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Solarien

Eine Studie zeigt, dass die Krebsgefahr grösser ist als angenommen.

US-Forscher verglichen in einer Fallkontrollstudie die Daten von über 1100 Melanom Patienten mit gleichaltrigen, gesunden Probanden. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Die Melanom-Patienten waren deutlich öfter in Solarien gewesen als die nicht erkrankten Vergleichspersonen. Die Forscher berechneten ein um 75 Prozent erhöhtes Melanom-Risiko für Nutzer von Solarien. Bei Menschen, die in ihrem Leben schon 50 Stunden unter UV Lampen verbracht haben, ist das Risiko bereits um mehr als das Dreifache erhöht. Und bei Besuchern, die schnell bräunende Geräte verwenden, sogar um das Viereinhalb-Fache. Die Wissenschaftler versuchten möglichst viele andere Erklärungen für das erhöhte Melanom-Risiko auszuschliessen. So wurde auch die Exposition mit natürlichem Sonnenlicht berücksichtigt. Dennoch ergab sich ein klarer Zusammenhang zwischen Melanom Risiko und UV-Dosis in Solarien.

Dermatologen und Gesundheitsbehörden warnen schon lange vor jeglicher Bräunung in Solarien. Dennoch versucht die Branche, die Gefahr zu verharmlosen und tischt Märchen von besserer Vitamin D-Versorgung und psychischer Gesundheit auf. Nun sind die Fakten klar. Wer sie jetzt noch schön zu reden versucht, handelt zynisch. Das wiegt angesichts eines Krebses, der so häufig und so bösartig ist wie das Melanom, um so schwerer. Es liegt nun jedem Einzelnen, die Diskussion um Sinn und Unsinn der Bräunungsstudios zu beenden und einfach nicht mehr hinzugehen.

Drucken20.06.2010