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Tödliche Verschwendung von Antibiotika

Die Griechen brauchen pro Kopf dreimal so viele Antibiotika wie die Holländer. Der ungezielte Einsatz ist einer der Hauptgründe für die dramatische Verbreitung resistenter Keime und die Zunahme von Todesfällen in ganz Europa.

Antibiotika neu

Die WHO und die EU warnen schon lange vor den tödlichen Folgen eines verschwenderischen Einsatzes von Antibiotika und haben Aktionspläne gegen die Entwicklung resistenter Bakterien gestartet. Ziel ist ein möglichst sparsamer und gezielter Gebrauch.

Ein aktueller Bericht – so die ÄrzteZeitung – des „European Centre for Disease Prevention and Control“ zeigt nun, wie sorglos viele Länder mit Antibiotika umgehen. Am besten schneidet Holland ab. Viel unkritischer ist der Antibiotika-Konsum in Italien, Frankreich, Rumänien und vor allem in Griechenland. Die Unterschiede sind enorm. Zum Teil machen sie das Doppelte bis das Dreifache im Vergleich zu Holland aus. In anderen Ländern gehen die Verordnungen seit Jahren nicht zurück, trotz aller Appelle und Kampagnen. Besonders bedenklich ist, dass in zwei von drei Ländern der Gebrauch von Breitspektrum-Antibiotika deutlich zugenommen hat. Damit wird das wirksamste Pulver regelrecht verschossen.

Sie Studienautoren kritisieren, dass in Europa breit akzeptierte Standards zum verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika fehlen. So verlieren sie mehr und mehr die Wirkung gegen gefährliche bakterielle Infektionen. Die WHO schätzt, dass in Europa jedes Jahr 25’000 Todesfälle durch Antibiotika-Resistenzen verursacht werden.

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