenn Ihr Atem durch die Nase einströmt und bis hinab zu Ihren Lungen fliesst und wie er durch Ihren Mund wieder ausfliesst. Spüren Sie, wie sich Ihre Brust und Ihr Bauch beim Atmen heben und senken? Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit an die Stelle, wo die Empfindungen stärker sind. Beobachten Sie einfach nur Ihren Atem, ohne dass Sie etwas erwarten oder an Ihrem Atmen verändern. Nichts wollen, nur atmen.
  • Und wenn Ihre Gedanken abschweifen, lenken Sie sie sanft zurück auf Ihren Atem. Es ist normal, dass Ihre Gedanken abschweifen. Zu bemerken, dass Ihre Gedanken abschweifen und sie zu ermutigen sich wieder zu sammeln, um dann im gleichen Rhythmus weiter zu atmen – das ist der Kern der Achtsamkeitsübung.
  • Mit der Zeit werden sich Ihre Gedanken beruhigen – vielleicht aber auch nicht – und wenn sie ruhig werden, dann nur für eine kurze Dauer. Ihr Geist ist vielleicht voll mit Gedanken, was Sie noch zu erledigen haben, mit Ängsten, Wut, Stress, oder auch mit Liebe. Alle Gedanken können flüchtig sein – und was immer auch geschieht – beobachten Sie so gut wie nur möglich, ohne irgendwie zu reagieren, oder etwas zu verändern. Kehren Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit immer und immer wieder sanft zu Ihrem Atem zurück.
  • Nach einigen Minuten – oder wann immer Sie wollen – in dem Moment, indem es für Sie stimmt – öffnen Sie ganz sanft Ihre Augen, atmen tief ein und aus – und nehmen Ihre Umgebung wahr.

Vielleicht integrieren Sie diese kleine Achtsamkeitsübung in Ihren Alltag, und Sie werden mit der Zeit Veränderungen sehen. Wenn Sie zum Beispiel an der Kasse im Supermarkt stehen und bemerken, wie Sie nervös werden, in Hektik verfallen – konzentrieren Sie sich nur auf Ihren Atem, wie er ein- und ausfliesst, auf nichts anderes, und Sie werden spüren, wie Ruhe und Gelassenheit in Ihnen einkehrt.

Ich wünsche Ihnen bei dieser kleinen täglichen Übung viel Freude und Erfolg.

Mehr Infos: www.gestaltedirdeinezukunft.com