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Schon fünf Millionen auf dem Konto

Abnehmen muss sie nicht, zunehmen will sie nicht. Dank dem Schrittzähler kann Margrith Steffen trotzdem tafel­weise Schoggi essen.

Schrittzaehler_Hängebrücke

Es ist eine Liebesbeziehung der besonderen Art: Seit drei Jahren hat Margrith Steffen, 62, aus Oberhofen am Thunersee einen neuen Partner. Er ist ihr täglicher Begleiter und persönlicher Motivator zugleich. Er ist treu und er addiert zuverlässig ihre Millionen: ihr Schrittzähler. «Ich bin happy wie noch nie», sagt die Berner Oberländerin. «Er ist immer dabei, kommt überall hin mit. Kaum bin ich angezogen, steckt er im Hosensack. Wenn die Hose keine Tasche hat, klemme ich ihn in den BH. Dort geht er nicht verloren. Es wäre schlimm, wenn ich ihn nicht mehr hätte.»

Ich will auf keinen Fall zunehmen

Seit März ist Margrith Steffen pensioniert. Vor kurzem hat sie die Fünf-Millionen-Marke geknackt. An Schritten. «Jeden Tag versuche ich, 10 000 zu machen. Nicht zum Abnehmen. Mit 50 Kilo und 1,65 Metern Grösse ist das nicht nötig. Aber ich will auf keinen Fall zunehmen. Wenn man nicht aufpasst, geht das nämlich ganz schnell. Jedes Jahr hat man dann zwei Kilo mehr auf den Rippen, und in zehn Jahren sind es 20 zu viel. Ich muss schon höllisch aufpassen, denn ich liebe Schokolade über alles. In meinem Vorrat habe ich meistens ein Zehnerpack. Hab es extra im Schlafzimmer versteckt, damit ich nicht dauernd verführt werde. Ich esse nicht jeden Tag Schokolade, aber wenn ich vor dem Fernseher sitze und mir ein Riegeli hole, kann ich kaum aufhören. Immer wieder stehe ich auf und breche mir ein nächstes ab. Dann ist eine Tafel innert weniger Minuten restlos weg. Schlafzimmer hin oder her.»

Zum Glück hat sie ihren Schrittzähler. Laufen liegt Margrith Steffen im Blut. Vor Jahren schon erklomm sie Berge, machte Walkingläufe, bewältigte einen Halbmarathon und als Highlight bezwang sie den Kilimanjaro. «Früher bin ich fast gerannt. Heute habe ich mehr Musse, geniesse die Jahreszeiten, sauge beim Laufen alles ein. Die Düfte der Pflanzen, die Bilder der Landschaften und die guten Gefühle, die mich in der Natur begleiten. Das ist Freiheit pur.»

180 Tage bis zur ersten Million

180 Tage brauchte Margrith Steffen bis zur ersten Million. «Für die zweite einen Tag mehr. Die dritte schaffte ich dann wieder in 157, die vierte sogar in 150 Tagen. Es läuft wie geschmiert. Die fünfte Million knackte ich bereits unter 140 Tagen. Nun geht’s bald zur sechsten. Angetrieben von meinem Schrittzähler. Er ist ein super Motivator. Ich freue mich innerlich, wenn die täglich geforderte Anzahl an Schritten beisammen ist. Kaffeetrinken und ein bisschen spazieren gehen genügen eben nicht, um gesund und fit zu bleiben.»

Die 62-Jährige hat sich schon ein Jahr zuvor auf ihre Pensionierung vorbereitet; hat ihr Auto verkauft, sich ein Generalabonnement besorgt. «Der hektische Strassenverkehr ist mir viel zu mühsam. Jetzt steige ich in den Zug und bin in anderthalb Stunden auf der Bettmeralp zum Wandern.» In ein Loch gefallen sei sie nach der Pensionierung nicht. «Obwohl ich gerne gearbeitet habe. In einem Sportgeschäft war ich bei den  Wander-, Running- und Kinderschuhen tätig. Konnte aus eigener Erfahrung sagen, worauf es ankommt. Habe Tausende Schuhe für Kundinnen und Kunden aus dem Lager geholt und auf dem Boden kniend richtig zugeschnürt. Jetzt schnüre ich nur noch meine eigenen. Bin fast noch mehr auf den Beinen als vorher. Am Wochenende habe ich den Pilgerweg von Merligen nach Interlaken gemacht. Da kamen 20 000 Schritte zusammen. Ich fühle mich wohl, habe gerade auch den 60 000er-Service machen lassen.» Margrith Steffen lacht. «Nicht am Schrittzähler, an mir: EKG, Blutbild, Magen-Darm, Augen, alles wurde gecheckt.»

Manchmal wünsche ich mir richtig schlechtes Wetter

Einen lustigen Wunsch hat Margrith Steffen. Einen, der sie jahrein, jahraus begleitet. «Ich wünsche mir manchmal richtig schlechtes Wetter, damit ich ruhigen Gewissens drinnen bleiben kann. Dann fröne ich meiner Leidenschaft, dem Basteln. Keine Angst, das ist keine Ausrede: Die Bewegung kommt trotzdem nicht zu kurz. Als Laufersatz gehe ich dann einfach auf mein Minitrampolin. Jeder Sprung zählt wie ein Schritt. Und ich kann trotz einer Tafel Schoggi so schlank und rank bleiben wie ich bin.»

 

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