VorsorgeBewegung und Sport

Schluss mit faulen Ausreden

Ab jetzt gibt es keine Argumente mehr, nicht sofort mit mehr Bewegung und Sport zu beginnen.

Die gesundheitlichen Effekte, die an einem Symposium am Diabetes-Kongress in New Orleans präsentiert wurden, übertreffen alles, was mit Medikamenten erreicht werden kann. Sport ist das beste Mittel gegen das Grundübel einer verfetteten Gesellschaft, das metabolische Syndrom, auch wenn es jemand nicht schafft, damit sein Gewicht zu reduzieren. Das ist die erstaunlichste Erkenntnis. Die Gründe aber sind einleuchtend. Bewegung verbessert die linksventrikuläre Funktion des Herzens und wirkt gegen die Fehlfunktionen der innersten hochsensiblen Gefässschicht sämtlicher Arterien. Bewegung reduziert die arterielle Gefässsteifigkeit und wirkt der chronischen systemischen Entzündung entgegen, der Mutter der Arteriosklerose mit ihren Folgen wie Herzinfarkt und Hirnschlag. Sport verbessert auf mehreren Wegen die Insulinaufnahme in den Muskel und die Insulinwirkung. Ausdauerleistungen bewirken eine erhöhte Glukoseaufnahme in die Muskelzellen, Kraftsport fördert den Aufbau von fettfreier Körpermasse. Beide Bewegungsarten erhöhen die Ausschüttung von Glukostransportern, eine wichtige Voraussetzung, damit es nicht zur Entgleisung des Zuckerstoffwechsels, also Diabetes kommt.

Fazit: Auch wenn Sport nicht immer zu einer Abnahme des Körpergewichts führt, reduziert er trotzdem die wesentlichsten Gesundheitsrisiken. Das gilt für die Glukose-Insulin-Balance, die Blutfette, den Blutdruck und die Entzündungsmarker. Es ist viel wichtiger, mit Bewegung und Sport sein Gesundheitsrisiko zu reduzieren als Körpergewicht zu verlieren. Das ist die beste Botschaft, seit es Präventionskampagnen gibt.

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Drucken17.07.2009