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Stoff zum Denken

Schlüsselsubstanzen können das Gehirn in seiner Funktion ­unterstützen. Vorsorgen ist wichtig.

Digital human brain

Die Schweiz wird immer älter. 54 Prozent aller Frauen und 32 Prozent aller Männer erreichen heute ein Alter von mindestens 85 Jahren. Vor 20 Jahren waren es erst gut 40 Prozent bei den Frauen und nur 20 Prozent bei den Männern. Folgende Faktoren sind entscheidend, um die gewonnenen Jahre möglichst selbstbestimmt zu meistern: Normaler Blutdruck, normaler Zucker, körperliche Aktivität, soziale Kontakte, Hirntraining, eine sinnstiftende Aufgabe – auch jenseits des Bruttosozialproduktes und möglichst verbindliche und klare Tagesstrukturen.

Zudem weiss man, dass einige Schlüsselsubstanzen dazu beitragen können, Vergesslichkeit, Konzentrationsmangel, Überforderung und rasche Ermüdung im Alter zu verhindern. Prävention bedeutet demnach auch, dem Gehirn rechtzeitig und regelmässig jene Stoffe zuzuführen, die es zum Bilden neuer Nervenverbindungen und Netzwerke braucht. Stoffe, die das Denken und Speichern von Informationen unterstützen.

Schlüsselsubstanzen: Phosphatidylserin, DHA und Lecithin

Als Schlüsselsubstanz gilt das Phosphatidylserin, ein natürlicher Stoff, der für die Signalübermittlung sowie beim Speichern und Abrufen von Informationen wichtig ist. Fehlt die Substanz, kann es zu Gedächtnisschwäche, Konzentrationsstörungen und zu verminderter Sprachleistung kommen. Gerade bei älteren Menschen wird Phosphatidylserin nur ungenügend gebildet. Ebenso die Omega-3-Fettsäure DHA, die zur Erhaltung der normalen Gehirnfunktion beiträgt und die Zellalterung verlangsamt. Eine Studie aus dem Jahr 2010 hat gezeigt, dass DHA die Zellalterung der Nervenzellen hemmt und damit Funktionsverlusten während des normalen biologischen Alterns entgegenwirkt. Zu niedrige Konzentrationen stören unter anderem den Dopamin- und Serotonin-Stoffwechsel und führen nicht selten zu Depressionen. Selbst in jungen Jahren kann der Körper das DHA nur begrenzt selber herstellen. DHA-Defizite sind deshalb in der Bevölkerung weit verbreitet. Auffallend: Sie korrelieren nicht nur mit Gedächtnisverlust, sondern auch mit Lernstörungen und dem Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom ADHS. Eine weitere Schlüsselsubstanz ist schliesslich das Lecithin. Lecithin ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, unter anderem von Gehirn und Nervenzellen. Es wird im Gehirn zu Acetylcholin umgewandelt, dem bedeutendsten Neurotransmitter des Nervensystems.

 

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