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Therapienotstand bei der Raucherlunge

Menschen mit chronischer obstruktiver Bronchitis, der sogenannten Raucherlunge, werden nicht nur spät und ungenügend behandelt, sie nehmen auch die Medikamente sehr unzuverlässig.

3D illustration of Lungs - Part of Human Organic.

Die chronisch obstruktive Bronchitis ist ein Volksleiden. Sie schränkt nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen massiv ein, sondern auch die Lebenserwartung. Entsprechend konsequent muss sie behandelt werden, sollte man meinen. Doch dem ist nicht so. Einmal wird die Erkrankung zu spät und zu selten diagnostiziert. Und von den behandelten Patienten haben viele immer noch Symptome.

Stolpersteine bei der Therapie

Ein häufiger Grund für eine ungenügende Therapie und Symptomkontrolle ist der Einsatz falscher Medikamente. So werden entgegen den Behandlungsleitlinien immer noch viel zu oft Cortison-Präparate zur Inhalation verschrieben. Ein weiterer Stolperstein sind mangelnde Zuverlässigkeit und Therapietreue der Patienten. Rund ein Viertel bis ein Drittel beginnen erst gar nicht mit einer neu verordneten Therapie, zeigen die Erfahrungen. Viele brechen die Behandlung eigenmächtig wieder ab oder nehmen sie nur sporadisch ein. Andere machen Fehler beim Gebrauch der Inhalationsgeräte, weil sie vom Arzt nicht genügend instruiert und kontrolliert werden.